Subaru Levorg - Testbericht

Subaru hat mit dem Levorg einen Sportkombi im Angebot, der mit viel Sicherheit und Fahrspaß glänzen soll. Ob er die Erwartungen erfüllt, verraten wir im folgenden Test.

Mit dem Levorg hat Subaru seit drei Jahren einen Sportkombi im Programm, der zwischen Impreza und Legacy positioniert ist. Für das Modelljahr 2018 hat Subaru dem Levorg ein kleines Facelift spendiert und ihn auch technisch auf den neuesten Stand gebracht. Zur Serienausstattung zählt jetzt auch das Subaru EyeSight-Sicherheitspaket.

Optisch wirkt der Levorg wirklich sehr sportlich, alleine die Hutze auf der Motorhaube und der grimmige Blick verleihen dem Sportkombi viel Überholprestige. Bei der Motorisierung stellt Subaru die Kunden vor keine große Wahl, der Levorg wird bei uns nur mit dem 1,6 Liter 4-Zylinder-Boxermotor mit 170 PS (125 kW) in Kombination mit dem CVT-Getriebe "Lineartronic" angeboten. Dafür stehen drei Ausstattungslinien zur Wahl, der günstigste Levorg startet bei 29.990 Euro, wir haben für unseren Test aber das Topmodell, den GT-S Exclusive um 38.990 Euro gewählt.

Auf den ersten Blick ist der Subaru damit kein Schnäppchen, wirft man aber einen Blick auf die Serienausstattung, relativiert sich der Preis sehr schnell. Als einzige Option bleibt nämlich nur noch die Metallic-Lackierung um 490 Euro übrig, mit der unser Test-Levorg einen Gesamtpreis von 39.480 Euro hatte. Sonst ist alles mit an Bord, was man sich in dieser Klasse wünschen kann. Unter anderem gibt es neben dem EyeSight-Assistenzpaket noch LED-Scheinwerfer, ein elektrisches Glasschiebedach, das Subaru Starlink Infotainmentsystem mit 7"-Touchscreen und Navigation, eine Frontkamera, eine Rückfahrkamera, Ledersitze, den Spurwechsel- und Querverkehrassistent, einen Fernlichtassistent, den Smart Rear View Mirror, Sitzheizung vorne, eine Berganfahrhilfe, 18"-Alufelgen, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem und noch vieles mehr.

So sportlich die Karosserie wirkt, so dynamisch zeigt sich auch der wohnliche Innenraum des Levorg. Der Mix aus sportlich gestaltetem Armaturenträger, Dekoreinlagen im Alu-Look und Ledersitzen mit blauen Kontrastnähten steht dem Japaner ausgezeichnet. Die blauen Kontrastnähte finden sich auch am Armaturenträger, dem Automatikwählhebel, dem Lenkrad, den Türen und der Mittelarmlehne. Sehr übersichtlich zeigen sich die Armaturen, und trotz vieler Knöpfe am Sportlederlenkrad findet man sich auf Anhieb gut zurecht.

Der 7"-Touchscreen kann ebenfalls mit einer einfachen Bedienung überzeugen, und das vor der Windschutzscheibe oberhalb des Touchscreens positionierte Info-Display zeigt zusätzlich nützliche Informationen an. Sehr praktisch: Legt man den Retourgang ein, findet man das Bild der Rückfahrkamera im großen Touchscreen und das Bild der Frontkamera im kleinen Infodisplay - so hat man alles bestens im Blick.

Das Platzangebot ist für Fahrer und Beifahrer sehr großzügig dimensioniert, im Fond wird es durch den sportlichen Fahrzeugcharakter aber etwas enger, als man es bei einem 469 cm langen Kombi erwarten würde. Dafür steht mit 522 Liter Fassungsvermögen ein großer Kofferraum zur Verfügung, der durch Umklappen der Rückenlehnen auf bis zu 1.446 Liter erweitert werden kann.

