Peugeot 4007 Platinum HDi 155 im Test

Viel Durchzug bei wenig Durst

Der 4007 ist das erste SUV von Peugeot und basiert auf dem Mitsubishi Outlander. Markentypisch und deutlichstes Unterscheidungsmerkmal beim Franzosen ist der schon riesig zu nennende Kühlergrill. Mit dem 2,2-Liter-Turbodiesel aus eigenem Hause, der inzwischen auch im Mitsubishi angeboten wird, ist der 4,64 Meter lange Allradler bestens bestückt.

In der Ausstattungslinie Platinum glänzt der 4007 mit einem Hauch von Luxus. Neben Ledersitzen , elektrisch verstellbarem Fahrersitz und Sitzheizung sowie abgedunkelten hinteren Seitenscheiben und Heckfenster gehören Leichtmetallfelgen , eine Einparkhilfe hinten , ein 6-fach-CD-Wechsler und Xenon-Scheinwerfer zum Auto. Bereits ab Basisversion sind ein Notbremsassistent , Bordcomputer , Multifunktionslenkrad , Geschwindigkeitsregelanlage und Vorhangairbags mit an Bord.

Der Turbodiesel des Geländewagens mit Partikelfilter (FAP) überzeugt auf der ganzen Linie und gehört zu den großen Stärken des Franzosen mit den japanischen Wurzeln. Der 2,2-Liter-Vierzylinder überzeugt ab 1.400 Umdrehungen mit ordentlichem Durchzug und entwickelt ein maximales Drehmoment von 380 Nm. Der sechste Gang dient nicht nur als Overdrive, sondern wartet ebenfalls mit guten Beschleunigungswerten über das breit nutzbare Drehzahlband auf. Mit einem Durchschnittsverbrauch nach Euro-Norm von 7,3 Litern auf 100 Kilometern gehört das SUV mit dem Löwen im Emblem zu den sparsameren Vertretern seiner Gattung.

Die Lenkung setzt die Fahrerbefehle zügig um, die Bremsen sprechen ebenfalls spontan an. Die Federung gehört zu der etwas strafferen Sorte. Das ESP spricht schnell und zuverlässig an. Die Rücksitzbank mit neigungsverstellbaren Lehnen lässt sich mit einem einfachen Griff elektrisch umklappen. Die in der dritten Reihe im Kofferraum versenkbaren Sitze 6 und 7 taugen allerdings nur für den Notfall oder für die Mitnahme kleiner Kinder, da trotz der Verschiebbarkeit der Rücksitzbank die Kniefreiheit sehr eingeschränkt bleibt. Ein wenig mehr Seitenhalt wünscht man sich von den vorderen Ledersitzen.

Serienmäßig verfügt der 4007 über ein All Wheel Control (AWC) genanntes Allradsystem . Es verteilt die Antriebskraft variabel mit bis zu maximal 55 Prozent an die Hinterachse. Neben reinem Frontantrieb kann alternativ noch eine Differenzialsperre für die gleichmäßige Kraftverteilung auf alle vier Räder zum Anfahren auf rutschigem Untergrund.

Fazit: Motor und Ausstattung bilden im 4007 Platinum HDi FAP 155 eine gelungene Kombination. Das erste SUV der Marke ist für Peugeot vor allem ein wichtiger Imageträger. Weltweit wollen die Franzosen etwa 15.000 Stück davon pro Jahr verkaufen.

Auto Reporter

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