VW Passat Variant FSI - Fahrbericht

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Bei der ersten Kontaktaufnahme mit dem Passat Variant kommt einem sein Äußeres irgendwie bekannt vor und dies nicht nur wegen seines Markengesichts mit dem dominanten Grill. Viele Designelemente kennt man schon von anderen Fahrzeugen, die dynamisch wirken wollen. So die Seitenansicht mit nach hinten stark ansteigenden Linien, die dem Passat den Anschein geben sollen, als sei er stets zum Sprung nach vorn bereit, und die dicken Backen rund um die Radhäuser. Doch insgesamt zeigt sich der aktuelle Variant wieder als schönere Variante im Vergleich zur Limousine . Das hat bei diesem Auto Tradition und wird beim Neuen durch den schönsten Hintern seiner Klasse unterstrichen.

Unser Testfahrzeug ist der Passat Variant Sportline mit 4-Zylinder-FSI-Motor , der seine 110 kW / 150 PS über einen Sechs-Gang-Handschalter an den Antrieb weiter gibt und bei 3500 Umdrehungen pro Minute ein maximales Drehmoment von 200 Newtonmeter anbietet. Das reicht für eine Beschleunigung von weniger als zehn Sekunden von 0 auf 100 km/h und für eine Höchstgeschwindigkeit von rund 210 km/h. Der Verbrauch des etwa 1,5 Tonnen schweren Kombis liegt bei neun Litern - allerdings verlangt er nach teurem Super Plus.

Im Innenraum vermittelt die Sportline-Variante tatsächlich den gewünschten Hauch von Sportlichkeit mit gut ablesbaren Rundinstrumenten, erreichbar platzierten Bedienelementen, einem vorbildlichen Bildschirm für die Aufpreis pflichtige Navigation, mit konturierten Sitzen und einem dicken Lederlenkrad. Die Armaturen vermitteln insgesamt eher den Eindruck von Sachlichkeit. Das hebt diese Ausstattungsvariante deutlich von den Edel-Passat ab.

Bei allen Variants gleich groß ist das Raumgefühl . Durch alle Generationen des Wolfsburger Kombis hindurch war hier schon immer Großzügigkeit für alle Passagiere angesagt. Und auch der Laderaum mit einem Volumen von 600 bis maximal rund 1700 Litern lässt nichts zu wünschen übrig. Zwischen den Radkästen bleibt ein Meter frei für die Ladung, die maximal 1,95 Meter lang sein kann. Beim Raum setzt der 4,77 Meter lange Passat also nach wie vor den Maßstab für Kombis seiner Klasse.

Die Fahrpraxis erfüllt ebenfalls die Erwartungen. Die Sechs-Gang-Schaltung lässt sich leicht und exakt durch die Gassen bewegen. Die Lenkung ist sehr präzise und lässt dank der geringen Antriebseinflüsse fast vergessen, dass man einen Fronttriebler bewegt. Die Federung der Sportline-Variante ist straff, ohne unkomfortabel zu sein. Der Motor spricht spontan aufs Gas an. Das Aggregat ermöglicht eine wirklich flotte Vorwärtsbewegung, nicht nur, wenn man die sechs Gänge voll ausnutzt. Auch Rollen bei niedrigen Drehzahlen bringt noch Vergnügen, zumal dann das niedrige Geräuschniveau vorbildlich ist.

Mit einem umfangreichen Angebot an Zubehör lässt sich der Passat Variant individuell perfektionieren. Bei den deutschen Zulassungen konnte der Passat im Oktober ein Plus von 22,3 Prozent verbuchen, was die Wolfsburger sicherlich dem Variant verdanken, da schon bisher rund 80 Prozent der Passat-Modelle in Deutschland als Kombi vom Hof des Händlers rollen.

auto-reporter