Porsche Cayenne S Transsyberia im Test

Sportlicher Auftritt in der rallyeerprobten Farbkombination schwarz/orange.

Eigentlich ist der Cayenne ja ein Geländewagen , aber wer will schon mit einem Porsche ins Gelände? Aller Skepsis zum Trotz: Unwegsamkeiten in wilder Natur sind für einen Cayenne aus dem Hause Porsche kein Problem. Wer mit ihm die Transsyberia-Rallye von Moskau in die Mongolei gefahren ist, der hat dies aus nächster Nähe erlebt. Inzwischen bietet Porsche von seinem speziell aufgebauten Cayenne S Transsyberia eine sportlich orientierte Variante zwischen dem Cayenne S und dem Cayenne GTS an.

Wie das Wettbewerbs-fahrzeug basiert der Cayenne S Transsyberia auf dem Cayenne S, ist aber mit dem 405 PS starken V8-Triebwerk aus dem Cayenne GTS ausgerüstet. Mit der ebenfalls aus dem Cayenne GTS stammenden verkürzten Achsübersetzung bietet der Cayenne S Transsyberia ein Plus an Agilität gegenüber dem konventionellen Cayenne S. Dies ist spürbar, wenn man beide Modelle im direkten Vergleich fährt und wird zusätzlich von der Sportabgasanlage akustisch untermalt. Als Empfehlung darf die aufpreispflichtige Sechsgang-Automatik Tiptronic S gelten, die nicht nur gegenüber dem manuellen Schaltgetriebe den Fahrkomfort erhöht, sondern auch die Leistung des 4,8-Liter V8-Motor harmonischer überträgt. Den oftmals wichtigen Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h bewältigt der Cayenne S Transsyberia schneller als der Cayenne S, auch dies ist erfahrbar. Dass die Höchstgeschwindigkeit mit 253 km/h etwas über dem Cayenne S liegt, sei nur der guten Ordnung halber erwähnt.

Der Cayenne S Transsyberia fährt ebenso souverän auf der Autobahn wie im Gelände , daran hat auch der permanente Allradantrieb einen großen Anteil. Wie bei allen anderen Cayenne-Modellen leitet er im Basismodus 62 Prozent des Motor-Drehmoments an die Hinterräder und 38 Prozent an die Vorderräder. Über eine elektromotorisch betätigte und elektronisch geregelte Lamellenkupplung kann das Verteilungsverhältnis je nach Fahrsituation variiert und bei Bedarf auch 100 Prozent nach vorne oder hinten geleitet werden. Die kennfeldgeregelte Längssperre und die Differentialsperre an der Hinterachse reagieren nicht nur auf mangelnde Traktion an den Rädern. Sensoren messen auch die Geschwindigkeit, die Querbeschleunigung, den Lenkwinkel und die Gaspedalstellung. Wer die Offroad-Fähigkeiten noch steigern will, für den gibt es eine Quersperre im aufpreispflichtigen Offroad-Technikpaket .

Wer mit dem Cayenne S Transsyberia vorfährt, hat in der rallyeerprobten Farbkombination schwarz/orange einen sportlichen Auftritt. Neben den seitlichen Schriftzügen "Cayenne S Transsyberia" (auf Wunsch ohne Aufpreis) sind nicht nur die 18-Zoll-Cayenne-S-II-Räder in der Kontrastfarbe orange lackiert, sondern auch die Lamellen des Lufteinlassgitters an der Front, die Außenspiegelgehäuse und das Oberteil des verlängerten Dachspoilers mit feststehendem Doppelflügelprofil. Ganz Profi-like: Ohne Aufpreis werden dem Cayenne S Transsyberia die markanten Offroad-Dachscheinwerfer mitgeliefert, die allerdings in manchen Ländern im öffentlichen Straßenverkehr nicht zugelassen sind, sich aber als Eyecatcher erweisen. Im Innenraum gibt es Sportsitze , der Transsyberia hat die Sitzanlage aus dem GTS, eine Alcantara-Ausstattung sowie Zierleisten auf dem Armaturenträger und Türen, Zifferblätter, Gurte und Fußmatten mit dem farbigen Keder in der Kontrastfarbe Orange. Auch wenn das Lenkrad aufgepolstert ist, könnte es griffiger sein. Da hilft auch die aus dem Motorsport bekannte 12-Uhr-Markierung auf dem Lenkradkranz nichts.

Fazit

Aus rein technischer Sicht (erhöhte Motorleistung, Getriebe- und Fahrwerksabstimmung) ist der Cayenne S Transsyberia eine Versuchung Wert, insbesondere dann, wenn man häufiger auf unwegsamen Pfaden zu Hause ist. Nur gut, dass es den Porsche Cayenne S Transsyberia auch ohne die auffällige Kontrastfarbe Orange gibt.

auto-reporter

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