Testbericht: Subaru Outback 2.5i

Das Modelljahr 2019 hält bei Subaru auch für den Outback einige Neuerungen parat. Daher haben wir den Allrounder zum Test geladen.

Der Outback gehört in der Flotte der Japaner zu den ältesten Zugpferden. Grund dafür ist sicherlich die gelungene Mischung aus Kombi und SUV, die ihn schon seit 1995 begleitet. Damit wird er gerade für Familien oder Freizeitsportler ein idealer Weggefährte, vor allem wenn der Aspekt der Geländegängigkeit gefordert ist. Denn typisch Subaru finden wir auch den Outback 2019 mit dem bewährten Symmetrical AWD-Antrieb, der uns auch auf unbefestigtem Terrain sicher vorwärts bringt.

Hinsichtlich der Motorisierung lässt uns der japanische Hersteller bei dem Crossover keine Wahl, denn der Outback ist nur mit einem 2,5 Liter-Boxer-Benziner erhältlich. Dafür stehen zwei Ausstattungsvarianten zur Verfügung. Neben der bereits umfassend ausgestatteten Basisversion Style gibt es noch die Premium-Variante, mit der unser Testwagen bestückt wurde. Der Kaufpreis startet in der Premiumversion bei 42.990 Euro, hinzu kommt in unserem Fall lediglich der Preis für die Metallic-Lackierung in der Höhe von 662 Euro. Somit landen wir bei einem Kaufpreis von 43.652 für einen topausgestatteten Crossover, der dank seiner Vielseitigkeit einiges zu bieten hat.

Um den persönlichen Outback noch ein wenig aufzuhübschen und für den Alltag anzupassen, gibt es eine übersichtliche Zubehörbroschüre, die gerade Hobbysportlern mit unterschiedlichen Trägersystemen für Fahrrad, Kajak, Schi- und Snowboard sehr entgegenkommt. Aber kehren wir wieder zurück zu der doch umfassenden Grundausstattung des Outback. Hier gehören unter anderem Voll-LED-Scheinwerfer, adaptives Kurvenlicht, elektrische Außenspiegel, elektrisch verstellbarer Fahrersitz, Sitzheizung vorne, Keyless Entry sowie eine elektrische Heckklappe bereits zum guten Ton.

Die Premium-Variante besitzt darüber hinaus ein elektrisches Glasschiebedach, 18-Zoll-Felgen und eine vollwertige Lederausstattung. Diese verleiht dem Subaru ein edles Interieur, zumal die Verarbeitungsqualität wirklich top ist. Vom Sitzkomfort her fühlt man sich rasch wie zuhause im Wohnzimmer, und nun kann sich auch der Beifahrer über eine elektrische Verstellmöglichkeit des Sitzes freuen. Wird der Outback von mehreren FahrerInnen genutzt, so ist die Memory-Funktion ein wirklich praktisches Feature.

Zu dem bereits angesprochenen Wohnzimmerfeeling gehört ein entsprechendes Unterhaltungsprogramm. Hier wird das serienmäßige Starlink-Infotainmentsystem mit 8-Zoll-Touchscreen durch 12 Lautsprecher aus dem Hause Harman/Kardon erweitert. Darüber hinaus hält der Subaru neben der Smartphone-Anbindung mittels Apple Car Play oder Android Auto ein Navigationssystem für uns parat. Das Infotainmentsystem lässt sich sehr einfach entweder per Spracheingabe oder auch über die Tasten am Multifunktionslenkrad steuern.

In dem Acht-Zoll-Display werden ebenso die Bilder der Front-, Seiten- und Heckkamera dargestellt. Diese sollen das Rangieren mit dem 4,82 m langen Outback deutlich erleichtern, sind aber aufgrund der starken Fischaugenkrümmung vorne ein wenig gewöhnungsbedürftig. Akustische Parksensoren gibt es keine.

Ebenso komfortabel reist man im Outback in der zweiten Reihe. Hier darf man sich über eine großzügige Knie- und Beinfreiheit freuen. Eine Sache, die in vielen SUV´s einfach zu kurz kommt. Besonders bei den jüngeren Mitreisenden kommt in Anbetracht der beiden USB-Anschlüsse hinten Freude auf, da nun dem Mobilgerät auf längeren Strecken kein Akku ausgeht.

Der Subaru trägt den Namen Outback nicht zu Unrecht, denn immerhin passt in den großen Kofferraum genug für eine Reise durch das australische Outback. Beginnend bei 559 Litern kann der Laderaum dank 60:40 umklappbarer Rückbank auf 1.848 Liter Fassungsvermögen erweitert werden. Aber auch sonst findet man in dem Japaner großzügige Verstau- und Ablagemöglichkeiten.

Wie bereits erwähnt gibt es den Outback nur in einer Motorisierung: Der 2,5 Liter-Benziner leistet 175 PS und hat ein beachtliches Drehmoment von 235 Nm bei 4.000 Touren. Dieses ist notwendig, um den Crossover mit seinem Eigengewicht von 1.631 kg mit dem nötigen Vortrieb auszustatten, damit das Fahren wirklich Spaß macht. Eine kleinere Motorisierung wäre in diesem Fall wahrscheinlich eher mühsam. Aber in Kombination mit der Lineartronic, dem stufenlosen Automatikgetriebe, passt es für den Outback perfekt.

Nach 10,2 Sekunden erreicht der Subaru die 100 km/h, und selbst darüber hinaus scheint ihm die Kraft nicht auszugehen. Jedoch setzt uns der Hersteller bei 198 km/h die Grenze. Positiv hervorheben wollen wir die Laufruhe des Outback in Kombination mit einer sehr guten Geräuschdämmung, die sicherlich auch dem Boxer-Motor geschuldet ist. Dieser wirkt aufgrund seines niedrigeren Schwerpunkts ebenso positiv auf die gesamte Fahrdynamik.

In Kombination mit dem Subaru-eigenen Symmetrical AWD liegt der Outback trotz höherer Karosseriebauweise satt auf der Straße und hat ein äußerst gutes Handling. Trotzdem verzichten die japanischen Ingenieure nicht auf eine umfassende Ausstattung an Assistenzsystemen, die das Fahren im Alltag durch adaptiven Tempomat, Spurwechsel- und Querverkehrsassistent, elektronisches Stabilitätsprogram, SI-Drive und dergleichen erleichtern.

Ebenfalls serienmäßig ist nun auch das EyeSight-Fahrerassistenzsystem, das mittels zwei Kameras oben beim Rückspiegel umfassende Sicherheitsfeatures wie unter anderem Anfahr-Kollisionsschutz, Bremslichterkennung oder Notbremsassistent bietet. Wer abseits befestigter Straßen unterwegs ist, wird sich wahrscheinlich über eine Bergan- und -abfahrhilfe oder den X-Mode-Offroadassistent sehr freuen.

Fazit: Der Subaru Outback erweist sich in unserem Test als hervorragender Allrounder, der sowohl in der Stadt als auch Überland eine gute Figur macht. Dank seines Ladevolumens und dem großzügigen Raumangebot innen ist er ein toller Begleiter für Freizeit und Familie. Sein Verbrauch mit knapp acht Litern könnte etwas weniger sein, aber das bleibt schon das einzige, was uns stört.

Was uns gefällt:

Motor, Wohnzimmerfeeling im Innenraum, Vielseitigkeit

Was uns nicht gefällt:

Verbrauch könnte ein wenig sparsamer sein

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 3
Fahrleistung: 2
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 2