EnBW steigt bei VERBUND-Tochter SMATRICS ein

Die EnBW Tochterfirma EnBW mobility+ übernimmt als strategischer Partner 25,1 Prozent der Anteile an der Verbund-Tochterfirma Smatrics

Wie EnBW und Smatrics in einer gemeinsamen Mitteilung im Dezember 2021 bekannt gaben, intensivieren die beiden Unternehmen ihre Partnerschaft. Bereits 2020 hatten Smatrics und die EnBW das gemeinsame Tochterunternehmen SMATRICS EnBW gegründet.

Mit bereits rund 250 DC-Schnellladepunkten betreibt das Joint Venture das größte Schnellladenetz in Österreich – und treibt den Ausbau der Elektromobilität voran. Die Beteiligung der EnBW an Smatrics legt nun den Grundstein für eine noch engere Zusammenarbeit der beiden Unternehmen.

So erklärt Timo Sillober, Chief Sales & Operations Officer bei der EnBW: „Nach unserem erfolgreichen Joint Venture für den Ladeinfrastrukturausbau in Österreich ist diese Beteiligung genau der richtige Schritt. Er ermöglicht uns eine noch bessere Verzahnung für weitreichende Produktkooperationen. Die Kompetenzen unserer Unternehmen ergänzen sich ideal, gerade was den Flotten- und Geschäftskundenbereich betrifft. So können wir den Erfolg der Elektromobilität weiter vorantreiben.“

Zustimmung der Kartellbehörden fehlt noch

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG übernimmt über ihre Tochtergesellschaft EnBW mobility+ AG & Co.KG 25,1 Prozent der Anteile an der VERBUND-Tochter SMATRICS. Die Softwarelösungen und Dienstleistungen von Smatrics ermöglichen es Geschäftskunden und Partnerunternehmen, umfassende E-Mobilitätslösungen zu nutzen oder anzubieten. Über die Details der Transaktion wurde Vertraulichkeit vereinbart. Der Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden.

Gemeinsam haben EnBW und Smatrics dieses Jahr bereits ein Stadtwerke-Angebot entwickelt und eine Komplett-Ladelösung für Flottenbetreiber gelauncht. Smatrics Geschäftsführer Hauke Hinrichs sieht im Einstieg der EnBW als strategischer Partner auch eine Stärkung der inhaltlichen Ausrichtung von Smatrics als IT- und Tech-Unternehmen im Bereich E-Mobilität: „Die EnBW konzentriert sich auf den Endkunden und wir sind der technologische Lösungsanbieter im Hintergrund.“

Hinrichs möchte Smatrics künftig verstärkt als technologischen E-Mobility-Partner für Energieversorger, Stadtwerke oder Unternehmen aus der Energiewirtschaft positionieren.

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG ist mit rund 24.000 Mitarbeiter_innen eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa und versorgt rund 5,5 Millionen Kund_innen mit Strom, Gas und Wasser sowie mit Energielösungen und energiewirtschaftlichen Dienstleistungen.

Im Bereich E-Mobilität betreibt die EnBW mobility+ AG & Co. KG das größte Schnellladenetz in Deutschland sowie über das Joint Venture SMATRICS EnBW GmbH auch in Österreich. Damit hat sich die EnBW in den vergangenen Jahren zu einem der Marktführer entwickelt und deckt für ihre Kund_innen als Full-Service-Anbieter mit ihren Tochterunternehmen die komplette Bandbreite ab: von der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen über den Auf- und Ausbau sowie den Betrieb von Ladeinfrastruktur bis zu digitalen Lösungen für Verbraucher_innen.

Besonders großer Beliebtheit bei Kund_innen erfreut sich die mobility+ App , da sie die Abrechnung pro verbrauchter kWh auch in Österreich ermöglicht. Auch in Sachen Benutzerfreundlichkeit ist die App der EnBW eine Benchmark in der Branche.

Strom aus erneuerbarer Energie

„Wenn der größte österreichische Grünstromanbieter und die Betreiberin des größten öffentlichen Schnellladenetzes in Deutschland jetzt noch enger zusammenarbeiten, dann ist das ein emissionsfreier Turboschub für die Mobilität der Zukunft“, freut sich CEO von Verbund Michael Strugl. Verbund ist einer der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa. Rund 95 Prozent des Stroms erzeugt das Unternehmen aus erneuerbaren Energien, vorwiegend Wasserkraft. Seit 1988 notiert Verbund an der Börse Wien, 51 % des Aktienkapitals besitzt die Republik Österreich.

Strugl: „Entscheidend für die erfolgreiche Einführung der E-Mobilität sind die Rahmenbedingungen und die Infrastruktur sowie die Bereitstellung von Strom aus 100 % erneuerbarer Energie.“