Toyota Yaris 1.5 Design im Test

Der Cityflitzer Yaris ist aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken, ob sich der Dreizylinder auch auswärts der Stadt beweisen kann, erläutern wir im Testbericht.

Der Kleinwagen der japanischen Firma Toyota befindet sich mittlerweile schon in seiner vierten Generation. Seit 2020 ist er die Nummer 4 im Verkaufsranking des Konzerns. Aus diesem Grund haben wir die stärkere 1,5 Liter-Motorisierung mit 125 PS in der Design-Ausstattung zum Test geladen.

Der Yaris sieht außen wie innen frisch, sportlich und jugendlich ansprechend aus. Besonders das Silber steht dem kleinen Flitzer perfekt. Shimmering Silver Metallic heißt die Lackierung außen, der Dachspoiler wurde in Schwarz jetzt optisch abgesetzt. Dazu passen die chrom/schwarz lackierten 16-Zoll-Leichtmetallfelgen genauso wie der schwarz glänzende Kühlergrill im Carbondesign.

Diese attraktive Farbkombination spiegelt sich in auch im Innenraum wider. Der Japaner beleuchtet seine Umwelt rundum mittels LED, was natürlich zu einer guten Sicht des Nächtens beiträgt. Aber auch andere Verkehrsteilnehmer sehen den kleinen Flitzer früher, da die LED-Leuchten eindeutige Signale setzen.

Ein weiteres Highlight ist der automatische Fernlichtassistent, der die Nachtfahrt über Autobahn oder Landstraße erheblich erleichtert. Diesen kennt man zwar schon von anderen Herstellern und eher von größeren Segmenten, jedoch für einen Kleinwagen ist er ein wirklich feines Goodie.

Preislich startet der Yaris Design in der vorliegenden Motorisierung bei 19.990,- Euro . Optional hat uns der Yaris noch mit einer Metallic-Lackierung und dem Energy-Paket mit Sitzheizung , Lenkradheizung, induktiver Ladestation und automatisch abblendendem Innenspiegel verwöhnt. Diese Kreuzchen wurden bei unseren quirligen Testwagen gemacht und erhöhten den Wert um 550,- Euro für das Paket und 400,- für die Lackierung.

Sehr gute Basisausstattung

Die Ausstattung „Design“ ist beim Yaris zwar nur die mittlere Möglichkeit, aber in unseren Augen eigentlich vollkommen ausreichend. Es gibt nichts was auffällig fehlt, alle wichtigen Komponenten sind in dieser Ausstattungslinie schon dabei.

Sein Lederlenkrad, der Lederschaltknauf sowie die anthrazitfarbenen Sitzbezüge passen perfekt zum hübschen Äußeren des Yaris. Applikationen am Armaturenbrett und in den Türverkleidungen wurden mit chromfarbigen Leisten gestaltet. Dadurch wirkt der Japaner auch innen frisch und fröhlich, und man fühlt sich sehr rasch wohl.

Bei einem Blick über das Interieur sticht das Armaturenbrett mit dem großen, dominanten Touchscreen sofort ins Auge. Etwas tiefer versetzt sind die mittleren Ausströmer, die einen eigenen Bereich andeuten. Softtouch-Oberflächen greifen sich nicht nur gut an, sie wurden auch sauber verarbeitet. Im Yaris findet man viele Ablagen, was immer gut ist, um das eine oder andere darin zu verstauen.

Unter dem Multimediadisplay befindet sich die Steuerung der Zwei-Zonen-Klima. Assistenzsysteme, bei Toyota „Safety Sense“ genannt, sind bereits ab der Grundausstattung des Yaris mit an Bord.

Dazu gehören das Pre-Crash Sicherheitssystem mit Fußgängererkennung, ein adaptiver Tempomat, Verkehrszeichenerkennung, eine Spurverfolgung und last but not least ein e-Call-Notrufsystem.

Vom Spurwechselwarner über den Fernlichtlichtassistenten bis zum adaptiven Tempomat hat der flotte Japaner alles an Bord, was man auch aus höheren Fahrzeugklassen kennt und schätzt. Dass Toyota diese Goodies jetzt auch im Kleinwagensegment anbietet, finden wir sehr gut, und wir hoffen auf zahlreiche Nachahmer bei den Mitbewerbern.

Platzangebot im Schnitt der Klasse

Einige dieser Systeme lassen sich durch Taster seitlich unten beim Fußraum abschalten. Der quirlige Japaner besitzt darüber hinaus auch eine Fahrzeugstabilitätskontrolle, Berganfahrhilfe und eine Antriebsschlupfregelung.