Für spritzige Fahrleistungen soll der 1,6 Liter-4-Zylinder-Boxermotor mit 170 PS (125 kW) sorgen. Schon auf den ersten Metern merkt man, dass dieses Triebwerk deutlich agiler ist, als man es am Papier vermuten würde. Der Motor liefert zwischen 1.800 und 4.800 U/Min ein maximales Drehmoment von 250 Nm. So spürt man wirklich aus jedem Geschwindigkeitsbereich heraus eine enorme Schubkraft, vor allem wenn man in den Sport-Modus wechselt, in dem sich alle Systeme nochmals deutlich agiler zeigen. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen 8,9 Sekunden, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h. Überraschend gut harmoniert auch das CVT-Getriebe mit der sportlichen Fahrzeugauslegung.

Die "Lineartronic", wie Subaru das CVT-Getriebe nennt, ist mittlerweile sehr ausgereift und hat mit den früher im Einsatz befindlichen CVT-Getrieben kaum noch Gemeinsamkeiten, außer der Vorzüge, die es schon immer gegeben hat. In der neuen Generation haben die Techniker aber die Nachteile zu 98 % eliminiert. Wer die volle Leistung abruft, erlebt eine deutlich harmonischere Geräuschkulisse als früher. Die virtuellen Gänge vermitteln einem dabei das Gefühl, dass Schaltvorgänge vorgenommen werden, wodurch der Drehzahlmesser nicht mehr wie fixiert auf hohem Drehzahlniveau verweilt.

Die sportliche Auslegung des Subaru Levorg merkt man auch bei Fahrwerk und Federung. Die straffe Abstimmung wird Komfort-Fans zwar nicht ansprechen, wer aber ein äußerst agiles Fahrzeug mit sportlicher Auslegung sucht, wird mit dem Levorg seine Freude haben. Eine sehr direkte Lenkung und eine perfekte Straßenlage sprechen für den sportiven Kombi aus Japan. Dank dem Symmetrical AWD Allradantrieb wird auch die Kraft jederzeit perfekt auf alle vier Räder verteilt und somit in jeder Situation gut auf die Straße gebracht. Der 469 cm lange Kombi lässt sich so wirklich sehr agil bewegen und vermittelt deutlich mehr Fahrspaß, als man es vermuten würde. Selbst stärkere Autos stellt der Levorg durch die sportliche Abstimmung aller Systeme in den Schatten.

Wer den Levorg so bewegt, wie es seinem Naturell entspricht, der sollte mit einem Verbrauch von rund 9,4 Litern kalkulieren, womit der Wagen keinesfalls ein Sparmeister ist. Die vom Werk angegebenen 7,2 Liter sind nur schwer realisierbar.

Deutlich mehr als beim Verbrauch überzeugt der Levorg wieder bei der Sicherheitsausstattung. Vom Kollisionswarnsystem, über den aktiven Spurhalteassistenten bis zum adaptiven Tempomat ist alles an Bord, was das Autofahren angenehmer und sicherer macht. Sehr gut arbeitet auch der Querverkehrswarner, der ein wirklich hilfreiches Feature ist.

In unserm Test hat sich der Subaru Levorg als absolut sportlicher Familienkombi präsentiert und uns durchwegs gut gefallen. Er bietet eine überkomplette Ausstattung, enorm viel Fahrspaß und eine perfekte Straßenlage. Wer sich am höheren Verbrauch nicht stößt, der wird mit dem Levorg einen spaßigen Begleiter mit großem Kofferraum und viel Luxus bekommen. Zudem hebt man sich von der breiten Masse ab, was Individualisten ebenfalls ansprechen wird.

Was uns gefällt:

Das Design, die Ausstattung, die Straßenlage, die Agilität, das CVT-Getriebe, das Preis/Leistungsverhältnis

Was uns nicht gefällt:

Der Verbrauch ist zu hoch

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 4
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 3
Kofferraum: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1

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