Volvo V40 Cross Country - Testbericht

Der V40 ist nun auch als Cross Country-Version im Offroad-Look erhältlich. Wir haben das Topmodell mit 254 PS, Allradantrieb und Automatik getestet.

Mit dem V40 bietet Volvo seit Herbst 2012 eine stylische Alternative in der kompakten Premium-Liga an. Seit kurzem gibt es den V40 auch in der Cross Country-Version, die ihm einen Offroad-Look verpasst. Zu erkennen sind die Cross Country-Modelle an der etwas höher gelegten Karosserie und der grauen Schutzleiste rundum.

Für unseren Test haben wir das absolute Topmodell der Reihe, den 254 PS (187 kW) starken T5 mit Allradantrieb und Automatikgetriebe in der Summum-Ausstattung, gewählt. Beim Listenpreis von 37.429 Euro sind dann schon ABS, ESP, sieben Airbags, Fußgängerairbag, das City Safety System der zweiten Generation, eine Bergabfahrhilfe, Regensensor, das Audiopaket "Performance Sound", ein Bordcomputer, Keyless-Start, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, Xenon-Scheinwerfer, eine verschiebbare Mittelarmlehne vorne, LED-Tagfahrlicht im Frontspoiler und Lederpolsterung mit an Bord.

Der Premium-Klasse entsprechend gibt es für den V40 aber noch jede Menge weitere Optionen, im Falle unseres Testautos waren unter anderem noch eine Metallic-Lackierung, 18"-Leichtmetallfelgen, das Business-Paket Pro inkl. RTI-Navigationssystem, das City & Style-Paket inkl. Park Assist Pilot, das Fahrerassistenz-Paket Pro mit adaptivem Tempomat, BLIS und Driver Alert, das Sicherheits-Komfortpaket, die Seitenschwellerleisten in Silber, beheizbare Windschutzscheibe, elektrisch verstellbare Vordersitzen und noch jede Menge weitere Kleinigkeiten dabei. So summiert sich der Gesamtpreis dann auf 48.677,74 Euro und unterstreicht den Premium-Anspruch des V40.

Der V40 Cross Country lässt so ausgestattet aber auch keinerlei Wünsche offen und bietet eine sehr gehobene Innenausstattung, die sowohl bei der Materialanmutung als auch der Verarbeitung mit der deutschen Premium-Konkurrenz problemlos mithalten kann.

Dabei ist der V40 auch im Innenraum äußerst modern gestaltet und bietet einen digitalen Tacho mit verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten. Die Einstellung vieler Funktionen ist dabei über den Blinkerhebel möglich, der auch die Tasten für Bordcomputer und einige Fahrzeugmenüs beheimatet. Die Mittelkonsole wirkt auf den ersten Blick etwas überladen, man findet sich aber schnell zurecht und dann auch auf Anhieb den für jeden Wunsch passenden Knopf.

Beim Platzangebot ist der V40 so sportlich eng geschnitten, wie er auch gestaltet ist. Fahrer und Beifahrer finden dabei immer genug Platz, lediglich für die Fondpassagiere könnte der Raum etwas großzügiger bemessen sein. Auch das Kofferraumvolumen ist mit 335 Liter unter dem Klassendurchschnitt angesiedelt, ist aber durch Umklappen der Rücksitze noch erweiterbar.

Ein Highlight des V40 T5 ist aber zweifellos sein Reihen-5-Zylinder Benzinmotor, der mit einer Leistung von 254 PS (187 kW) für sportlichste Fahrleistungen sorgt. In nur 6,4 Sekunden sprintet man aus dem Stand auf Tempo 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h. Sein maximales Drehmoment von 360 Nm liefert der Motor zwischen 1.800 und 4.200 U/Min.

Dadurch erlebt man auch im Zwischenspurt aus höheren Gängen eine wunderbare Kraftentfaltung. Die Arbeit wird dabei sehr leise verrichtet, selbst bei voller Beschleunigung oder bei Autobahntempo bleibt es im Innenraum stets sehr leise. Die 6-Gang-Automatik übernimmt die Schaltvorgänge dabei stets sehr schnell und ruhig.

Trotz dem Offroad-Look und der etwas höheren Bodenfreiheit liegt der V40 Cross Country auch perfekt auf der Straße. Der AWD Allradradantrieb leitet die Kraft perfekt auf alle vier Räder und bietet auch in Extremsituationen noch hohe Reserven.

Die Federung ist dabei auch eher sportlich ausgelegt, bietet aber für die Langstrecke noch viel Komfort und sorgt in Kombination mit den sehr bequemen Sitzen für ein entspanntes Reisen. Mit dem gebotenen Fahrspaß nimmt es der V40 Cross Country T5 auch mit reinrassigen Sportcoupés auf, kann dabei aber mit mehr Flexibilität überzeugen.

Dass so viel Sportlichkeit auch ihre Kehrseite hat, zeigt sich dann an der Tankstelle. Die vom Werk angegebenen 8,3 Liter Verbrauch pro 100 Kilometer sind vermutlich mit einem zarten Gasfuß erreichbar, wir haben unter gelegentlicher Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Kraft im Schnitt 9,4 Liter pro 100 Kilometer benötigt - ein Wert, der weder Grund zur Freude ist, noch zu großer Kritik verleitet, im Vergleich zu anderen Motorisierungen dennoch hoch ist.

Voll überzeugen kann der V40 Cross Country dann wieder bei der Sicherheitstechnik. Nicht nur, dass der V40 das erste Fahrzeug mit Fußgängerairbag ist, seine zahlreichen Assistenzsysteme machen ihn ebenfalls noch sicherer.

Das City Safety System arbeitet jetzt bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h und schützt somit vor allem im Stadtgebiet vor Auffahrunfällen. Wer das Ganze noch mit dem adaptiven Tempomat verbindet, der braucht nur noch den gewünschten Weg wählen, den Rest erledigt der Volvo dann von selbst.

Der Sicherheitsabstand ist dabei in verschiedenen Stufen einstellbar, und der V40 bleibt so in konstantem Abstand zum Vordermann. Die Rückbeschleunigung, nachdem ein Hindernis die Fahrbahn wieder verlassen hat, erfolgt zudem auch recht flott, was bei älteren Systemen oft nicht der Fall war.

Sehr praktisch für jene, die sich beim Einparken nicht ganz sicher fühlen, ist die automatische Einparkhilfe, die auch recht kleine Parklücken als geeignet erkennt und perfekt einparkt - ebenfalls eine Funktion, die nicht überall so einwandfrei funktioniert wie beim Volvo.

Auch wenn das Topmodell des V40 Cross Country inkl. der Extras kein Schnäppchen ist, so bietet es sehr viel Auto und auch viel Technik ums Geld. Die Verarbeitung und die Materialien sind dabei ebenso im Premium-Niveau angesiedelt wie es der Preis ist.

Der starke Benziner bietet den Fahrspaß, den man sonst nur von Sportcoupés gewohnt ist, und verbindet mit dem Allradantrieb auch einen hohen Nutzwert. Zudem ist der V40 in Bezug auf die Sicherheitsausstattung derzeit in seiner Klasse unschlagbar.

Was uns gefällt:

der Fahrspaß, die Ausstattung, das Sicherheitspaket, die Geräuschdämmung, das Design

Was uns nicht gefällt:

das Platzangebot im Fond und Kofferraum

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 3
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 3
Kofferraum: 3
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 2

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