VW Beetle Cabrio Dune - Testbericht

Mit dem neuen Beetle Dune hat VW nun auch sein Retro-Modell mit einem Offroad-Look versehen. Wir haben das Cabrio mit 150 PS TSI-Motor getestet.

Volkswagen ist es mit dem Beetle sehr gut gelungen, den legendären Käfer optisch ins Heute zu bringen. Der Retro-Charme des Beetle kann auf jeden Fall überzeugen und erweckt Erinnerungen an den Käfer. Den Designern ist es dabei geglückt, auch den Innenraum so zu gestalten, dass man sich trotz modernster Technik sofort wieder an den Käfer erinnert.

Mit dem Beetle Dune hat VW jetzt eine ganz besondere Version des Retro-Modells auf den Markt gebracht. Die Offroad-Optik steht dem Beetle dabei bestens, und die grauen Anbauteile wirken vor allem in Kombination mit dem schwarzen Dach und der "sandstorm yellow metallic"-Lackierung sehr gut. Für unseren Test haben wir den Beetle Dune in Cabriolet-Ausführung gewählt und ihn mit dem 150 PS starken TSI-Motor kombiniert.

Ganz und gar keine Erinnerungen an den "Volkswagen Käfer" werden beim Preis geweckt. Mit einem Basispreis von 31.370 Euro ist unser Testfahrzeug sehr weit vom Original entfernt. Der neue Beetle soll auch nicht mehr die Massen mobilisieren, sondern ist als Lifestyle-Modell für Individualisten zu sehen. Im Preis enthalten ist eine solide Grundausstattung inkl. Klimaanlage, Regensensor, elektrischem Verdeck, elektrischen Fensterhebern sowie das Licht- und Sicht-Paket.

Für noch mehr Individualität und einen besseren Look sorgten bei unserem Testfahrzeug die 18"-Leichtmetallfelgen "Canyon", das Radio/Navi "Discover Media", das Multifunktions-Lederlenkrad, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, elektrisch anklappbare Außenspiegel, App-Connect, eine Rückfahrkamera, das Fender Soundsystem, die Sprachsteuerung, ein Windschott, das Winterpaket, Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und die Zusatzinstrumente. Der Listenpreis erreicht mit allen Extras 36.788,57 Euro.

Um diesen Preis ist das Beetle Cabrio aber auch sehr wohnlich ausgestattet. Überaus schön ausgefallen ist dabei die Gestaltung des Armaturenträgers, der mit seinem oben angebrachten Zusatzhandschuhfach auf der Beifahrerseite sofort wieder die Erinnerung an den Käfer erweckt. Auch das Kombi-Rundinstrument ist vom Grundcharakter her so wie früher, jetzt finden sich rechts und links davon jedoch noch weitere Anzeigen für Drehzahl und Tank.

Überaus gut gefallen hat uns der Farbmix im Innenraum. Die großzügige Verwendung der Außenfarbe für Dashboard, Türverkleidung und Ziernähte an Lenkrad, Schaltknauf, Sitzen und Mittelarmlehne vorne sticht dabei besonders positiv ins Auge. Von der Bedienung her stellt einen der Beetle auch vor keine großen Herausforderungen, alle Elemente von der Klimasteuerung über das Multifunktionslenkrad bis zum Navi sind aus anderen VW-Modellen schon gut bekannt. Das Platzangebot für Fahrer und Beifahrer ist ebenfalls sehr großzügig bemessen, die zwei Sitze im Fond sind allerdings eher als Notsitze für Kinder zu bewerten. Überschaubar ist auch das Kofferraumvolumen, das Beetle Cabrio fasst nur 225 Liter Gepäck, das dazu noch durch eine schmale Lücke geschoben werden muss.

Viel mehr Freude gibt es dafür, wenn man das elektrische Verdeck via Knopfdruck in wenigen Sekunden geöffnet hat und das Open-Air-Feeling genießen kann. Auf keinen Fall verzichten sollte man auf das optionale Windschott. Ohne Windschott fährt der Wind schon ordentlich über die Köpfe der Passagiere drüber, mit Windschott kann man seine Frisur so halbwegs über die Runden retten. Für das Verdeck gibt es auch eine Abdeckung, diese ist jedoch etwas fummelig anzubringen und wird daher wohl meistens ein Dasein in der Garage oder im Kofferraum fristen.

Sehr gut zum Beetle passt der 150 PS (110 kW) starke 1,4 Liter-Turbobenziner, der hervorragend mit dem Cabrio harmoniert. Der Motor entwickelt schon von unten heraus viel Drehmoment. Sein maximales Drehmoment von 250 Nm liefert er zwischen 1.500 und 3.500 U/Min. Wer die volle Leistung abruft, sprintet in nur 9,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 198 km/h. Wer offen unterwegs ist, wird es aber sicher gemütlicher angehen.

So richtig Spaß macht das Beetle Cabrio auf kurvigen Landstraßen, wo auch die sportlichen Seiten von Fahrwerk und Federung gut ihre Wirkung zeigen. Man kann den offenen VW wirklich sehr agil über kurvige Straßen treiben und sich dabei vom Fahrtwind die Frisur zerzausen lassen. Bei unserem Testfahrzeug hatten wir ein manuelles 6-Gang-Getriebe an Bord, das ebenfalls sehr gut zum Cabrio gepasst hat. Die Gänge sind harmonisch abgestimmt, und man kann schon sehr früh in hohen Gängen unterwegs sein. Für Kunden, die das Cabriovergnügen mit weniger Schaltarbeit genießen möchten, steht als Alternative auch ein 7-Gang-DSG-Getriebe zur Wahl.

Während die Fahrleistungen bei manueller und automatischer Schaltung gleich sind, spricht für die Automatik der etwas geringere Verbrauch. Laut Werk konsumiert der Beetle mit DSG-Getriebe 5,6 Liter pro 100 Kilometer, mit manueller Schaltung sind es 5,9 Liter. In der Praxis sollte man aber noch mindestens einen Liter hinzu rechnen, wir sind im Schnitt bei durchaus gemütlicher Fahrweise auf 7,1 Liter pro 100 Kilometer gekommen.

So wendig das Beetle Cabrio auch zu bewegen ist, so unübersichtlich wird es beim Einparken. Die Sicht nach hinten ist durch das Verdeck deutlich eingeschränkt, wodurch sich die optionale Rückfahrkamera als gute Investition herausstellt. Das Beetle Cabriolet in Dune-Ausführung ist auf jeden Fall ein ideales Auto für Individualisten mit einem Hang zu frischer Luft. Überaus gelungen sind das Retro-Design und der Offroad-Look. Das Cabrio macht zudem mit dem 150 PS starken TSI-Motor viel Spaß.

Was uns gefällt:

das Design, der Offroad-Look, die Retro-Elemente, der Innenraum, der Fahrspaß

Was uns nicht gefällt:

das Platzangebot im Fond, die Übersichtlichkeit, der Verbrauch

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 2-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 3
Fahrleistung: 1-
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 4
Kofferraum: 4
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 3-

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