Hyundai auf der CES 2024

Hyundai enthüllt auf der CES 2024 die Vision für Wasserstoff-Energie und Software-Lösungen.

Die Hyundai Motor Company hat, über die Mobilität hinaus, auf der CES 2024 ihre Vision einer wasserstoffbetriebenen, softwaregesteuerten Transformation vorgestellt.

Unter dem Motto „Ease every way“ veranstaltete die HMG seinen Medientag im Mandalay Bay Convention Center in Las Vegas, um ein Zukunftskonzept für ein Wasserstoff-Energie-Ökosystem und eine Vision für Softwareanwendungen und künstliche Intelligenz (KI) vorzustellen.

Im Einklang mit der Markenvision „Progress for humanity“, spiegelt das Thema „Ease every way“ das Ziel des Unternehmens wider, ein angenehmes und friedliches Lebensumfeld zu schaffen, indem es die drei universellen Grundwerte Freiheit, Sicherheit und Fairness für die globale Gemeinschaft vermittelt. Es geht über den bloßen physischen Nutzwert von Technologie hinaus und berücksichtigt das komplexe tägliche Leben, indem es Freiheit von verschiedenen Einschränkungen, Sicherheit in Gemeinschaften durch Softwaresicherheit und reduzierte Treibhausgasemissionen durch Wasserstoff sowie einen fairen Zugang zu sauberer Energie und damit verbundenen Dienstleistungen bietet.

„Wir bei Hyundai glauben, dass Wissenschaft und Menschlichkeit zwei Seiten derselben Medaille sind. Fortschrittliche Technologie sollte immer auch das Leben der Menschen verbessern. Sauberer Wasserstoff sollte für alle da sein, alles antreiben und überall verfügbar sein.“ Jay Chang, Präsident und CEO der Hyundai Motor Company

„Wir bewerten Fortschritt an den realen und positiven Auswirkungen, die er auf die Menschheit hat. Unser Thema für die CES 2024 – ‚Ease every way‘- ist eine monumentale Herausforderung. Aber der Geist der Herausforderung, der in der DNA unserer 56-jährigen Geschichte verankert ist, wird durch die Wasserstoff- und Software-Transformationen, die wir heute vorgestellt haben, fortgesetzt.“ José Muñoz, President und Global COO der Hyundai Motor Company

Eine innovative Lösung für die Produktion, die Speicherung, den Transport und die Nutzung von Wasserstoff

Die Hyundai Motor Group hat sich bereits dazu verpflichtet, bis 2050 kohlenstoffneutral zu werden. Dies wird durch eine klare RE100-Roadmap untermauert, die vorsieht, bis 2045 in den Fabriken in Übersee und bis 2050 in allen Konzernunternehmen 100 Prozent erneuerbare Energien einzusetzen. Wasserstoff wird bei der Erreichung dieser Ziele eine wichtige Rolle spielen.

Seit über 20 Jahren steht Hyundai an der Spitze der Wasserstoffdynamik und hat sich auf diesem Gebiet mehrfach als Pionier bewiesen, etwa durch die weltweit ersten in Serie produzierten Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge (FCEVs). Heute hat Hyundai den weltweit höchsten Marktanteil beim Verkauf von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen.

Wasserstoff spielt in der Nachhaltigkeitsstrategie von Hyundai eine entscheidende Rolle, da es sich um eine saubere Energiequelle handelt, bei deren Verwendung als Kraftstoff nur Wasser als Nebenprodukt anfällt. Außerdem ermöglicht er aufgrund seiner Vorteile bei der Speicherung und Verteilung die Maximierung der weltweiten Nutzung erneuerbarer Energien. Hyundai sieht in Wasserstoff den Weg in eine nachhaltige Zukunft, da er sowohl sauber als auch allgemein zugänglich ist.

Die Wasserstofflösungen von Hyundai gehen über PKWs, LKWs und Busse hinaus und umfassen auch Straßenbahnen, Spezialgeräte, Schiffe, Stromgeneratoren und fortschrittliche Luftmobilität. Das Unternehmen treibt die Energiewende als großer Wasserstoffanbieter voran.

Hyundai ist mit seinem Engagement für die Wasserstoffenergie nicht allein. Im Juni 2023 veröffentlichten die USA ihre National Clean Hydrogen Strategy and Roadmap zur Beschleunigung der Produktion, Verarbeitung, Lieferung, Speicherung und Nutzung von sauberem Wasserstoff. Im Dezember haben das International Hydrogen Trade Forum und dem Hydrogen Council auf der COP28 eine Reihe von Vorreiterinitiativen gestartet, um die Kommerzialisierung von Wasserstoff zu beschleunigen und den Übergang von fossilen Brennstoffen zu ermöglichen.

