Crossover Peugeot 3008 im Test

Der Basispreis liegt bei 21.990 Euro.

Die Doppelnull in der Typenbezeichnung steht beim Peugeot 3008 für eine neue Baureihe, die kürzer als der Kombi 308 SW und die Limousine 308, aber höher als beide ausfällt. Damit bietet die neue Reihe mehr Innenraumvolumen und die höhere Sitzposition, die diese Fahrzeugklasse auch in Österreich immer noch wachsen lässt. Im Juni kommt der erste Crossover der französischen Löwenmarke in den Handel.

Peugeot will mit dem 3008 die besten Eigenschaften von Sports Utility Vehicles (SUV), Vans, Kombis und Limousinen unter einen Blechhut bringen. Dabei entstand eine Karosse (nach dem One-Box-Design) mit der weit nach vorn reichenden Windschutzscheibe eines Vans, der hohen Sitzposition eines SUV und einem großen Raumangebot, welches das der Limousine überragt und einem Laderaum von 432 bis 1241 Liter , der nur von dem der SW-Variante übertroffen wird. Dazu kommen eine große Flexibilität des Innenraums und viele Ablageflächen . Der Innenraum selbst orientiert sich in Anmutung, Gestaltung und Qualität an Limousinen-Maßstäben.

Wie bei Peugeot seit Jahren üblich, wird der Bug vom Haifischmaul des Lufteinlasses dominiert. Allerdings wirkt das dank der weit in den Bug und in die Flanke hineingezogenen Scheinwerfer und die Gliederung durch senkrechte und waagerechte Chromstreben nicht mehr so bedrohlich wie einst, sondern angesichts des Fahrzeugvolumens angemessen stark. Die Seitenlinie wird bestimmt vom flach abfallenden Dach, so dass auch dem 3008 das kantige Erscheinungsbild eines klassischen SUV erspart bleibt. So steht er trotz seiner Länge von 4,37 Meter und seiner Höhe von 1,64 Meter noch mit elegant-sportlichem Peugeot-Erscheinungsbild zwischen 308 und dem dazugehörigen Kombi da.

Den 3008 bietet Peugeot mit drei Motoren zur Auswahl an - die Benziner 1.6 Liter VTi mit 88 kW / 120 PS und 1.6 Liter THP mit 115 kW / 156 PS , die in Kooperation mit BMW entstanden sind. Wir entschieden uns bei der ersten Probefahrt für den Zwei-Liter-Diesel mit 110 kW / 150 PS und einem maximalen Drehmoment von 340 Newtonmeter , der vom Modellstart an zur Verfügung steht. Damit schafft der leer mehr als 1.600 Kilogramm schwere 3008 die 100 km/h nach 9,7 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 195 km/h . Sein Durchschnittsverbrauch (nach EU-Norm) liegt bei 5,7 Liter . Das entspricht einer Kohlendioxidemission von 146 Gramm pro Kilometer.

An einem Peugeot-Diesel gibt es nur äußerst selten etwas auszusetzen. Auch im 3008 verrichtet er in Zusammenarbeit mit dem Sechs-Gang-Getriebe sauber seine Arbeit, ohne Anfahrschwäche, locker hochdrehend und angenehm leise . Motor, Lenkung und Fahrwerk lassen aus dem 3008 einen angenehmen Reisewagen werden. Dabei kommt dem 3008 sein dynamischer Wankausgleich zur Hilfe, der den Wagen aktiv in der Waagerechten hält. In den engen Straßen zeigten sich auch die Vorzüge der besseren Übersicht wegen der höheren Sitzposition und der kürzeren Fahrzeuglänge . Sein Wendekreis erweist sich mit rund zwölf Metern dabei ebenfalls als hilfreich.

Hilfreich ist auch die zweigeteilte Heckklappe . Der untere Teil lässt sich auf eine Ebene mit dem Ladeboden herunterklappen. Die Ladekante rutscht so auf nur 71 Zentimeter. Der Ladeboden lässt sich in der Höhe verstellen. Auch das ist nützlich. Die Nutzlast allerdings lässt zu wünschen übrig. Mit rund 475 Kilogramm liegt sie für einen Fünfsitzer dieser Klasse eher niedrig.

Den 3008 bietet Peugeot in drei Ausstattungsvarianten , wobei auch das Einsteigermodell schon recht komplett ausgestattet daherkommt. Ab der mittleren Variante zählt auch das große Panorama-Glasdach zur Serienausstattung. Auch einiges an für diese Klasse ungewöhnlicher Technik ist an Bord. Dazu zählt ein Head up-Display , das wichtige Informationen in die Frontscheibe projiziert , die intelligente Traktionshilfe "Grip Control" als Zusatzfunktion des ESP und ein Abstandswarner.

Die Preise für den schwächeren Benziner beginnen bei 21.990 Euro . Für den schwächeren Diesel muss man 24.990 Euro bezahlen.

auto-reporter

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