Hyundai entwickelt Seitenairbag zwischen Fahrer und Beifahrer

Die Hyundai Motor Group hat einen neuartigen Seitenairbag entwickelt und patentiert, um die Sicherheit ihrer Fahrzeuge weiter zu erhöhen.

Bei einem seitlichen Aufprall schiebt sich der Airbag zwischen Fahrer und Beifahrer und schützt so beide Insassen vor Kopfverletzungen. Hyundai will die Technologie in künftigen Serienautos einsetzen. Der neue, zentral eingebaute Seitenairbag ist im Fahrersitz untergebracht und wird ausgelöst, sobald die Sensoren entsprechende Kräfte durch einen seitlichen Aufprall erkennen. Dann entfaltet sich der Airbag in dem Raum zwischen Fahrer und Beifahrer. Sollte der Beifahrersitz nicht besetzt sein, schützt der Airbag den Fahrer vor den Folgen einer Kollision auf der rechten Seite.

"Die Entwicklung des zentralen Seitenairbags geht über das bloße Hinzufügen eines zusätzlichen Airbags hinaus", sagt Hyock In Kwon, Research Engineer des Crash Safety System Engineering Design Teams der Hyundai Motor Group. "Wir streben weiterhin danach, die Insassensicherheit zu erhöhen, indem wir uns auf alle möglichen Unfallarten vorbereiten." Hyundai erwartet, dass die Anzahl der Kopfverletzungen, die beim Zusammenprall von Autoinsassen entstehen, durch den Einsatz des zentralen Seitenairbags um 80 Prozent abnimmt. Nach einer Statistik des Europäischen Automobilverbandes ACEA werden rund 45 Prozent der Folgeschäden eines Unfalls durch den Zusammenprall der Köpfe oder durch den Aufprall des Kopfes ans Interieur verursacht.

Um Gewicht und Größe des Airbags zu verringern und gleichzeitig eine höchstmögliche Zuverlässigkeit zu garantieren, hat Hyundai patentierte, neue Technologien eingesetzt: So erlaubt eine interne Komponente namens Tether dem Airbag, seine Form zu bewahren und gleichzeitig dem Gewicht des Fahrzeuginsassen standzuhalten.

Ein neu entwickeltes Verfahren ermöglicht ein vereinfachtes Design und ein geringeres Gewicht der Komponenten, um den Airbag 500 Gramm leichter zu machen als vergleichbare Wettbewerbsprodukte. In Verbindung mit seinen kompakten Abmessungen gibt der zentrale Seitenairbag den Hyundai Designteams mehr Flexibilität bei der Sitzgestaltung, die ihnen für künftige Modelle vorschwebt.

Hyundai erwartet, dass die für 2020 überarbeiteten Crashnormen von Euro NCAP (New Car Assessment Program) den Seitenaufprall stärker berücksichtigen. So soll sich der neue Airbag nicht nur in der Praxis, sondern auch bei diesen Tests als vorteilhaft erweisen. Allein in den vergangenen vier Jahren ist es verschiedenen Hyundai Modellen gelungen, beim Euro NCAP-Crashtest die Bestnote von fünf Sternen zu erzielen, zum Beispiel dem Hyundai i30, Kona, Tucson, Santa Fe und Nexo. Regelmäßige Fünf-Sterne-Bewertungen gab es für Hyundai auch bei den Crashtests der amerikanischen NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration), außerdem erhielt die Hyundai Motor Group bisher 12 Mal die Auszeichnung "Top Safety Pick+" des privaten IIHS (Insurance Institute for Highway Safety). Auch hier waren die Hyundai Modelle Kona, Santa Fe, Tucson und Nexo unter den Preisträgern.