Erfreulicher Fahrbericht: Hyundai Kona Elektro

Mit dem Kona Elektro hat Hyundai jetzt sein zweites rein elektrisch betriebenes Modell im Programm. Wir konnten schon erste Fahreindrücke sammeln.

Was deutsche Autohersteller noch als Vision für die Zukunft von Autoshow zu Autoshow stellen, hat Hyundai mit dem Kona Elektro schon jetzt im Schauraum stehen: Einen bezahlbaren Elektro-SUV mit großer Reichweite. Wobei es den Kona Elektro derzeit nur in Top-Ausführung als Level 5 gibt. Der Listenpreis liegt da bei 45.790 Euro, kann aber durch Förderungen noch ordentlich gesenkt werden. Dafür gibt es aber auch Luxusausstattung auf höchstem Niveau serienmäßig. Mit an Bord sind schon Teilledersitze mit Sitzheizung, ein adaptiver Tempomat, ein autonomer Notbremsassistent, ein Spurhalte- und Spurfolgeassistent, ein Querverkehrswarner hinten, ein Navigationssystem mit 8"-Touchscreen, ein Head-up-Display, Voll-LED-Scheinwerfer, der Smart Key und noch vieles mehr.

Neben der luxuriösen Ausstattung kann der Kona Elektro auch mit jeder Menge Fahrspaß aufwarten, wie wir bei einer ersten Ausfahrt mit dem Elektro-SUV feststellen konnten. In Österreich gibt es den Kona Elektro mit 64 kWh großer Batterie und 204 PS (150 kW) Leistung. Der Elektromotor liefert vom Stand weg ein maximales Drehmoment von 395 Nm, auf trockener Fahrbahn bringt er die Leistung auch perfekt auf die Straße. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen nur 7,6 Sekunden, und man ist bis zu 167 km/h schnell. Dabei kann man mit dem Kona Elektro auch atemberaubende Zwischensprints absolvieren, vor allem, wenn man in den Sport-Modus schaltet, wo alle Systeme auf optimale Leistung getrimmt sind.

Der Normal-Modus ist für den täglichen Bedarf völlig ausreichend, und man soll mit dem neuen Kona Elektro nach WLTP-Messung bis zu 485 Kilometer weit kommen. An einer 100 kW Schnellladestation sind 90% der Batterie in knapp einer dreiviertel Stunde wieder aufgeladen. Bei unserer ersten Ausfahrt hat der Kona Elektro gezeigt, dass die Reichweite durchaus realistisch ist, wenn man nicht dauernd die volle Leistung abruft, was natürlich viel Spaß macht, den Stromverbrauch aber nach oben treibt. Wir konnten der Versuchung nicht widerstehen und sind auf einen Verbrauch von 15,8 kWh pro 100 Kilometer gekommen, laut Werk sollten es 14,3 kWh sein. Wer den Kona Elektro im Eco-Modus bewegt, wird sicher den vom Werk angegebenen Stromverbrauch unterschreiten können. Zudem gibt es auch noch einen Eco-Plus-Modus, der für noch mehr Sparsamkeit sorgt, der Kona wirkt in diesem Modus aber etwas schaumgebremst.

Dennoch muss man bei einer Reichweite von 485 Kilometern keine Kompromisse eingehen. Selbst wer die volle Leistung öfters abruft, wird noch auf 350 bis 400 Kilometer kommen, denn durch die Rekuperation wird während der Fahrt viel Energie zurück gewonnen. Sobald man den Fuß vom Gaspedal nimmt, verzögert der Kona Elektro gewaltig und speist mit der daraus gewonnenen Energie die Batterien. Ein weiterer Vorteil des Elektro-SUV ist die Straßenlage. Durch den niedrigen Schwerpunkt liegt der Kona wie ein Sportwagen auf der Straße und vermittelt dadurch noch mehr Fahrspaß.

Zur großen Überraschung ist auch das Gepäckabteil kaum kleiner als bei den anderen Modellen, statt 361 Liter kommt man im Kona Elektro auf 332 Liter Stauraum, was für ein Auto dieser Klasse ohnedies kein schlechter Wert ist. Der Innenraum selbst wirkt sehr modern und hebt sich von den anderen Kona-Modellen ebenfalls ab. Vor allem die Mittelkonsole ist im Kona Elektro ganz anders gestaltet. Für die Wahl der Fahrstufe stehen nur Knöpfe bereit. Es gibt viele praktische Ablagen, und man fühlt sich wirklich wohl im Innenraum des Kona Elektro.

Das Head-up-Display informiert über alles Wichtige, und der 8" große Touchscreen bietet schnell jede gewünschte Information. Man kann sich auch den Energiefluss anzeigen lassen und prüfen, wie effizient man unterwegs ist.

Bei unserer ersten Ausfahrt hat der Kona Elektro auf jeden Fall überzeugt. Er bietet enorm viel Fahrspaß und dennoch eine Reichweite, die schon an jene von Benzin betriebenen Autos heran kommt.

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