Volvo XC90 T8 Hybrid - Testbericht

Der neue Volvo XC90 ist auch als Plug-in-Hybrid erhältlich und zeigt in unserem Test, dass Effizienz und Fahrspaß auch in dieser Klasse kombinierbar sind.

Die zweite Generation des Volvo XC90 besticht nicht nur mit einem einmaligen Design, sondern auch mit vielen technischen Highlights. So ist der neue XC90 auch mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb erhältlich, der den starken 2,0 Liter-Benziner noch mit einem Elektromotor kombiniert. In der Top-Ausstattungslinie Inscription kommt er auf einen Listenpreis von 82.220 Euro und bietet schon eine überragende Grundausstattung.

Unter anderem gibt es 20"-Leichtmetallfelgen, Voll-LED-Scheinwerfer inkl. Fernlichtassistent, Nappaleder Komfortsitze, eine 4-Zonen-Klimaautomatik, klimatisierte Vordersitze, Aluminium-Dekoreinlagen, das Sensus Connect "High-Performance"-Audiosystem inkl. 9"-Touchscreen, und noch vieles mehr.

Trotz wirklich üppiger Serienausstattung bleibt in der Premium-Liga aber immer noch Raum für einige Extras, so auch bei unserem Testfahrzeug. Wir hatten noch die Inscription Crystal Weiß-Perleffekt-Lackierung, 21"-Alufelgen, das Business-Paket Premium Sound, das IntelliSafe Pro-Paket, das Sitzkomfort-Paket, das Versatility-Paket, das Winter-Paket + Winter Paket Pro, das Xenium-Paket, eine elektrische Kindersicherung hinten, Alarmanlage, abgedunkelte Seitenscheiben ab der B-Säule, einen Garagentoröffner, auf Knopfdruck umklappbare Kopfstützen hinten, Apple Car Play, Innenspiegel mit Abblendautomatik und das wunderbare adaptive Luftfahrwerk mit Four-C-Technologie mit an Bord. Der Gesamtpreis knackt mit 101.410 Euro knapp die 100.000 Euro-Marke, lässt aber auch überhaupt keine Wünsche mehr unerfüllt.

Die Passagiere erwartet so ein Fahrerlebnis der ganz besonderen Art. Der Mix aus High-Tech, luxuriösen Materialien und einer Formgebung der Armaturenlandschaft, die auch in vielen Jahren noch nicht alt wirken wird, macht den XC90 zu einem ganz besonders angenehmen Reisefahrzeug.

Ein Highlight ist dabei der 9"-Touchscreen in der Mittelkonsole, der sich wie ein Tablet bedienen lässt. Die Seiten werden mit Wischbewegungen gewechselt, und man kann so gut wie alle Fahrzeugeinstellungen via Touchscreen erledigen.

Im Vergleich zu den anderen Modellen sind die digitalen Armaturen eine Spur abgeändert. Statt dem Drehzahlmesser findet man eine Energieanzeige, die den Fahrer darüber informiert, ob der Benzinmotor hinzu geschaltet wurde, oder ob man rein elektrisch unterwegs ist. Zur normalen Tankanzeige gesellt sich zudem noch eine Anzeige für den Ladestand der Batterie hinzu. Trotz vieler Funktionen und Technik bis zum Abwinken findet man sich auch ohne langes Studium der Betriebsanleitung sehr schnell zurecht.

Ein Traum sind die feinen, klimatisierten Ledersitze, die perfekten Halt bieten und extrem bequem sind. Das Platzangebot ist dabei auf allen Sitzen sehr gut, und es gibt auch viele Ablagen. Etwas geschrumpft zeigt sich der Kofferraum, der aber noch immer beachtliche 640 bis 1.816 Liter Fassungsvermögen bereit hält.

