Der neue Hyundai i30 - Fahrbericht

Der neue Hyundai i30 soll den Erfolg der Marke weiter festigen. Wir haben mit dem neuen i30 schon eine erste Testfahrt absolviert.

Im Jahr 2007 hat Hyundai mit der ersten Generation des i30 für viel Aufsehen gesorgt. Rund 82% der i30-Käufer sind dabei von anderen Herstellern zu Hyundai gekommen und haben sich für den kompakten Koreaner entschieden.

Mit dem neuen i30 geht Hyundai wieder einen Schritt weiter und möchte sowohl die bestehenden Kunden halten, als auch Neukunden von anderen Marken gewinnen. Die Chancen stehen dabei sehr gut, denn der neue i30 offenbart die nächste Evolutionsstufe der "Fluidic Sculpture"-Designspache, die den i30 zum Hingucker macht.

Der neue i30 hat deutlich an Sportlichkeit gewonnen, jedoch beim Platzangebot trotzdem zugelegt. Auch der Innenraum gefällt mit hochwertigen Materialien, einer top Verarbeitung und vielen praktischen Ablagen.

So schafft der i30 perfekt den Spagat zwischen Design und Nutzwert und zeigt, dass optisch gelungene Innenräume auch sehr praktisch sein können.

Zum Start kommt der i30 mit fünf Motorisierungen und drei Ausstattungsvarianten. Als Basismotor steckt der bewährte 1,4 Liter Benziner mit 100 PS (73 kW) unter der Haube. Der zweite Benziner ist der 1,6 GDI mit einer Leistung von 135 PS (99 kW), der wahlweise auch mit einer 6-Gang-Automatik erhältlich ist.

Bei den Dieseln bildet der 1,4 CRDi mit 90 PS (66 kW) den Einstieg in die Welt der Selbstzünder. Die Alternative dazu ist der 1,6 CRDi mit wahlweise 110 PS (81 kW) oder 128 PS (94 kW). Beide 1,6 Liter-Diesel sind auch in Kombination mit Automatik erhältlich.

Für besonders umweltbewusste Kunden stehen auch für alle Motorisierungen Blue Drive-Versionen mit dem ISG Start/Stopp-System zur Verfügung. So senkt sich zum Beispiel der Verbrauch des 1,6 CRDi in beiden Leistungsstufen von 4,1 auf nur noch 3,7 Liter pro 100 Kilometer, der CO2-Ausstoß liegt dann mit 97 Gramm pro Kilometer unter der magischen 100 Gramm-Grenze.

Preislich startet der i30 1,4 CVVT in der Europa-Ausstattung bei 15.990 Euro. Mit an Bord sind da schon ABS, ESP, 6 Airbags, eine Berganfahrhilfe, ein Audiosystem mit CD/MP-Player und vier Lautsprechern, Bordcomputer, elektrische Fensterheber vorne, eine Klimaanlage und eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung.

Wer sich bei gleicher Motorisierung für den EuropePlus entscheidet, bekommt um nur 1.000 Euro Aufpreis zusätzlich noch Außenspiegel und Türgriffe in Wagenfarbe, elektrisch verstellbare Außenspiegel, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, das "Flex Steering"-System, eine Mittelarmlehne vorne, ein Lederlenkrad, einen Lederschaltknauf und eine Radiofernbedienung vom Lenkrad inkl. Bluetooth-Einheit.

Richtig luxuriös wird es dann bei der Premium-Ausstattung, die ab 18.990 Euro in Kombination mit dem 1,4 CVVT Motor erhältlich ist. Hier wird man zusätzlich mit elektrisch anklappbaren Spiegeln, einer Einparkhilfe hinten, einem Fahrerknieairbag, Lichtsensor, elektrischen Fensterhebern vorne und hinten, einer verschiebbaren Mittelarmlehne vorne, einer Mittelarmlehne hinten, Tempomat und einer Sitzheizung für die Vordersitze verwöhnt.

Mit einer Fülle an Optionen kann man den i30 noch weiter ausrüsten, so stehen zum Beispiel Xenon-Scheinwerfer, eine Einparkhilfe vorn und hinten, ein Panorama-Glasschiebedach, ein Navigationssystem mit 7"-Touchscreen, eine Rückfahrkamera oder ein schlüsselloses Zugangssystem mit Start/Stopp-Knopf zur Verfügung.

Bei einer ersten Ausfahrt konnten wir schon den 1,6 CRDi mit 128 PS in Kombination mit Automatikgetriebe und den 1,6 GDI mit 135 PS näher kennen lernen.

Gemeinsam ist beiden Modellen ein vorzügliches Platzangebot, sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Reihe. Das Kofferraumvolumen ist mit 376 bis 1.316 Liter auch großzügig bemessen und im oberen Bereich der Klasse zu finden.

Sehr gut sind auch die Verstellmöglichkeiten von Lenkrad und Sitzen, die Personen jeder Größe eine optimale Sitzposition ermöglichen sollten.

Die Gestaltung der Armaturen kann im neuen i30 ebenso überzeugen wie die Funktionalität, selbst mit dem Navigationssystem findet man sich auf Anhieb zurecht, ohne die Betriebsanleitung studieren zu müssen.

Für komfortorientierte Vielfahrer ist der Dieselmotor mit Automatikgetriebe sicher die perfekte Wahl. Zwar nimmt die Automatik etwas an Spritzigkeit, und die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h ist mit 11,7 Sekunden nicht mehr ganz so flott wie beim manuell geschalteten Diesel, der die gleiche Aufgabe in 10,9 Sekunden erledigt, dafür hat die Automatik immer den passenden Gang parat und erfreut mit schnellen und sanften Schaltvorgängen.

Auch Federung und Fahrwerk sind ganz auf Komfort getrimmt, trotzdem verfügt der i30 über eine sehr gute Straßenlage und lässt auch flott gefahrene Kurven zu, ohne dass man das Gefühl hätte, bald die Fahrbahn zu verlassen.

Gefallen hat uns auch die Geräuschdämmung, die für ein Kompaktauto sehr gut ausgefallen ist. Selbst bei Autobahntempo bleibt es im Innenraum angenehm leise, lediglich bei starker Beschleunigung dringt noch ein leichtes Diesel-Nageln in den Innenraum.

Noch ein wenig leiser ist es dann im benzinbetriebenen i30. Der 1,6 Liter GDI ist zudem auch sehr spritzig zu bewegen. Die Schaltung ist butterweich, und die Gänge liegen schön eng bei einander. Der 135 PS Benziner schafft die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 9,9 Sekunden und ist bis zu 195 km/h schnell.

Der neue i30 kann auf jeden Fall bei unserer ersten Begegnung überzeugen. Design und Ausstattung können es in jeder Hinsicht mit den etablierten Marken aufnehmen, und auch Antrieb und Fahrwerk sind ganz auf den Geschmack der Europäer abgestimmt. Dass die Verarbeitung zudem noch sehr gut ist, musste schon ein Konzernboss eines anderen Autokonzerns neidvoll eingestehen.

Für die gute Qualität bürgt auch die fünfjährige Garantie ohne Kilometerbegrenzung, die Hyundai auch auf den neuen i30 gibt. Jene, denen der i30 noch eine Spur zu wenig Laderaum bietet, müssen noch etwas Geduld aufbringen, die Kombi-Version des i30 wird erstmals am Genfer Autosalon zu sehen sein und Ende 2012 in den Handel kommen.

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