Importeure fordern: Elektromobilität soll mehr gefördert werden

Der Verband der österreichischen Automobilimporteure spricht sich für eine Begünstigung von Erwerb und Betrieb eines Elektroautos aus.

Die Anschaffung eines Elektro-Mobils muss einen unmittelbaren und merklichen Mehrwert für die Käufer haben. Wichtig sind hierbei auch Erleichterungen im Unterhalt um die praktische Attraktivität zu steigern. Dazu Dr. Felix Clary, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure: "Die Elektromobilität auf dem gegenwärtigen Stand der Technik ist noch keine gleichwertige Alternative zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, sondern eine Teilbereichslösung - etwa in Ballungsräumen, wo die Reichweite weniger Rolle spielt. Wer sich dafür entscheidet, soll fairerweise gewisse Erleichterungen in Anspruch nehmen können. Dafür höhere Beiträge von den anderen Autofahrern einzuheben, wie in den letzten Tagen diskutiert, ist aber der falsche Weg, denn Mobilität ist in Österreich bereits heute im europäischen Vergleich sehr kostenintensiv."

Stattdessen fordert der Verband, dass Bund, Länder und Gemeinden Erleichterungen bieten, die für sie keine direkten Kosten verursachen, für die Betreiber von Elektro-Mobilen aber attraktiv sind. Ein praxisnaher Maßnahmenkatalog sollte die folgenden Punkte beinhalten:

  • Steuerliche Absetzbarkeit eines Teils der Anschaffungskosten auch für Privatpersonen

  • Entfall der Luxustangente von 40.000 Euro für die Anschaffungskosten und somit volle steuerliche Absetzbarkeit als Investitionsanreiz für Unternehmer

  • Befreiung von den öffentlichen Parkgebühren der Kommunen und Gemeinden bis auf Widerruf

  • Steuerliche Absetzbarkeit der Installationskosten für Ladestationen für Privatpersonen

  • Befreiung von der motorbezogenen Versicherungssteuer

Keiner dieser Punkte belastet ein Budget merkbar oder verursacht direkte Kosten, der rechnerische Einnahmenentgang für die öffentliche Hand ist somit vernachlässigbar gering. Der praktische Gewinn bietet den Käufern aber einen teilweisen Ausgleich für die hohen Anschaffungskosten, argumentiert man beim Verband der Automobilimporteure

Clary: "Förderung statt Forderung ist die Devise. Aufgrund der eingeschränkten Nutzbarkeit muss niemand Angst vor einer Flut von E-Mobilen haben, die dann kostenfrei parken und fahren. Es ist aber an der Zeit, dass der Staat ein Zeichen setzt und sich zu einer Förderung der E-Mobilität bekennt, anstatt sie nur zu fordern."

Der Verband erhofft sich von diesen praktischen Maßnahmen eine positive Signalwirkung für die Elektro-Mobilität in Österreich ohne damit neue Belastungen für die überwiegende Bevölkerungsmehrheit zu verursachen, die auf Mobilität mit Verbrennungsmotoren angewiesen ist.

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