Subaru Forester 2,0i e-Boxer Sport Edition – Testbericht

Die neue Generation des Subaru Forester ist jetzt auch in einer Sport Edition erhältlich. Wir verraten in unserem Test, wie diese Ausstattung zum geräumigen SUV passt.

Subaru hat eine lange Motorsporttradition und konnte mit dem Impreza WRX und STi auch abseits der Rallye-Pisten sportlich orientierte Fahrer ansprechen.

In den letzten Jahren hat Subaru aber seine sportlichen Wurzeln immer mehr in den Hintergrund gestellt. Mit dem Forester Sport Edition möchte Subaru jetzt zumindest optisch wieder mehr Sportlichkeit in seine Modellpalette bringen.

Der geräumige SUV wirkt auf jeden Fall in der Sport Edition deutlich dynamischer und erinnert sofort wieder an alte Impreza STi-Zeiten.

So gibt es einen schwarzen Kühlergrill und weitere schwarze Anbauteile bei der Außenoptik, die durch Zierelemente in Orange einen passenden Kontrast erhält. Auch die 18“-Alufelgen in Dark Metallic stechen bei der Sport Edition des Foresters ins Auge.

Preislich startet der Subaru Forester, der ausschließlich mit dem 2,0 Liter e-Boxer-Motor erhältlich ist, bei 43.990,- Euro.

Als einzige Option gibt es um 750,- Euro eine Metallic-Lackierung, alles andere ist schon serienmäßig an Bord.

Unter anderem verwöhnt der SUV mit Voll-LED-Scheinwerfern mit Kurvenlicht, einem elektrischen Glasschiebedach, einen 8“-Touchscreen inkl. Navigationssystem, dem X-Mode Offroad-Assistenten, 18“-Alufelgen, einem beheizbaren Lederlenkrad, beheizbaren Vordersitzen mit elektrischer Verstellung und Memory für den Fahrer, einem schlüssellosen Zugang und einer umfangreichen Sicherheitsausstattung.

Sportlich gestalteter Innenraum

Der Innenraum wirkt ebenfalls sehr sportlich. Sehr gut stehen dem Forester die Dekorelemente in Orange, die großzügig über den Innenraum verteilt sind.

Auch Ziernähte an Sitzen, Türen, Armaturen und Lenkrad sind in Orange gehalten. Die Sitze selbst haben einen speziellen Stoffbezug, der sogar wasserfest ist. Subaru zeigt im Forester auch sehr deutlich, wie schön und hochwertig Plastik sein kann.

So haben die Plastikelemente der Tür den Look von Carbon erhalten. Der Innenraum wirkt damit in Kombination mit Klavierlack und einigen Chrom-Zierelementen auch sehr hochwertig.

Die Verarbeitung ist auf Premium-Niveau angesiedelt, und man fühlt sich auf Anhieb wohl. Ein Highlight ist auch die einfache Bedienung, man findet sich sofort zurecht und kennt sich aus.

Das Navi könnte vielleicht über eine modernere Darstellung der Karten verfügen, lässt sich aber kinderleicht bedienen. Zudem gibt es Schnellwahltasten und auch noch einen klassischen Drehknopf für die Lautstärkenregelung.

Eine Klasse für sich ist das Platzangebot im Forester. Egal ob erste oder zweite Reihe, es gibt in jede Richtung viel Raum. Durch die hohe Bauweise ist auch die Kopffreiheit auf allen Plätzen ein Traum, wer will könnte sogar ganz elegant mit Zylinder am Kopf reisen, und damit einen krassen Kontrast zum sportlichen Design von Exterieur und Interieur setzen.

Perfekte Rundumsicht

Ein weiterer Vorteil der Bauweise sind die großen Fensterflächen, die einen hervorragenden Rundumblick ermöglichen. Im Vergleich zu manch neuen Autos, deren Scheiben gefühlt nur so groß wie Schießscharten sind, ist es eine wahrliche Wohltat, mit dem Forster unterwegs zu sein.

Man hat das Gefühl, im Panoramalift zu sitzen und rundum alles ungefiltert zu sehen. Für Reisen und Freizeitaktivitäten gibt es auch ein großes Gepäckabteil, welches zwischen 509 und 1.751 Liter Fassungsvermögen hat.

Die elektrische Heckklappe ist zudem sehr praktisch, und man kann auch auf Knopfdruck im Kofferraum die Rücksitze umklappen.

Während die Optik der Sport Edition deutlich dynamischer ist, hat man bei der Leistung alles wie bei den anderen Forester-Versionen gelassen.

