Opel Insignia 2,0 CDTI - Testbericht

Der frisch geliftete Opel Insignia zeigt in unserem Test, wie sich die Kombination aus Fließheck, Dieselmotor, Allradantrieb und Automatik macht.

Ende 2013 hat Opel den Insignia in einer stark überarbeiteten Version auf den Markt gebracht. Er wirkt jetzt noch hochwertiger und hat auch markantere Leuchteinheiten erhalten. Nach wie vor lässt sich der Insignia dabei in fast unzähligen Kombinationen aus Karosserie, Motorisierung, Antrieb und Ausstattung konfigurieren und bietet für jeden Geschmack die passende Version.

Für unseren Test haben wir den Insignia als sportliche Fließhecklimousine gewählt und ihn mit der Topausstattungslinie "Cosmo", dem 163 PS starken Dieselmotor, Allradantrieb und Automatikgetriebe kombiniert. So sollte man zu jeder Jahreszeit sehr komfortabel und sparsam an sein Ziel kommen. Der Preis für den vielseitig einsetzbaren Insignia liegt bei 36.090 Euro.

Im Preis enthalten sind unter anderem das adaptive Fahrlicht AFL+ inkl. Bi-Xenon-Scheinwerfer, Fernlichtassistent und LED-Tagfahrlicht, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, das Sicht-Paket, ein Tempomat, ein Audiosystem und noch vieles mehr.

Den Sprung Richtung Premium wagt unser Testfahrzeug mit einer Fülle an Extras. Mit an Bord waren die Premium Nappa-Vollleder-Ausstattung inkl. klimatisierten Sitzen, das Winterpaket inkl. Lenkradheizung, das Navi 900 Europa mit 8"-Touchscreen und sieben Premium-Lautsprechern, elektrisch anklappbare Außenspiegel, das digitalisierte 8"-Instrumentendisplay, Nebelscheinwerfer, das Open&Start System, eine Einparkhilfe vorne und hinten, eine Rückfahrkamera, 19"-Leichtmetallfelgen, die Solar Protect Wärmeschutzverglasung und eine Metallic-Lackierung. Der Gesamtpreis klettert damit auf 45.277,40 Euro und unterstreicht den Premium-Charakter des Opel-Mittelklassemodells.

Im Innenraum versprüht der Insignia dann auch jede Menge Luxus, und man hat das Gefühl, in einem Fahrzeug einer höheren Klasse zu sitzen. Vor allem die optionalen Ledersitze mit Klimatisierung bieten besten Komfort und verfügen auch über das AGR (AktionGesunderRücken)-Gütesiegel. Die Neugestaltung der Armaturen inkl. der nun recht aufgeräumten Mittelkonsole fällt ebenfalls positiv auf. Das digitalisierte Instrumentendisplay zeigt eine Fülle an Informationen an und wirkt sehr modern.

Auch die Touch-Bedienung der Klimatisierung ist gut gelungen, ebenso das neue 8"-Touchscreen-Display, dessen Funktionen auch über ein Touchpad zwischen den Vordersitzen gesteuert werden können. Das Navigationssystem selbst verfügt über eine schöne Darstellung, die Zieleingabe hat aber noch großes Verbesserungspotential. Man sollte zwar die gewünschte Adresse in einer einzigen Zeile eingeben können, man bekommt dann aber nur selten das gewünschte Ziel als Ergebnis.

Positiver stimmt uns dann wieder das Platzangebot, welches zwar in der zweiten Reihe nicht ganz so großzügig ausgefallen ist, dafür kann der Insignia mit 530 Liter Kofferraumvolumen glänzen. Durch das Fließheck ist auch die Beladung sehr angenehm, und man hat so fast das Platzangebot eines Kombis mit der Schnittigkeit einer Limousine kombiniert.

Den Spagat zwischen Sportlichkeit und Wirtschaftlichkeit sollte dann auch der 2,0 CDTI ECOTEC Dieselmotor mit einer Leistung von 163 PS (120 kW) schaffen. Der 4-Zylinder verfügt über ein maximales Drehmoment von 350 Nm, welches zwischen 1.750 und 2.500 U/Min geliefert wird.

Gleich nach dem Start verrichtet der Motor seine Arbeit noch recht brummig, erst wenn man das gewünschte Tempo erreicht hat, gewinnt der Motor an Laufruhe und drosselt seine Geräuschkulisse. Die 6-Gang-Automatik wechselt die Gänge stets sehr sanft, jedoch nicht sehr schnell. Dafür reagiert sie auf den Wunsch des Fahrers sehr flott, und man kann auch Überholmanöver in akzeptabler Weise durchführen. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen 10,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h.

Im normalen Betrieb zeigt sich der Insignia sehr komfortabel, ermöglicht aber durchaus auch eine sportliche Fahrweise. Vor allem, wenn man die Sport-Taste in der Mittelkonsole drückt und der Insignia nicht nur seine letzten Leistungsreserven freisetzt, sondern auch die Gasannahme direkter ist, die Lenkung noch präziser wird und die Gänge weiter ausgedreht werden. Dann verwandelt sich die Fließhecklimousine zu einem kleinen Sportler und bietet jede Menge Fahrspaß. Dank dem Allradantrieb wird die Kraft auch jederzeit gut auf die Straße gebracht, und der Insignia fährt sich wie auf Schienen.

Trotz aller Sportlichkeit bleibt der große Opel beim Verbrauch recht sparsam, die vom Werk versprochenen 6,2 Liter Durchschnittsverbrauch sind dabei sogar in der Realität locker zu erreichen. In unserem Test hat sich der Insignia nämlich mit 6,4 Liter begnügt, obwohl wir durchaus auch die Leistung öfters abgerufen haben. Für ein Auto dieser Klasse mit Automatikgetriebe und Allradantrieb ist der Verbrauch auf jeden Fall ein guter Wert.

Die Auffrischung hat dem Insignia auf jeden Fall sehr gut getan. Er präsentiert sich nämlich nicht nur optisch dynamischer und moderner, er ist auch im Innenraum eine Klasse besser geworden. Man fühlt sich auf Anhieb wohl, und die Kombination aus feinster Ausstattung mit sparsamem Motor hat was für sich.

Auch wenn der Insignia kein Schnäppchen ist, so bietet er einen hohen Gegenwert für sein Geld. Vor allem Familien und Vielfahrer werden ihre Freude mit der sehr harmonisch abgestimmten Mittelklasselimousine haben.

Auch die Kombination aus Fließheck, Allradantrieb, Diesel und Automatik kann als sehr gelungen bezeichnet werden, und man ist für so gut wie alle Fälle bestens gerüstet.

Was uns gefällt:

die gute Ausstattung, die klimatisierten Sitze, das Kofferraumvolumen, das Design, der Motor

Was uns nicht gefällt:

das Platzangebot im Fond, das Navi, welches nur selten den Ort findet, den man möchte

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1-
Fahrleistung: 2
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2-
Kofferraum: 1
Ablagen: 2

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