Wallboxen zum Laden von Elektroautos im Test

Mit kleinen Unterschieden erfüllen alle sechs getesteten Modelle ihre Aufgabe.

Wer sich ein Elektroauto zulegt und über eine Garage oder ein Carport verfügt, braucht natürlich auch eine Ladestation für zu Hause. Solche Wallboxen sind meist direkt beim Händler erhältlich, der das Elektroauto verkauft. Darüber hinaus gibt es aber auch viele Angebote auf dem freien Markt. Der ÖAMTC hat jetzt sechs dieser Wallboxen getestet.

"Mit kleinen Unterschieden in den Details erfüllen alle getesteten Wallboxen ihre Aufgabe einfach, sicher und zuverlässig", erzählt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Am besten abgeschnitten hat die HEIDELBERG Wallbox Home Eco, die in jeder Hinsicht überzeugen konnte. "Was sie für Konsumenten besonders attraktiv macht ist, dass sie im unteren Preissegment zu finden ist", so Kerbl. Auch die sehr gute WEBASTO Pure und die ESL Walli Light pro - eine der teuersten Boxen im Testfeld - kann der Experte uneingeschränkt empfehlen. "Einzige Schwachstelle bei der WEBASTO ist die Tatsache, dass sie nicht geöffnet werden kann", erklärt Steffan Kerbl. "Daher muss sie im Falle eines Defekts komplett ausgetauscht werden."

Auf den Plätzen dahinter folgen die MENNEKES Amtron Start C2 und die WALLBOX CHARGERS Pulsar. Letztere wurde nach 2018 bereits zum zweiten Mal getestet, da sie damals Mängel aufgewiesen hatte. "Aufgrund der Testergebnisse hat der Hersteller Abhilfe zugesichert. Dass unsere wesentlichen Kritikpunkte gehört wurden, zeigt der aktuelle Test", freut sich der ÖAMTC Experte. Befriedigend ist diesmal lediglich die PERDOK ecoLOAD. Obwohl sie zuverlässig funktioniert und einfach zu bedienen ist, blieb ihr wegen unzureichender Anleitungen und Sicherheitshinweise eine bessere Beurteilung verwehrt.

Abschließend noch einige Tipps für den Kauf und die Installation von Wallboxen:

- Die Installation ist nichts für Hobby-Elektriker, sondern die Aufgabe einer Fachkraft.

- Um hohe Zusatzkosten zu vermeiden, ist ein integrierter Schutz gegen Gleichfehlerströme wichtig.

- Ein fest angebrachtes Ladekabel erhöht den Komfort.

- Auf nicht benötigte Ausstattungen sollte man verzichten, da diese die Bedienung erschweren sowie zu Fehlern und Ausfällen führen können.

- Bei einer Störung sollte ein kompetenter Kundendienst verfügbar sein.

- Optimal ist eine 3-phasige 11-kW-Wallbox, mit der alle Elektroautos aufladbar sind.

- Zusätzlich zu den Kosten einer Wallbox entstehen auch Anschlusskosten.