Es werkt ein 2,0 Liter-4-Zylinder-Boxermotor mit Mild-Hybrid-Technologie unter der Haube. Der 150 PS (110 kW) starke Benziner liefert bei 4.000 U/Min ein maximales Drehmoment von 194 Nm.

Unterstützt wird er von einem 16,7 PS (12,3 kW) starken Elektromotor, der mit zusätzlichen 66 Nm Drehmoment von unten heraus aushilft.

Viel Kraft von unten heraus

In Kombination ergibt sich dadurch eine sehr angenehme Schubkraft von unten heraus, die den sportlichen Touch des Autos unterstreicht.

Die Schaltung erfolgt über die Lineartronic, ein spezielles CVT-Getriebe, welches auf Wunsch auch virtuelle Gänge bietet. Diese könne via Schaltwippen am Lenkrad abgerufen werden.

Vor allem bei voller Beschleunigung merkt man noch die Nachteile des CVT-Getriebes, und der Motor verweilt in einem recht hohen Drehzahlniveau. Wer die virtuellen Gänge nutzt, kann diesen Effekt etwas mindern.

Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen 11,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 188 km/h. Gefühlt wirkt die Sport Edition aber dennoch etwas agiler als unser letzter Subaru in Premium-Ausstattung.

Vielleicht hat man doch auch hier kleine Details der Motorcharakteristik geändert. Das Gleiche gilt auch für Fahrwerk und Federung, gefühlt ist der Forester Sport Edition noch satter auf der Straße gelegen.

Dank direkter Lenkung war auch das Handling sehr gut. Neben den Onroad-Qualitäten verfügt der Forester aber auch im Sport-Trimm über sehr gute Offroad-Talente.

Der permanente symmetrische Allradantrieb S-AWD leitet die Kraft perfekt auf alle vier Räder. Mit dem Allrad-Managementsystem X-Mode kann man zudem für jeden Untergrund die beste Traktion erhalten.

Gute Offroad-Eigenschaften

Dank der 220 mm Bodenfreiheit sind auch größere Böschungs- und Rampenwinkel im Vergleich zum Vorgänger bewältigbar.

Auch beim Verbrauch hält der Forester was Subaru verspricht, wir sind genau auf die 8,1 Liter Verbrauch gekommen, die auch das Werk für eine Fahrtstrecke von 100 Kilometern angibt.

Ein Highlight ist auch die Sicherheitsausstattung, der Forester verfügt über das Eye Sight-System, welches vom adaptiven Tempomat bis zum Querverkehrswarner alles bietet, was das Fahren einfacher macht. Eine zusätzliche Kamera an der Seite hilft zudem, auch den Randstein beim Einparken perfekt im Blick zu haben.

Der Forester Sport Edition ist auf jeden Fall eine Bereicherung der Subaru-Modellpalette. Er bietet eine sehr sportliche Optik, kann aber dennoch mit viel Luxus, Komfort und Sicherheit aufwarten. Das Highlight ist aber das Platzangebot, welches ihn zum idealen Familienwagen mit sportlichem Flair macht.

Was uns gefällt:

Das Platzangebot, der Fahrkomfort, die Geländegängigkeit, die Vielseitigkeit, der sportliche Look, das Preis/Leistungsverhältnis, die Sicherheitsausstattung

Was uns nicht gefällt:

Der kleine Tankinhalt von nur 48 Litern

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 2-
Fahrleistung: 2
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum : 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1

Weitere Infos zu Subaru finden Sie unter www.subaru.at

Technische Daten Subaru Forester:

Subaru Forester Sport Edition 2,0i e-BOXER

Testwagenpreis ohne Extras € 43.990,00
Testwagenpreis mit Extras € 44.740,00
davon Steuern € 11.351,94
Technische Daten
Zylinder 4
Hubraum in ccm 1.995
Leistung PS/KW 150/110
Max. Drehmoment Nm/bei U/min 194/4.000
Getriebe CVT-Automatik
Antriebsart Allradantrieb
Fahrleistung und Verbrauch
0 – 100 km/h in sek. 11,8
Höchstgeschwindigkeit in km/h 188
Durchschnittsverbrauch in Liter 8,1
CO2 Ausstoß pro km in Gramm 185
Abmessungen und Gewichte
Länge in cm 462,5
Breite in cm 181,5
Höhe in cm (inkl. Dachgalerie) 173
Radstand in cm 267,0
Kofferraumvolumen in Liter 509 – 1.779
Tankinhalt in Liter 48
Leergewicht in kg 1.682
Zulässiges Gesamtgewicht in kg 2.185
Max. Zuladung in kg 503