Fahrbericht: Hyundai IONIQ Plug-in-Hybrid

Ab Juli ist mit dem IONIQ Plug-in-Hybrid die dritte IONIQ-Version erhältlich. Wir konnten schon erste Fahreindrücke sammeln.

Mit dem IONIQ Plug-in-Hybrid bietet Hyundai nun die dritte IONIQ-Version an. Er schließt damit die Lücke zwischen dem Hybrid und dem rein elektrisch betriebenen IONIQ. Damit stellt er die wohl interessanteste Variante dar. Immerhin können bis zu 63 Kilometer rein elektrisch zurück gelegt werden, man kann aber trotzdem bequem mit dem IONIQ Plug-in-Hybrid auf Urlaub fahren, ohne ständig Strom nachladen zu müssen.

Die Leistung des 1,6 Liter GDI-Benzinmotors liegt bei 105 PS (77 kW) und wird von einem 60 PS (44 kW) starken Elektromotor unterstützt. Die Systemleistung gibt Hyundai mit 141 PS (104 kW) an. Bei einer ersten Ausfahrt konnten wir schon feststellen, dass sich die Leistung nach deutlich mehr anfühlt als beim IONIQ Hybrid, der ebenfalls über eine Systemleistung von 141 PS verfügt. Der Vorteil am Plug-in-Hybrid ist auch, dass er über eine eigene EV-Taste verfügt und man so frei entscheiden kann, wann man rein elektrisch unterwegs sein möchte. Bei unserer ersten Ausfahrt sind wir auf 50 Kilometer rein elektrische Reichweite gekommen, wobei sich die 60 Elektro-PS überaus agil angefühlt haben.

Die volle Kraft erreicht man aber erst aus der Kombination aus Benzin- und Elektromotor. Im Sport-Modus ändert sich dabei die Tachoanzeige, damit man gleich merkt, dass man jetzt in einem anderen Modus unterwegs ist. Den Wechsel zwischen E-Modus und Benzin-Modus merkt man dabei kaum, so gut ist der IONIQ Plug-in-Hybrid gedämmt. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen nur 10,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 178 km/h und sollte auf unseren Straßen ausreichend sein.

Sind die Batterien erst einmal leer, ist man noch immer in einem Hybrid-Modus unterwegs, bei dem durch Rekuperation ein Teil der Batterien wieder aufgeladen werden kann. So sind wir nach einer ersten Spritztour über 100 Kilometer auf einen überaus beachtlichen Verbrauch von nur 2,4 Liter gekommen. Laut Werk soll sich der Plug-in-Hybrid mit 1,1 Liter begnügen. Nachdem es sich bei unserer ersten Ausfahrt aber noch um ein sehr neues Fahrzeug gehandelt hat, kann man davon ausgehen, dass noch der eine oder andere Zehntelliter eingespart werden kann, wenn der Wagen richtig eingefahren ist.

Der Hyundai IONIQ Plug-in-Hybrid bietet dabei auch viel Fahrspaß, durch den niedrigen Schwerpunkt liegt er perfekt auf der Straße, bleibt aber dennoch sehr komfortabel gefedert. Keinen Wunsch lässt der Wagen auch bei Komfort und Sicherheit unerfüllt. Wer möchte kann klimatisierte Ledersitze vorne, ein Navi mit 8"-Touchscreen, einen adaptiven Tempomat, Lenkradheizung, Toter-Winkel-Warner und noch vieles mehr für seinen IONIQ Plug-in-Hybrid ordern.

Preislich startet der IONIQ Plug-in-Hybrid bei sensationellen 29.490 Euro, wobei hier schon ein autonomer Notbremsassistent, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, ein Audiosystem mit 5"-LCD-Bildschirm, eine Rückfahrkamera, ein Fahrersitz mit elektrischer Lordosenstütze und vieles mehr mit an Bord ist. Beim 30.999 Euro teuren Style-Modell gibt es zusätzlich noch LED-Scheinwerfer, LED-Rückleuchten, die Supervision Armaturen mit 7"-LCD-Bildschirm, elektrisch anklappbare Außenspiegel und Smart-Key. Durch Förderungen kann der Plug-in-Hybrid deutlich günstiger kommen als gleich große Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb.

Bei unserer ersten Ausfahrt konnte der Hyundai IONIQ Plug-in-Hybrid auf ganzer Länge überzeugen. Er fährt sich überaus angenehm, bietet viel Luxus und ist im Vergleich zur Konkurrenz unschlagbar günstig.

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