Toyota Corolla Verso D-CAT : Fahrbericht

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177 Diesel-PS für einen Kompaktvan, das ist eine explosive Kombination. Toyota bietet dieses Paket für den Corolla Verso. Der angeblich sauberste Diesel der Welt macht das mit bis zu sieben Sitzen ausgestattete Fahrzeug mit einem maximalen Drehmoment von 400 Nm bei 2000 bis 2600/min zum sehr flotten Familientransporter. Den Spurt von 0 auf 100 erledigt der Corolla Verso in 8,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 205 km/h.

Den Normverbrauch gibt Toyota mit 6,8 Litern auf 100 Kilometern an. In der Praxis waren es 9,9 Liter. Sicher auch dank der zahlreichen sehr flott gefahrenen Autobahnpassagen. Denn der Motor motiviert den Bleifuß nachhaltig . Bis Tempo 180 zieht der Corolla Verso los, als gäbe es kein Morgen und kein Tempolimit. Danach wird die Kraftentfaltung etwas zäher, trotzdem erreicht er locker leicht die angegebene Höchstgeschwindigkeit jenseit der 200-Kilometer-Marke. Die Antriebseinflüsse sind jedoch deutlich spürbar, wenn 400 Newtonmeter am Lenkrad zerren. Hier steht ein Wolf im Schafspelz, der mit ordentlichem Komfort nicht nur den Fahrer, sondern auch die bis zu sieben Passagiere erfreuen dürfte. Allerdings werden die Windgeräusche ab 160 km/h relativ laut.

Dank spezieller Katalysatortechnik werden der Ausstoß von Rußpartikeln und Stickoxiden wirksam reduziert und die Grenzwerte der Abgasnorm Euro IV weit unterboten. Von außen ist der Corolla Verso D-Cat an 17-Zoll-Aluminiumrädern mit Breitreifen und dunkel getöntem Glas für die hinteren Seitenfenster und die Heckscheibe erkennbar. Neue, anthrazitfarbige Sportsitzbezüge und perforierte Lederbezüge für das Dreispeichenlenkrad und den Schaltknauf des Sechsgang-Getriebes lassen den Innenraum frisch und modern wirken. Die relativ kleinen Sitze sind auch auf Langstrecken bequem , könnten aber noch eine Spur straffer sein. Hübsch anzusehen sind die hellblau illuminierten Instrumente, die sich auch tadellos ablesen lassen. Überhaupt kann der Materialmix im Japaner als gelungen gelten, trotz Hartplastik-Armaturen wirkt die Verarbeitung ordentlich.

Aber ein Van soll vor allem Flexibilität bringen. Auch hier kann der Corolla Verso punkten. Die zweite Sitzreihe - bestehend aus drei Einzelsitzen - lässt sich verschieben und auch einzeln wegklappen. Auch die hinteren beiden Sitze lassen sich einfach im Kofferraumboden versenken, so dass eine recht geräumige Ladefläche entsteht. Bis zu 1.785 Liter Transport-Volumen bietet das Fahrzeug, selbst als Fünfsitzer sind es noch bis zu 620 Liter. Da jubelt die Familie. Für weniger Jubel dürfte der recht kleine Tank sorgen, denn 55 Liter schränken die Reichweite ein. Zumindest wenn der Fahrer den Motor fordert. Die letzte Sitzreihe sollte man nur Kindern zumuten: der Zugang ist schwierig, der Raum für die Beine eng.

Fazit: Der Toyota Corolla Verso ist ein sehr solides Angebot. In der 5-sitzigen Variante startet der Family Van in Österreich bei knapp 21.000 Euro (1,6 VVT-i Linea Terra), beim 7-sitzer ist man ab 23.600 Euro (1,6 VVT-i Linea Luna) dabei. Dafür sind serienmäßig u.a. ABS + EBD, Fahrer- und Beifahrerairbag, Fahrerknieairbag, Seiten- und Kopfairbags vorne, ein RDS-Radio mit CD-Player, elektr. verstell- und beheizbare Aussenspiegel uvm. an Bord. In der Topausstattung (Sol) verfügt der Corolla Verso serienmäßig auch über Klimaautomatik, 17" Leichtmetallfelgen und Tempomat. Der Motor ist ein Sahnestück, kräftig und sauber zugleich. Wer mit weniger Leistung auskommt, kann zur schwächeren Variante mit 100 kW / 136 PS greifen.

auto-reporter

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