Neue Wertschöpfungskette bei Hyundai

Um sein Engagement für Wasserstoff weiter zu unterstreichen, hob Hyundai die Erweiterung von HTWO von einer Marke für Brennstoffzellensysteme zu einer Marke für die Wasserstoff-Wertschöpfungskette der Hyundai Motor Group hervor. HTWO umfasst nun die Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften der Gruppe und ermöglicht jede Stufe der gesamten Wertschöpfungskette für sauberen Wasserstoff, von der Produktion und Speicherung bis hin zu Transport und Nutzung. HTWO steht für „Wasserstoff“ und „Menschlichkeit“, die beiden Hauptsäulen des Brennstoffzellengeschäfts von Hyundai.

Das Geschäftsfeld von HTWO nutzt die weitreichenden Fähigkeiten des Konzerns in verschiedenen Sektoren wie Automobil, Teile, Stahl, Bau, Luftmobilität, Marine, Robotik und Zukunftstechnologien. Das Modell konzentriert sich auf die vier Kernbereiche der Energiewertschöpfungskette: Erzeugung, Speicherung, Transport und Nutzung. Die Tochtergesellschaften der Gruppe sind entlang der gesamten Wertschöpfungskette positioniert und bilden ein Wasserstoffnetz, das die Entwicklung von maßgeschneiderten End-to-End-Wasserstofflösungen ermöglicht.

Traditionell haben sich die Automobilhersteller auf die Fahrzeugnutzung konzentriert, während andere Branchen sich mit der Energieerzeugung, der Speicherung und dem Transport befasst haben. Dieser Ansatz hat zu einem langsamen und schwierigen Prozess der Energiewende geführt. Hyundai will diese Grenzen überwinden, indem es seine konzernweiten Wasserstoffkompetenzen kombiniert und integriert, um die Energiewende zu revolutionieren und den Aufbau einer Wasserstoffgesellschaft zu beschleunigen.

Die neue Identität von Hyundai als Nachhaltigkeitsakteur baut auf seiner Kernidentität als Automobilunternehmen auf. Eines der Ziele des Unternehmens ist es, zum Aufbau einer Wasserstoffgesellschaft beizutragen, indem es die Wasserstoffabnahme fördert. Die Hyundai Motor Group geht davon aus, dass sie über die Marke HTWO bis 2035 jährlich 3 Millionen Tonnen Wasserstoff erzeugen wird, um damit Geschäftsbereiche wie eine saubere Logistik, umweltfreundliche Stahlproduktion und Stromerzeugung zu versorgen.

Im Zuge der Pressekonferenz erläuterte Chang Hwan Kim, Senior Vice President und Leiter der Wasserstoff-Brennstoffzellen- und Batterieentwicklung, dass Hyundai auch Produktionskapazitäten für Polymerelektrolytmembranen (PEM-Elektrolyseure) im Megawattbereich für die Erzeugung von grünem Wasserstoff entwickelt, die in den nächsten Jahren auf den Markt kommen sollen. Hyundai plant, durch die gemeinsame Nutzung von Komponenten von Brennstoffzellensystemen einen wettbewerbsfähigen Preis im Vergleich zu bestehenden PEM-Technologien zu erzielen. Während der derzeitige Marktpreis von PEM-Elektrolyseuren etwa 1,5 Mal höher ist als der von alkalischen Elektrolyseuren, ist das Unternehmen zuversichtlich, dass der Preis durch die gemeinsame Nutzung von Komponenten unter den von alkalischen Elektrolyseuren fallen wird.

Darüber hinaus konzentriert sich die Gruppe auf die Technologie zur Herstellung von Wasserstoff im Ressourcenkreislauf, die darauf abzielt, Umweltschadstoffe in sauberen Wasserstoff umzuwandeln. Die Ressourcenkreislauftechnologie, auf die sich Hyundai konzentriert, umfasst zwei Ansätze: Waste-to-Hydrogen (W2H) und Plastic-to-Hydrogen (P2H). Bei W2H werden organische Abfälle wie Lebensmittel, Klärschlamm und Tierdüner vergoren, um Biogas zu erzeugen. Dieses Biogas wird anschließend behandelt, um Kohlendioxid abzuscheiden und Wasserstoff zu erzeugen. Beim P2H-Verfahren hingegen werden Kunststoffabfälle, die nicht recycelt werden können, geschmolzen, in einen gasförmigen Zustand gebracht und durch Entfernung unnötiger Elemente Wasserstoff erzeugt.

