Opel Grandland Plug-in-Hybrid 300 Ultimate im Test

Der frisch geliftete Opel Grandland ist auch wieder in zwei Plug-in-Hybrid-Varianten erhältlich. Wir haben das Topmodell der Baureihe zum Testbericht begrüßt.

Frisch geliftet, dafür aber ohne den Zusatz „X“, ist der Opel Grandland in die 2022er-Saison gestartet. Die optischen Änderungen sind dabei vor allem an der Front und im Innenraum merkbar.

Wie auch die anderen neuen Opel-Modelle hat auch der Grandland das Opel-Vizor-Design mit dem markanten Kühlergrill und modernen LED-Scheinwerfern bekommen.

Das Heck zeigt ein neues Layout der LED-Rückleichten und ist etwas klarer gezeichnet. Geblieben ist die große Auswahl an Motorisierungen und Ausstattungsvarianten. Neben Benzin- und Dieselaggregaten stehen auch zwei Plug-in-Hybrid-Versionen zur Wahl.

In der Basisversion kommt man beim Plug-in-Hybrid auf eine Systemleistung von 224 PS (165 kW), wir haben für unseren Test das Topmodell mit 300 PS (221 kW) Systemleistung gewählt.

Um noch weiter in Luxus zu schwelgen, haben wir die Top-Motorisierung mit der Top-Ausstattungslinie „Ultimate“ kombiniert.

Der Name ist dabei Programm, die Ausstattung ist ultimativ komplett und lässt kaum noch Wünsche unerfüllt.

Im Listenpreis von 58.219,- Euro sind schon die LED-Pixel Matrix-Scheinwerfer, AGR-Sitze mit Alcantara-Bezug, Sitzheizung, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, ein umfangreiches Assistenzpaket, 18“-Leichtmetallfelgen und das Multimedia Navi Pro mit 10“-Touchscreen an Bord.

Modernes Cockpit

Für noch mehr Komfort haben die AGR-Ledersitze mit Klimatisierung gesorgt, zudem hatten wir für einen noch cooleren Look das Black Paket und die Metallic-Lackierung an Bord.

Deutlich verändert hat sich im Zuge des Facelifts auch das Cockpit, der neue Grandland hat das Opel Pure Panel-Cockpit erhalten, welches sehr modern, aber dennoch auch übersichtlich wirkt.

Der Digitaltacho informiert den Fahrer über alle wichtigen Daten, die Darstellung ist dabei eher zurückhaltend ausgefallen, was der Übersichtlichkeit sehr dienlich ist.

Sehr gelungen ist auch der 10“-Touchscreen, der mit einer einfachen Bedienbarkeit und schönen Darstellung aufwarten kann. Praktisch ist auch, dass die Klimasteuerung sowohl über den Touchscreen, als auch über Drehregler im unteren Teil der Mittelkonsole erfolgen kann.

Intuitiv steuerbar und klar verständlich sind auch die Tasten am Lenkrad, hier hat Opel Funktionalität an die erste Stelle gereiht.

Man fühlt sich auf Anhieb sehr wohl, und die vielen Ablagen und eine in der länge verstellbare Mittelarmlehne vorne erhöhen den Komfort für das tägliche Autofahrerleben zusätzlich.

Top Sitze mit Klimatisierung

Eine Klasse für sich sind die AGR-Ledersitze, die besten Halt bieten und auch über eine verstellbare Schenkelauflage verfügen. So können Personen jeder Größe bequem Platz finden. Zusätzlich gibt es eine Sitzkühlung für den Sommer und eine Sitzheizung für den Winter.

Auch eine Lenkradheizung ist an Bord, was man gerade jetzt nach einem langen Spaziergang bei kühlen Temperaturen zu schätzen lernt, wenn man wieder ins Auto steigt.

Das Platzangebot für Fahrer und Beifahrer ist auch sehr gut, im Fond geht es aber etwas enger zu, hier merkt man die Zugehörigkeit zur Kompaktklasse doch deutlich.

Durch den Plug-in-Hybrid-Antrieb muss man auch beim Gepäckraumvolumen mit Einbußen rechnen, statt 514 bis 1.652 Liter stehen nur noch 390 bis 1.528 Liter Stauraum zur Verfügung.

Der kraftvolle und sparsame Plug-in-Hybrid-Antrieb kann aber sehr schnell über die Einschränkungen beim Gepäckraum hinwegtrösten.

Ein 1,6-Liter-4-Zylinder-Benzinmotor mit 200 PS (147 kW) wird von einem 110 PS (81 kW) starken E-Motor an der Vorderachse und einem 113 PS (83 kW) starken E-Motor an der Hinterachse unterstützt.