Trotz der kompakten Abmessungen wird es im Innenraum des Asiaten nicht eng. Vorne ist genug Platz. Seine Sitze bieten einerseits einen angenehmen Komfort dank verstellbarer Höhe und Neigung, andererseits sind sie angenehm und nicht zu fest gepolstert. Der Seitenhalt reicht für den Alltagsbetrieb aus.

Rutscht man mit dem Fahrersitz weit nach hinten, wird der Fußraum im Fond natürlich schmäler. Die gerade Sitzbank bietet hinten Platz für drei Personen, bei einer Gesamtbreite von über 1,70 m kann man sich hier schon arrangieren.

Klappt man einmal die Sitzbänke (60:40) um, um etwas mehr Gepäck einladen zu können, erweitert sich das Kofferraumvolumen von 286 Liter auf 947 Liter , also ein durchaus respektabler Wert für einen Kleinwagen.

Wo wir gleich bei Motorisierung und Antrieb wären. Der Dreizylinder mit 1,5 Litern Hubraum leistet 125 PS , also 92 Kilowatt bei 6.600 Umdrehungen pro Minute und besitzt ein maximales Drehmoment von 153 Newtonmeter.

Der kleine Japaner beschleunigt in neun Sekunden vom Stand auf die Referenzmarke 100 km/h . Damit ist er nicht gerade ein Sprint-Weltmeister, aber in Sachen Durchzug besitzt der „Kleine“ einen durchaus schönen Antritt und Vortrieb. Bei 180 km/h setzt Toyota aber für den Fahrspaß das Limit.

Feine 6-Gang-Schaltung

Sein Sechs-Gang-Schaltgetriebe lässt sich butterweich schalten, so wie wir es von den Japanern gewöhnt sind. Motorisch klingt er Dreizylinder-typisch zwar etwas rau, aber es passt dennoch perfekt zum Gesamtkonzept des Japaners.

Der Radstand des Yaris erscheint uns sehr gut ausgewogen, denn der Cityflitzer liegt trotz seines geringen Gewichtes von 1.100 kg sicher und satt auf der Straße. Hier leistet das Fahrwerk optimale Dienste. Weder zu weich noch zu hart, selbst bei langen Autobahnfahrten, ist der kleine Samurai bequem zum Reisen.

Den angegebenen Verbrauch von fünf Litern auf 100 Kilometer konnten wir nicht ganz erreichen, laut Bordcomputer brauchten wir sechs Liter, was aber bei der gebotenen Leistung durchaus plausibel klingt. Der Großteil der Testfahrten führte über Autobahnen, und es ist durchaus möglich, dass er sich im reinen Stadtbetrieb noch ein bisschen mehr gönnt. Der Mehrverbrauch wird sich aber wahrscheinlich im Zentelbereich bewegen.

Insgesamt betrachtet ist der neue Toyota Yaris also wirklich ein Highlight bei den Kleinwagen . Und genau deshalb finden wir ihn sehr attraktiv gegenüber seinen Mitbewerbern. Er glänzt nicht nur mit der neuen Optik, sondern vor allem auch mit seiner Effizienz. Trotzdem muss man zum Glück nicht auf Fahrspaß und Luxus verzichten, denn die bietet der quirlige Japaner reichlich. Er hat alles, was das Käuferherz begehrt und das zum relativ schmalen Preis.

Was uns gefällt:

Styling, Performance, Ausstattung, Sicherheitsfeatures

Was uns nicht gefällt:

relativ großer Wendekreis, rauer Dreizylindersound, Platzangebot im Fond etwas schmal

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1-
Verbrauch: 2
Fahrleistung: 2
Fahrverhalten: 1-
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 2-3
Kofferraum: 2-3
Ablagen: 1-
Übersichtlichkeit: 1-

Technische Daten Toyota Yaris:

Toyota Yaris 1,5 VVT-i Design
Testwagenpreis ohne Extras € 19.990,00
Testwagenpreis mit Extras € 20.890,00
davon Steuern € 3.767,05
Technische Daten
Zylinder 3
Hubraum in ccm 1.490
Leistung PS/KW 125/92
Max. Drehmoment Nm/bei U/min 153/4.800-5.000
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe
Antriebsart Frontantrieb
Fahrleistung und Verbrauch
0 – 100 km/h in sek. 9
Höchstgeschwindigkeit in km/h 180
Durchschnittsverbrauch in Liter 5,2
CO2 Ausstoß pro km in Gramm 121
Abmessungen und Gewichte
Länge in cm 394,5
Breite in cm 174,5
Höhe in cm 150,0
Radstand in cm 256,0
Kofferraumvolumen in Liter 286
Tankinhalt in Liter 42
Leergewicht in kg 1.040-1.100
Zulässiges Gesamtgewicht in kg 1.555
Max. Zuladung in kg 515-455