Toyota C-HR 2,0 Hybrid 4WD Lounge E-CVT im Test

Die neue Generation des Toyota C-HR zeigt sich dynamisch wie nie zuvor, soll aber auch bei der Effizienz glänzen können. Wir verraten, ob der C-HR ein Sparmeister ist.

Mit der ersten Generation des C-HR hat Toyota im Jahr 2016 das kleine SUV-Segment ordentlich aufgemischt. Das sportliche Design und der sparsame Antrieb haben viele neue Kunden zu Toyota gelockt.

Die neue Generation soll die bekannten Tugenden mit neuem Design nochmals würziger machen. Optisch zeigt sich der neue C-HR dabei wirklich von einer extrem dynamischen Seite.

Dabei kann die Frontpartie mit den markanten LED-Scheinwerfern ebenso überzeugen wie das knackige Heck mit der durchgängigen Lichtleiste mit beleuchtetem Toyota C-HR-Schriftzug.

Vom Vorgänger übernommen hat man die coupéartige Gestaltung der Karosserie sowie die kurzen Überhänge, die den C-HR sehr gestreckt wirken lassen.

Preislich startet die neue Generation bei 36.690,- Euro mit 2WD-Antrieb und 140 PS (103 kW) Leistung in Active-Ausstattung.

Für unseren Test haben wir jedoch den 197 PS (145 kW) starken 2,0-Liter-Motor in Kombination mit Allradantrieb und der noblen Lounge-Ausstattung gewählt.

Mit einem Preis von 47.490,- Euro ist diese Variante zwar schon im oberen Bereich der Fahrzeugklasse zu finden, die Ausstattung lässt dafür aber auch kaum noch Wünsche offen.

Tolle Ausstattung im Toyota C-HR Lounge

Unter anderem sind schon Sportsitze mit veganem Lederbezug und Ultrasuede-Applikationen, 19“-Alufelgen, LED-Scheinwerfer, das Toyota Smart Connect Multimediasystem mit 12,3“-HD Touchscreen, ein JBL Soundsystem, ein elektrischer Fahrersitz mit Memory-Funktion, eine 2-Zonen-Klimaautomatik und noch vieles mehr an Bord.

Optional hatten wir noch das Advanced-Safety-Paket mit adaptiven Matrix-LED-Scheinwerfern, Kurvenlicht, Spurwechselassistent, Querverkehrswarner auch vorne, dem intelligenten Parkassistent, einem digitalen Rückspiegel und einem Head-up-Display sowie ein Panorama-Glasdach und die Pearlwhite/Onyx-Black-Lackierung an Bord.

Der Gesamtpreis summiert sich damit auf 52.264,- Euro, wobei das Glasdach nur für absolute Sonnenfans empfehlenswert ist, da es über keine Rollo verfügt.

So dynamisch gestaltet wie die Karosserie zeigt sich auch der Innenraum. Geschwungene Linien prägen die Cockpit-Einheit, was dem C-HR sehr gut steht.

Der Digitaltacho kann zudem ebenso überzeugen wie der 12,3“-HD Touchscreen. Im Vergleich zum Vorgänger wirkt der C-HR-Innenraum auf jeden Fall extrem modern, bleibt aber dennoch sehr übersichtlich.

Ausgesprochen praktisch ist auch das unter der Klimasteuerung untergebrachte Staufach mit großer induktiver Lademöglichkeit für Smartphones.

Geräumiger Kofferraum

Die gewählten Materialien im Innenraum wirken sehr hochwertig, und so fühlt man sich wirklich rundum wohl.

Bequeme Sitze runden die positiven Eindrücke weiter ab, lediglich das Platzangebot im Fond ist der sportlichen Optik entsprechend auch sehr eng bemessen.

Das Kofferraumvolumen ist mit 362 Litern dafür recht geräumig ausgefallen und entspricht fast schon dem Schnitt der Fahrzeuge in der Kompaktklasse.

Der neue Toyota C-HR kann als Highlight aber mit der neuesten Generation des Toyota-Hybridantriebs aufwarten. Damit soll er Sportlichkeit und Effizienz gekonnt verbinden.

Seit jeher ist Toyota als Hybrid-Pionier Meister darin, Autos mit Verbrennungsmotor durch die Hybrid-Technologie extrem sparsam zu machen, die neue Hybrid-Generation soll dabei das Meisterstück sein.

Der 2,0-Liter-4-Zylinder-Benzinmotor kann mit einer Leistung von 152 PS (112 kW) aufwarten und wird noch von einem 111 PS (83 kW) starken E-Motor unterstützt.

Die Systemleistung liegt bei 197 PS (145 kW) und sorgt für wirklich sehr ansprechende Fahrleistungen. Der Sprint von 0 auf 100 km/h wird in nur 7,9 Sekunden erledigt, wobei der C-HR auch beim Zwischensprint mit extrem viel Elan aufwarten kann.

