Seat Altea Freetrack - Testbericht

Der Altea Freetrack zeigt als Sondermodell "Bergfex" in unserem Test, dass Van und SUV durchaus perfekt kombiniert werden können.

Als neues Sondermodell "Bergfex" ist der Altea Freetrack 4Drive noch robuster ausgeführt und verbindet perfekt die Vorzüge von Van und SUV. Der Offroad-Look steht dem Van dabei besonders gut, die grauen Schutzleisten rundum schützen vor Kratzern bei Offroad-Fahrten ebenso wie am Supermarktparkplatz.

Als einzig mögliche Motorisierung steht der bewährte 2,0 Liter TDI mit 140 PS zur Verfügung, und inklusive guter Ausstattung kommt der Altea Freetrack 4Drive Bergfex damit auf lediglich 27.544 Euro. Im Preis enthalten sind schon ABS, ESP, sechs Airbags, der Allradantrieb, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, Tempomat, das Soundsystem 2.0, elektrische Fensterheber vorne und hinten, 17"-Alufelgen und noch vieles mehr.

Als Extras hatten wir dann noch die Cady-Weiß-Lackierung, abgedunkelte Scheiben ab der B-Säule, eine Sitzheizung vorne und das Techik-Paket inkl. Navigationssystem. Der Gesamtpreis liegt bei 30.146,12 Euro und ist damit auf dem Niveau eines Kompaktwagens mit ähnlicher Ausstattung angesiedelt.

Dafür bietet der Altea Freetrack aber wesentlich mehr Platz als ein Kompaktfahrzeug. Selbst in der zweiten Reihe finden groß gewachsene Personen noch viel Platz, und auch das Kofferraumvolumen kann sich mit 593 bis 1.604 Liter sehen lassen. Viele praktische Ablagen helfen, einen geeigneten Platz für kleine Utensilien zu finden. Ein Traum sind auch die Sportsitze, die perfekten Seitenhalt geben und zudem sehr bequem sind.

Auch wenn der Altea schon in die Jahre gekommen ist, wirkt auch der Innenraum noch extrem frisch und modern. Die Armaturenlandschaft ist sehr dynamisch gestaltet, und die Mittelkonsole fließt wie ein Wasserfall Richtung Mitteltunnel, wodurch die dort angeordneten Schalter und Tasten gut erreichbar sind. Auch bei der Bedienung gibt der Altea Freetrack keine Rätsel auf, und man findet sich sofort gut zurecht. Lediglich die Anordnung der Spiegelverstellung in der Mittelkonsole ist nicht ganz so logisch wie der Rest.

Einen sehr guten Eindruck macht die Verarbeitung im Van mit Offroad-Charakter, und auch die verwendeten Materialien sind der Preisklasse entsprechend sehr gut. Der strukturierte Überzug der Armaturenlandschaft lässt dabei in Kombination mit den Dekorelementen in Alu-Optik und dem griffigen Lederlenkrad die Innenraumgestaltung recht sportlich wirken.

Sehr gut passt auch der 2,0 Liter TDI dazu, dessen Leistung bei 140 PS (103 kW) liegt. Sein maximales Drehmoment von 320 Nm liefert der Motor zwischen 1.750 und 2.500 U/min. Dabei liefert der Motor gleich zum Start schon viel Kraft und kommt ganz ohne Turboloch aus. In 10,2 Sekunden sprintet der knapp 450 cm lange Van von 0 auf 100 km/h und ist bis zu 193 km/h schnell.

Das manuelle 6-Gang-Getriebe ist dabei sehr harmonisch abgestuft und lässt sich auch butterweich schalten. Die Gangempfehlungsanzeige mahnt immer recht früh den nächst höheren Gang ein, wodurch man auch sparsam unterwegs ist.

Im Schnitt haben wir pro 100 Kilometer rund 6,5 Liter benötigt, dabei aber nicht auf die vorzüglichen Fahrleistungen verzichtet. Wer sich etwas zurück hält, der kann sicher in die vom Werk versprochene Verbrauchsregion von 5,9 Liter vordringen. Der Verbrauch geht aber in Anbetracht von Fahrzeuggröße, Leistung und die durch die etwas höhere Bodenfreiheit verschlechterte Aerodynamik in Ordnung.

Durch die höher gelegte Karosserie macht der Altea Freetrack Bergfex seinem Namen alle Ehre und ist auch abseits befestigter Straßen gut einsetzbar. Der automatische Allradantrieb leitet die Kraft immer souverän dort hin, wo sie gerade benötigt wird. So kommt man auch gut in gröberem Gelände voran und kann dank der höheren Bodenfreiheit auch größere Unebenheiten überwinden.

Trotzdem bleibt der Altea Freetrack auch eine sehr komfortable Reiselimousine und bietet ein hohes Maß an Fahrkomfort. Langstrecken werden mit dem geräumigen Spanier so zum kurzweiligen Vergnügen. Bodenunebenheiten werden perfekt weggefiltert, und auch die Geräuschdämmung kann sich sehen lassen. Weder bei voller Beschleunigung noch bei hohem Tempo dringen unangenehme Geräusche in den Innenraum vor.

Dank dem Allradantrieb und dem für einen Van eher niedrigen Schwerpunkt liegt der Altea Freetrack aber auch sehr gut auf der Straße, und man kann hohe Kurvengeschwindigkeiten realisieren, ohne dass den Passagieren der Schweiß auf die Stirn gejagt wird. Auch wenn der Altea Freetrack sehr groß wirkt, ist er sehr handlich zu bewegen und dank der leichtgängigen Lenkung auch in der Stadt gut zu dirigieren. Dank der großen Fensterflächen ist er zudem recht übersichtlich, die Einparkhilfe hinten unterstützt zusätzlich, wenn es mal besonders eng ist und auf jeden Millimeter ankommt.

In unserem Test hat der Altea Freetrack TDI 4Drive Bergfex gezeigt, dass er ein Auto mit vielen Stärken, aber kaum Schwächen ist. Wir hätten schon gedacht, dass der Zahn der Zeit an ihm genagt hat, doch der Altea Freetrack präsentiert sich rundum so frisch und modern, dass man glauben könnte, er wäre gerade erst neu auf den Markt gekommen.

Auch wenn er bei den Assistenzsystemen nicht ganz mithalten kann, so vereint er perfekt die Vorzüge eines Vans mit der Vielseitigkeit eines SUV. Das gute Preis/Leistungsverhältnis spricht ebenfalls für den Van, günstiger bekommt man kaum einen Allrad-Van im Offroad-Look mit einer solch überkompletten Ausstattung. Der kräftige Motor bietet zudem genug Fahrspaß bei immer noch sparsamem Verhalten, und auch beim Thema "Fahrkomfort" kann der Altea Freetrack mit jeder Mittelklasselimousine mithalten.

Was uns gefällt:

das Preis/Leistungsverhältnis, der Komfort, die Ausstattung, die bequemen Sitze, der kräftige Motor

Was uns nicht gefällt:

die Mittelarmlehne ist zu tief und zu weit hinten positioniert

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1-
Fahrleistung: 1-
Fahrverhalten: 1-
Verarbeitung: 1-
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1
Ablagen: 1

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