Viel Schubkraft in jeder Situation

Die Systemleistung liegt bei 300 PS (221 kW) und das Systemdrehmoment bei 520 Nm. Der Benziner liefert dabei 300 Nm bei 3.000 U/Min, der vordere E-Motor 230 Nm und der hintere 166 Nm.

Was sich am Papier trocken liest, ist in der Praxis ein Quell an Freude. Egal in welcher Situation, der Leistungsschub ist überwältigend.

Vor allem im Sport-Modus, wenn alle Kräfte der drei Motoren gebündelt werden, liefert der Grandland Fahrleistungen wie ein Sportwagen.

Der Sprint von 0 auf 100 km/h in 6,1 Sekunden ist schon beeindruckend, aber der Zwischensprint, der vom Gefühl her nochmals eindrucksvoller vonstatten geht, kann noch mehr überzeugen.

Im rein elektrischen Modus ist eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h möglich, sonst schafft der Grandland Hybrid 300 bis zu 235 km/h.

Damit empfiehlt er sich als ideales Reisefahrzeug, welches aber vor allem im täglichen Leben in der Stadt mit einem Höchstmaß an Effizienz aufwarten kann.

Die 13,2 kWh große Batterie kann laut Werk zwischen 55 und 65 Kilometer rein elektrische Reichweite ermöglichen. In der Stadt ist dies auch ein durchaus realistischer Wert, wir sind bei einer Kombination aus Stadt, Landstraße und Autobahn auf knappe 50 Kilometer E-Reichweite gekommen.

Verbrauch geht in Ordnung

Der Verbrauch lag damit bei rund 4,2 Litern nach 100 Kilometern. Wer die Batterien danach nicht mehr auflädt, der wird nicht mehr ganz so sparsam unterwegs sein. Für ein Auto mit 300 PS Leistung gehen die von uns ermittelten 6,8 Liter pro 100 Kilometer aber dennoch in Ordnung.

Dank des Allradantriebs kommt man auch bei jeder Witterung und abseits befestigter Straßen noch gut voran, zudem kann auch die 8-Gang-Automatik mit immer passenden Schaltvorgängen aufwarten.

Mit dem Schaltstick auf der Mittelkonsole kann man zudem auch im Rekuperationsmodus unterwegs sein und so etwas an Energie zurückgewinnen. Wer möchte, kann auch via Schaltwippen am Lenkrad die Gänge selbst sortieren.

Der neue Grandland verfügt zudem über eine sehr harmonische Abstimmung, die viel Komfort bietet, dennoch ist auch die Straßenlage grandios.

Hier hilft der tiefe Schwerpunkt sehr gut, um eine satte Lage am Asphalt zu vermitteln. Auch die Sicherheitsausstattung lässt keine Wünsche offen.

Der Grandland bietet vom adaptiven Tempomat bis zum Matrix-LED-Licht alles, was das tägliche Leben sicherer macht. Vor allem in der dunklen Jahreszeit können die neuen Scheinwerfer des Grandland auf ganzer Linie überzeugen.

Unser Test mit dem Opel Grandland Plug-in-Hybrid hat gezeigt, dass er mit dem Facelift im Detail nochmals deutlich besser geworden ist. Nicht nur die neue Optik innen wie außen, auch das neue Matrix-LED-Licht und die Fahrleistungen können überzeugen.

Was uns gefällt:

Das Design, die Ausstattung, der Fahrkomfort, der Antrieb, die Automatik, der Verbrauch, die Straßenlage

Was uns nicht gefällt:

Das nur durchschnittliche Platzangebot im Fond, das Kofferraumvolumen

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 3
Kofferraum : 3-
Ablagen: 2
Übersichtlichkeit: 2

Weitere Infos zu Opel unter www.opel.at

Technische Daten Opel Grandland Plug-in-Hybrid:

Opel Grandland Plug-in-Hybrid 300 Ultimate
Testwagenpreis ohne Extras € 58.219,00
Testwagenpreis mit Extras € 59.931,88
davon Steuern € 9.988,64
Technische Daten
Zylinder 4
Hubraum in ccm 1.598
Leistung PS/KW 200/147
Max. Drehmoment Nm/bei U/min 300/3.000
Systemleistung PS/KW 300/221
Getriebe 8 Gang Automatik
Antriebsart Allradantrieb
Fahrleistung und Verbrauch
0 – 100 km/h in sek. 6,1
Höchstgeschwindigkeit in km/h 235
Durchschnittsverbrauch in Liter 1,2 – 1,3
CO2 Ausstoß pro km in Gramm 29 -31
Abmessungen und Gewichte
Länge in cm 447,7
Breite in cm 190,6
Höhe in cm (inkl. Dachgalerie) 163
Radstand in cm 267,5
Kofferraumvolumen in Liter 390 – 1.528
Tankinhalt in Liter 43
Leergewicht in kg 1.876
Zulässiges Gesamtgewicht in kg 2.370
Max. Zuladung in kg 494