Kraftvoller Antrieb

Egal aus welchem Tempo-Bereich man herausbeschleunigen möchte, der Motor bietet in jeder Situation genug Kraft. Die zusätzliche Schubkraft des E-Motors ist dabei durchaus bemerkbar.

Der Benziner selbst liefert zwischen 4.400 und 5.200 U/Min ein maximales Drehmoment von 190 Nm. Dank des Allradantriebs wird die Kraft auch in jeder Situation souverän auf die Straße gebracht.

Verbessert hat Toyota auch das CVT-Getriebe, welches sich im Vergleich zum Vorgänger viel harmonischer anfühlt und dank der sehr guten Geräuschdämmung auch akustisch nicht mehr die zuvor gewohnten Nachteile spürbar bzw. hörbar macht.

Sehr gelungen ist auch die Fahrwerks- und Federungsabstimmung, der C-HR lässt sich durchaus sportiv bewegen, bietet aber in jeder Situation auch viel Komfort und filtert Bodenunebenheiten perfekt weg.

Dank des niedrigen Schwerpunkts vermittelt er einem aber immer das Gefühl auf der Straße zu kleben, wir haben keine Situation erlebt, wo man den C-HR aus der Ruhe bringen hätte können.

Das absolut Geniale ist aber der Verbrauch. Die vom Werk angegebenen 4,8 bis 5,1 Liter sind auch in der Realität locker zu erreichen. Bei sparsamer Fahrweise konnten wir sogar die 4,8 Liter unterbieten.

Sparsam beim Verbrauch

Danach wollten wir aber auch schauen, wie weit sich der Verbrauch bei höherem Autobahnanteil und rasanten Ampelsprints hochtreiben lässt, sind aber dennoch nicht über maximal 5,3 Liter pro 100 Kilometern hinaus gekommen.

Der C-HR ist nämlich wirklich überraschend oft im reinen E-Modus unterwegs. Vor allem in der Stadt schaltet sich der Benziner kaum beim Fahren hinzu. Durch den niedrigen Verbrauch kommt man auch mit dem kleinen 43-Liter-Tank sehr weit, ohne einen Tankstopp einlegen zu müssen.

Aber auch bei der Sicherheitsausstattung bietet der C-HR so manche Features, die man sonst erst in höheren Klassen findet, wie etwa den Proactive Driving Assist, den Ausstiegs-Assistent oder einen Fahrzeugannäherungshinweis.

Leider sind aber die Geschwindigkeitswarnung und der Aufmerksamkeitsassistent etwas zu scharf eingestellt und daher ein wenig nervig. Hier würden etwas Feintuning und eine einfachere Möglichkeit der Deaktivierung der Systeme durchaus hilfreich sein.

In der Summe der Eigenschaften ist der neue Toyota C-HR aber ein grandioses Auto, das mit sportlichem Chic und einer fulminanten Ausstattung aufwarten kann.

Das Highlight ist natürlich der sparsame und dennoch sportliche Antrieb, hier zeigt Toyota, dass der Verbrenner auch in Zukunft noch seine Daseinsberechtigung haben sollte.

Was uns gefällt:

Das Design, die Ausstattung, der Verbrauch, der Motor, die Straßenlage, das Cockpit

Was uns nicht gefällt:

Das Platzangebot im Fond, die zu scharf eingestellten Warnsysteme

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 2
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 3-
Kofferraum: 2
Ablagen: 1-
Übersichtlichkeit: 3-

Weitere Infos zu Toyota unter www.toyota.at

Technische Daten Toyota C-HR:

Toyota C-HR 2.0 Hybrid 4WD Lounge
Testwagenpreis ohne Extras € 47.490,00
Testwagenpreis mit Extras € 52.264,00
davon Steuern € 10.115,61
Technische Daten
Zylinder 4
Hubraum in ccm 1.987
Leistung PS/KW 152/112
Systemleistung PS/KW 197/145
Max. Drehmoment Nm/bei U/min 190/4.400 – 5.200
Getriebe CVT Automatik
Antriebsart Allradantrieb
Fahrleistung und Verbrauch
0 – 100 km/h in sek. 7,9
Höchstgeschwindigkeit in km/h 180
Durchschnittsverbrauch in Liter 4,8 – 5,1
CO2 Ausstoß pro km in Gramm 108 – 115
Abmessungen und Gewichte
Länge in cm 436,2
Breite in cm 183,2
Höhe in cm (inkl. Dachgalerie) 156,4
Radstand in cm 264,0
Kofferraumvolumen in Liter 362 – 364
Tankinhalt in Liter 43
Leergewicht in kg 1.525
Zulässiges Gesamtgewicht in kg 2.015
Max. Zuladung in kg 490