Der neue Hyundai Tucson – Fahrbericht

Mit dem neuen Tucson möchte Hyundai neue Maßstäbe im Segment setzen. Wir konnten schon erste Fahreindrücke sammeln und verraten, ob dies gelungen ist.

Der Hyundai Tucson ist der Bestseller der Marke in Europa und damit ein sehr wichtiges Fahrzeug. Mit der neuen Generation möchte Hyundai im Segment auch neue Maßstäbe setzen.

Mit seinem Vorgänger hat der neue Tucson nur noch den Namen gemeinsam, was man auch optisch sieht. Die neue Generation kommt mit einem vom Konzeptfahrzeug „Vision T“ abgeleiteten Design.

Der neue Tucson wirkt schon auf den ersten Blick dynamisch, elegant und extravagant zugleich. Das Design besticht zudem mit einem hohen Maß an Eigenständigkeit.

Vor allem die Front mit den markanten LED-Scheinwerfern, die gekonnt in den Kühlergrill übergeleitet werden, ist ein echter Hingucker. Aber auch das knackige Heck mit der auffälligen Lichtsignatur kann überzeugen.

Ebenfalls in einem komplett neuen Design zeigt sich der Innenraum, der über eine digitale Tachoeinheit mit 10,25“ und einen bis zu 10,25“ großen Touchscreen verfügt. Hyundai verzichtet zudem nicht auf eine getrennte Regelung für die Klimatisierung, was einen hohen praktischen Nutzwert hat.

So muss man nicht erst in drei verschiedene Untermenüs navigieren, um einfache Funktionen der Klimasteuerung zu wählen, wie es bei manch anderen Herstellern jetzt üblich ist.

Die Fahrgäste müssen zudem auch nicht auf Luxus verzichten, auf Wunsch gibt es sogar klimatisierte Ledersitze vorne, ein KRELL-Soundsystem oder einen schlüssellosen Zugang.

Im Vergleich zum Vorgänger bietet der neue Tucson trotz fast identischer Abmessungen deutlich mehr Platz. Das Kofferraumvolumen variierte je nach Motorisierung von 546 bis 620 Litern bzw. bei umgeklappter Rückbank zwischen 1.725 bis 1.799 Litern.

Womit wir auch schon bei der Fülle an Motorisierungsmöglichkeiten wären. Der neue Tucson ist mit konventionellen Antrieben, mit Mild-Hybrid-System, mit Vollhybrid und ab Frühjahr 2021 auch mit Plug-in-Hybrid verfügbar.

Beim 1,6 Liter T-GDI mit 150 PS (110 kW) können die Kunden zwischen normalem Antrieb oder Mild-Hybrid wählen, der 1,6 T-GDI mit 180 PS (132 kW) verfügt serienmäßig über das 48V-Mild-Hybrid-System.

Auch der 136 PS (100 kW) starke Diesel ist serienmäßig mit Mild-Hybrid-Antrieb ausgerüstet. Als Basistriebwerk steht ein 116 PS (85 kW) starker Diesel zur Verfügung.

Noch mehr Sparsamkeit als die Mild-Hybrid-Versionen verspricht der Hyundai Tucson Hybrid, der über eine Systemleistung von 230 PS (169 kW) verfügt.

Fast alle Versionen sind auch wahlweise mit Front- oder Allradantrieb sowie mit manueller Schaltung oder 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe kombinierbar. Der Hybrid verfügt als einziger über eine 6-Gang-Automatik.

Bei einer ersten Ausfahrt konnten wir schon den 136 PS (100 kW) Diesel und den 230 PS (169 kW) starken Hybrid näher kennen lernen.

Schon der 136 PS-Diesel hat uns auf den ersten Metern mit seiner enormen Schubkraft überzeugt. Zu verdanken ist dies vor allem der zusätzlichen elektrischen Leistung von knapp 17 PS, die der Mild-Hybrid-Antrieb liefert.

Laut Werk benötigt man für den Sprint von 0 auf 100 km/h zwar 11,6 Sekunden, in der Praxis fühlt sich dies aber deutlich flotter an. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 183 km/h.

Noch mehr Fahrspaß hat der Tucson Hybrid geliefert. Der 180 PS (132 kW) starke 1,6 T-GDI wird von einem 60 PS (44 kW) starken Elektromotor unterstützt.

Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen hier nur 8,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 193 km/h. Dank des Allradantriebs wird die Kraft auch jederzeit souverän auf die Straße gebracht, und der Tucson lässt sich sehr dynamisch bewegen.

Im Vergleich zum Vorgänger bietet er deutlich mehr Fahrspaß bei niedrigerem Verbrauch. Eine sehr direkte Lenkung und eine wunderbare Abstimmung von Fahrwerk und Federung sprechen ebenfalls für den neuen Star im Hyundai-Sortiment. Auch die Geräuschdämmung ist auf Premium-Niveau angesiedelt.

Abgerundet wird das Ganze noch von einer umfangreichen Sicherheitsausstattung, die unter anderem schon den neuen „Highway Driving Assist 1.5“, einen navigationsbasierenden Abstandstempomat oder einen Toter Winkel-Assistenten mit Toter Winkel-Kamera bietet. Hier werden in Tacho oder Drehzahlmesser Bilder einer Kamera eingeblendet, die zeigen, ob sich ein Fahrzeug im toten Winkel befindet.

Hyundai hat also nicht zu viel versprochen, der neue Tucson setzt tatsächlich neue Maßstäbe in seinem Segment. Uns hat die erste Ausfahrt auf jeden Fall rundum begeistert. Preislich startet der neue Tucson bei 32.990,- Euro, das vorläufige Topmodell, der 1,6 T-GDI Hybrid 4WD, kommt in Top-Ausstattung auf 48.990,- Euro. Damit ist der neue Tucson auch preislich noch sehr interessant positioniert.