Passat im Schnee-Test: VW Driving Experience

Im Rahmen der VW Driving Experience konnten wir das Topmodell der Passat-Baureihe unter extremen Winterbedingungen fahren.

Der neue VW Passat präsentiert sich so luxuriös und hochwertig wie nie zuvor. VW hat dem Passat dabei nicht nur eine neue Optik spendiert, sondern ihn auch technisch weiter verfeinert. Glanzstück ist dabei der Passat BiTurbo mit dem 240 PS (176 kW) starken TDI-Motor, der serienmäßig über den 4Motion Allradantrieb und ein 7-Gang-DSG-Getriebe verfügt. Das Topmodell ist als Limousine und Variant erhältlich und kann mit jeder Menge Fahrspaß überzeugen. In nur 6,1 Sekunden wird der Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt, und man ist auf Wunsch bis zu 240 km/h schnell unterwegs. Der Verbrauch soll mit 5,3 Liter pro 100 Kilometer sehr bescheiden ausfallen.

Im Rahmen der VW Driving Experience konnten wir jetzt den stärksten Diesel-Passat auf Schnee und Eis ans Limit führen und testen, wie die Assistenzsysteme helfen, den Wagen sicher in der Spur zu halten. Am Trainingsgelände im winterlichen Faistenau hatten wir perfekte Bedingungen für einen Test vorgefunden. Die vorbereiteten Strecken konnten mit einer Eis-/Schnee-Mischung aufwarten, was Fahrzeug und Fahrer ordentlich fordern sollte.

Als erste Aufgabe musste der Passat zeigen, wie gut man mit ihm einen Slalom-Parcours bewältigen kann. Hat man alle Assistenzsysteme aktiviert, meistert der Passat den Slalom so, dass man keine Chance hat, in einen Drift zu kommen. Die Kraft wird in Sekundenbruchteilen immer perfekt auf die vier Räder geleitet, so dass man die gewünschte Spur kaum verlässt. Erst wenn das ESC in den "Off"-Modus geschaltet wird, erlaubt der Passat den einen oder anderen Drift. Doch auch hier muss man sich schon stark mit dem Gaspedal spielen, um den äußerst souveränen Passat aus der Ruhe zu bringen.

Als zweite Aufgabe hat der "Elchtest" auf den Passat gewartet, bei dem man aus rund 60 km/h plötzlich einem Hindernis ausweichen muss. In unserem Fall war das Hindernis kein Elch, sondern einfache Pylonen, wodurch man wirklich ans absolute Limit gehen konnte. Und auch bei dieser Übung haben der Passat und seine elektronischen Hilfen eindrucksvoll gezeigt, wie souverän die Aufgabe gemeistert werden kann. Selbst bei ausgeschalteten Fahrhilfen reagiert der Passat auf einen plötzlichen Richtungswechsel noch sehr gutmütig und lässt dem Fahrer viel Spielraum für Korrekturen.

Die letzte Aufgabe hat dann den meisten Spaß gemacht, bei dieser musste man den Passat über einen Handlingparcours an sein Limit treiben und versuchen, im Drift 180 Grad-Kurven zu meistern. Bei abgeschalteten Fahrhilfen ist das zwar noch immer recht schwer, doch man kann den Passat in schönen Drifts durch die vereiste Bahn hetzen. Man spürt dabei zu jeder Zeit, in welche Richtung das Auto gleich gehen wird und kann gemütlich darauf reagieren und den Passat mit gezielten Gasstößen und leichten Lenkbewegungen in die gewünschte Fahrsituation bringen.

Beachtlich ist dabei immer wieder, wie gut das Fahrzeug auf eisiger Fahrbahn noch zu bewegen ist, ohne dass man hoffnungslos dahin schlittert. Wie glatt die Bahn war, haben wir beim Fahrerwechsel gesehen, wo es einem jedes Mal beim Aussteigen aus dem Auto fast die Füße weggezogen hat.

Der Passat hat auf jeden Fall eindrucksvoll bewiesen, dass er auch unter extremen Bedingungen ein Vorankommen gewährleistet und auf Wunsch auch immer noch viel Fahrspaß dabei bietet.

Ganz günstig ist die Kombination aus hohem Fahrspaß, niedrigem Verbrauch und luxuriöser Ausstattung allerdings nicht. Der Passat 2,0 TDI SCR 4Motion mit 240 PS starkem Diesel in Highline-Ausstattung kommt als Limousine auf 51.560 Euro und als Variant auf 53.150 Euro.

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