Fahrbericht: Hyundai Tucson Facelift

Hyundai schickt den Tucson frisch geliftet ins neue Modelljahr. Hier lesen Sie, was sich alles geändert hat und wie sich der geliftete Tucson fährt.

Es ist kaum zu glauben, aber der Tucson ist schon wieder drei Jahre am Markt. Auch wenn er noch sehr neu wirkt, bekommt er für das neue Modelljahr bereits ein Facelift und wird technisch überarbeitet. Die optischen Änderungen sind dabei sehr gelungen, der frisch geliftete Tucson hat nichts von seinem Charme verloren, sieht aber noch dynamischer aus. Zu verdanken ist das vor allem der neuen Frontpartie, die mit neuem Scheinwerferlayout und auf Wunsch auch LED-Scheinwerfern nochmals deutlich an Format gewonnen hat. Auch das Heck zeigt sich leicht modifiziert und mit neuen LED-Rückleuchten sowie neuem Heckklappen- sowie Stoßfänger-Design.

Gleich zu erkennen ist der neue Tucson-Jahrgang auch im Innenraum. Der neue freistehende Monitor ist dabei das auffälligste Merkmal, die hohe Positionierung ist sehr angenehm. Die verwendeten Materialien wirken jetzt auch hochwertiger, und es sind mehr Soft Touch-Materialien als bisher verbaut. Neu sind auch das KRELL Premium Sound System und eine elektronische Parkbremse, die nun auch bei den Modellen mit manueller Schaltung Einzug hält. Geblieben sind das großzügige Raumangebot und ein Kofferraumvolumen, das je nach Rückbankposition zwischen 459 und 513 bzw. 1.449 bis 1.503 Litern Fassungsvermögen bietet.

Bei den Assistenzsystemen halten nun eine Müdigkeitserkennung, eine 360-Grad-Übersichtkamera, ein Fernlichtassistent und ein Abstandsregeltempomat mit Stopp&Go-Funktion Einzug im neuen Tucson. Ein besonderes Highlight bietet der überarbeitete Tucson bei den Motoren. Erstmals kommt der 2,0 Liter CRDi mit 185 PS (136 kW) in Kombination mit der 48 Volt-Technik auf den Markt. Damit wird der Verbrennungsmotor kurzfristig mit bis zu 12 kW Leistung versorgt, was den Kraftstoffverbrauch senken soll. Der starke Diesel ist bis zu 201 km/h schnell und verfügt über ein maximales Drehmoment von 400 Nm. Er wird mit dem Allradantrieb HTRAC kombiniert und kann mit manueller 6-Gang-Schaltung oder 8-Gang-Automatik geordert werden.

Ein neuer 1,6 Liter-Diesel ersetzt den bisherigen 1,7 Liter-Diesel und den schwächeren 2,0 Liter-Diesel. Der neue 1,6 CRDi leistet 116 PS (85 kW) oder 136 PS (100 kW). Der Einstiegsmotor wird dabei nur mit Frontantrieb und manueller 6-Gang-Schaltung angeboten, der stärkere kann mit Allradantrieb und 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe geordert werden. Geblieben sind die Benzin-Motorisierungen mit 132 PS (97 kW) oder 177 PS (130 kW).

Bei einer ersten Ausfahrt konnten wir schon den neuen 1,6 Liter-Diesel mit 136 PS und Doppelkupplungsgetriebe kennen lernen. Auf den ersten Blick überzeugt der neue Innenraum, dessen freistehender Touchscreen deutlich moderner wirkt. Auch die neuen Materialien wirken jetzt hochwertiger als bisher, und so macht der Tucson schon im Stand einen durchaus positiven Eindruck. Deutlich mehr Fahrspaß bietet auch der 1,6 Liter-Diesel in Kombination mit dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Die Kombination aus Selbstzünder und Doppelkupplungsgetriebe steht dem Tucson sehr gut. Er wirkt damit noch agiler und hinterlässt auch in Bezug auf den Fahrspaß einen guten Eindruck. Der Allradantrieb sorgt zudem für eine perfekte Kraftverteilung.

Das Facelift hat dem Tucson also durchaus viel Neues gebracht, seine Stärken sind dabei geblieben. In der Summe der Eigenschaften ist er aber nochmals deutlich besser geworden. Die Preise bleiben weiterhin sehr interessant: das günstigste Modell kostet unter Berücksichtigung des Vorteilsbonus nur 22.990 Euro. Der Tucson 1,6 GDI mit 132 PS kann dabei schon mit Klimaanlage, 16"-Alufelgen, Einparkhilfe hinten, Tempomat und vielem mehr überzeugen.

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