Verschiedene Projekte weltweit

Hyundai ist weltweit in verschiedene Wasserstoffprojekte involviert, unter anderem in Indonesien. Das Land zeigt ein wachsendes Interesse an Wasserstoff als einen entscheidenden Weg zur Erreichung der CO2-Neutralität. Es besteht die Notwendigkeit, die Einführung von Wasserstoff auf lokaler Ebene zu initiieren, um die regionale Akzeptanz dieser neuen Energiequelle zu fördern und den Aufbau eines Wasserstoff-Ökosystems in ganz Indonesien voranzutreiben.

In Indonesien beginnt Hyundai mit Waste-to-Hydrogen, also der Verwertung von Abfällen. So können die Städte ihre eigenen Wasserstoffproduktionsstätten einrichten und sind nicht mehr auf den Transport und die Lagerung von Wasserstoff angewiesen. Mit dem Eintritt verschiedener Abnehmer wird sich in der Region ein industrieller Wasserstoff-Cluster um das Zentrum herum bilden, der das Wachstum einer Wasserstoffgesellschaft fördert.

Im Rahmen der Partnerschaft mit Indonesien sucht Hyundai derzeit aktiv nach dem richtigen Standort in West-Java, um die HTWO-Netzlösung einzusetzen. Dies wird nicht nur Indonesien zugutekommen, sondern langfristig auch den ASEAN-Märkten, wo Wasserstoff eine wichtige Rolle bei der Förderung der Bewegung für Kohlenstoffneutralität und der wirtschaftlichen Entwicklung spielen könnte.

Hyundai ist auch aktiv an wasserstoffbezogenen Demonstrationsprojekten in den USA beteiligt, wo das Unternehmen plant, die auf die Nutzung ausgerichtete HTWO-Grid-Lösung anzuwenden. Dazu gehört die Beteiligung am NorCAL ZERO-Projekt in Nordkalifornien, bei dem 30 Hyundai XCIENT-Brennstoffzellen-LKWs die Dekarbonisierung des Hafens von Oakland unterstützen sollen. Der Konzern wird sich auch an dem Programm „Regional Clean Hydrogen Hubs“ beteiligen, das Teil einer 7-Milliarden-Dollar-Initiative der US-Regierung zur Entwicklung der Wasserstoffinfrastruktur ist.

Hyundai entwickelt aktiv Wasserstofflösungen, die auf spezifische Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. In Georgia arbeitet das Unternehmen am Clean Logistics Project, das sich um die Entwicklung einer Wertschöpfungskette für Wasserstoffmobilität bei der Hyundai Motor Group Metaplant America (HMGMA) dreht. Dieses im Bau befindliche Werk für Elektrofahrzeuge (EV) in Georgia soll jährlich bis zu 300.000 EVs produzieren. Durch das Clean Logistics Project wird Metaplant eine umfassende Wasserstoff-Wertschöpfungskette integrieren, beginnend mit dem Einsatz von XCIENT-Brennstoffzellen-Zugmaschinen zur Verwaltung der Logistik des Werks.

Die Zusammenarbeit von Hyundai mit verschiedenen Industrien in Georgia wird einen bedeutenden Einfluss haben und eine Vielzahl von Interessensvertretern zur Teilnahme an der Wasserstoff-Wertschöpfungskette anregen. Es ist davon auszugehen, dass diese Zusammenarbeit das Wirtschaftswachstum ankurbeln und Arbeitsplätze in diesem Bundesstaat schaffen wird.

„Hyundais nachweisliche Erfahrung mit Wasserstoff gibt der Bevölkerung von Georgia ein klareres Bild und ein besseres Verständnis der bemerkenswerten Chancen die vor uns liegen, während wir Georgias Position an der Spitze dieser aufstrebenden Industrie weiter ausbauen. Diese Entwicklungen werden das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigungsmöglichkeiten in Georgia fördern. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und die Konzentration auf den Ausbau sauberer Technologien in einer Vielzahl von Branchen. Nachdem wir die praktischen Anwendungen gesehen haben, die Hyundai bereits geliefert hat, freuen wir uns, dass Georgia Teil der Zukunft von Hyundai ist.“ Pat Wilson, Kommissar des Georgia Department of Economic Development

Weitere Infos zu Hyundai unter www.hyundai.at