Ein weiteres Highlight des XC90 ist sein Plug-in-Hybrid-Antrieb. Der 2,0 Liter-Turbo-Benziner mit einer Leistung von 320 PS (235 kW) wird noch von einem 87 PS (64 kW) starken Elektromotor unterstützt. Zum 400 Nm Drehmoment des Benziners gesellen sich nochmals 240 Nm vom E-Motor. Das Maximale Drehmoment steht dabei von 2.200 bis 5.400 U/Min bereit.

Der Fahrer kann auch zwischen verschiedenen Fahrmodi wählen, die den Leistungsfluss regulieren. Zudem werden alle Systeme dem gewünschten Modus angepasst. Im ECO-Modus ist das Fahrzeug ganz auf Komfort und Sparsamkeit getrimmt, während man im Sport-Modus die volle Kraft von beiden Motoren zur Verfügung hat. Dann wird aus dem großen SUV schon fast ein Sportwagen, zumindest was die Leistungsentfaltung und das Fahrvergnügen anbelangt. Seine Länge von 495 cm kann der XC90 dabei perfekt kaschieren. Schaltet man in den Sport-Modus, wird die ganze Karosserie gesenkt und die Federung ganz auf eine sportliche Gangart hin abgestimmt. Wer die volle Leistung aus beiden Herzen abruft, sprintet in nur 5,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ist bis zu 230 km/h schnell.

Die 8-Gang-Automatik erledigt dabei die Schaltvorgänge überaus schnell und sanft, zudem hat man immer den passenden Gang parat. Alle Systeme harmonieren so gut aufeinander abgestimmt, dass es eine richtige Freude ist. Wer genug vom Fahrspaß hat, kann mit dem XC90 aber auch überaus sparsam unterwegs sein. Dank dem Plug-in-Hybrid-Antrieb sind bis zu 35 Kilometer rein elektrisch möglich.

Vor allem in der Stadt bewährt sich der E-Antrieb sehr gut. Man sprintet immer noch sehr passabel auf die erlaubte Höchstgeschwindigkeit und ist völlig geräuschlos unterwegs. Wobei auch in Kombination mit dem Benzinmotor die Geräuschkulisse im Innenraum Luxusklasse-Niveau zeigt. Wer möchte, kann die Energie der Batterien auch für einen späteren Zeitpunkt speichern, z.B. wenn man vorher auf der Autobahn unterwegs ist und dann in der Stadt emissionsfrei fahren möchte.

Trotz aller Sparsamkeit fällt es schwer, den vom Werk angegebenen Verbrauch von 2,1 Liter pro 100 Kilometer zu erreichen. Wir haben auf den ersten 100 Kilometern bei normaler Fahrweise einen Verbrauch von 5,9 Liter erreicht, was für ein 400 PS-SUV noch immer ein hervorragender Wert ist. Verzichtet man dann darauf, die Batterien mit neuer Energie zu versorgen, ist man im Hybrid-Modus unterwegs, wo durch die Rückgewinnung der Bremsenergie wieder Strom für den Fahrbetrieb gespeichert wird. Dabei ist der XC90 auch im Hybrid-Modus noch sparsam zu bewegen, wir sind hier auf einen Verbrauch von 8,5 Liter gekommen, womit er trotz deutlich mehr Fahrspaß sparsamer als der Diesel unterwegs ist.

Somit ist der XC90 T8 Twin Engine nicht nur der stärkste XC90, sondern auch im Realbetrieb der sparsamste XC90 und damit die beste Wahl. Er verbindet das Platzangebot eines Vans mit dem Komfort der Luxusklasse und der Sparsamkeit eines Hybrid-Fahrzeugs. Dass er dann auch noch so schick daher kommt, ist ein weiterer Bonus des XC90. Zudem ist er das Auto mit dem bislang besten Ergebnis beim EuroNCAP Crashtest, was ebenfalls für ihn spricht.

Was uns gefällt:

das Design, die luxuriöse Ausstattung, der Fahrspaß, der Verbrauch, der Fahrkomfort, eigentlich alles bis auf...

Was uns nicht gefällt:

...dass der Benzintank auf 50 Liter geschrumpft ist und damit die Reichweite deutlich einschränkt.

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 1
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1

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