Hyundai Santa Fe 2,2 CRDi 4WD - Testbericht

Die dritte Generation des Hyundai Santa Fe ist seit kurzem auf dem Markt. Wir haben das Topmodell mit dem 197 PS Dieselmotor getestet.

Mit der ersten Generation des Santa Fe konnte Hyundai auch in Europa überraschen und viele Kunden gewinnen, die dritte Generation soll den Premium-Anspruch der Marke jetzt weiter ausbauen.

Im Vergleich zum Vorgänger ist der neue Santa Fe wesentlich bulliger geworden, hat dabei aber gleichzeitig an Dynamik gewonnen. Das neue "Fluidic Sculpture"-Design steht dem Offroader sehr gut und lässt ihn schon auf den ersten Blick sehr hochwertig erscheinen.

Vorbei sind auch die Zeiten, wo die Individualisierungsmöglichkeiten bei Hyundai stark eingeschränkt waren. Der neue Santa Fe weist schon eine Optionen-Liste auf, die vor wenigen Jahren bei dieser Marke noch undenkbar war.

Dabei verfügt schon die Serienversion über eine sehr gute Ausstattung, doch sind der optischen und technischen Verfeinerung kaum noch Grenzen gesetzt. Das Ganze schlägt sich dann natürlich auch beim Preis nieder, wo der Santa Fe auch seinen Premium-Anspruch unterstreicht.

Der 197 PS starke Santa Fe 2,2 CRDi 4WD in der Top-Ausstattungslinie "Style kommt auf einen Listenpreis von 42.990 Euro. Mit an Bord sind dann aber schon ABS, ESP, sieben Airbags, Regen- und Lichtsensor, Bergan- und Bergabfahrhilfe, LED-Tagfahrlicht, Lederausstattung inkl. elektrisch verstellbaren Sitzen mit Memory-Funktion vorne, die Supervision Armaturen mit TFT-Bildschirm, 19"-Leichtmetallfelgen, LED-Rückleuchten, Reifendruckkontrolle, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, Tempomat, Bordcomputer sowie ein Audiosystem mit CD-Player und MP3-Abspielfunktion.

Unser Testauto hatte dann noch das Lichtpaket (Xenon-Scheinwerfer, adaptives Kurvenlicht, Scheinwerferreinigungsanlage), den Smart Parking Assist, das schlüssellose Zugangs- und Startsystem, das Navigationssystem mit 7"-Touchscreen und Rückfahrkamera, das Panorama Hub-/Schiebeglasdach, den Spurhalteassistenten und einen Chrom-Kühlergrill mit an Bord. Der Gesamtpreis liegt damit bei 49.680 Euro und verfehlt die magische 50.000 Euro-Grenze nur knapp.

So ausgestattet lässt der Santa Fe dann aber auch keine Wünsche mehr offen und präsentiert sich ebenso hochwertig und fein ausgeführt, wie es der Preis schon hoffen lässt.

Das moderne Innenraumdesign ist sehr geschmackvoll ausgefallen, kann dabei aber auch mit viel Liebe zum Detail und guten Ideen aufwarten. Die Verarbeitung ist top, und auch die verwendeten Materialien machen einen sehr guten Eindruck. Trotz vieler Funktionen ist der Santa Fe auch sehr einfach in der Handhabung, alle Knöpfe und Schalter sind intuitiv zu bedienen und logisch angeordnet.

Viele praktische Ablagen erleichtern einem zusätzlich das tägliche Autofahrerleben, allen voran die gut positionierten Anschlüsse für AUX- und USB im unteren Teil der Mittelkonsole, die davor auch noch genug Platz für die Geräte bieten.

Das Platzangebot selbst ist ebenfalls sehr großzügig ausgefallen, selbst auf den hinteren Sitzen finden große Personen bequem Platz. Durch das riesige Panorama-Glasschiebedach wirkt der Innenraum dann noch luftiger und großzügiger.

Hinzu kommt ein überaus großer Kofferraum, der 585 Liter Fassungsvermögen vorweisen kann. Durch einfaches Umklappen der Rückbank entstehen sogar bis zu 1.680 Liter Stauraum, womit es der Santa Fe schon fast mit Vans aufnehmen kann.

Sehr bequem ausgefallen sind auch die Sitze, die selbst auf Langstrecken viel Komfort bieten. Besonders für eher klein Gewachsene ist die Komfortfunktion praktisch, die den Fahrersitz beim Aussteigen nach hinten fährt.

Dem noblen Ambiente entsprechend ist auch die Motorisierung ordentlich ausgefallen. Der 2,2 Liter CRDi verfügt über eine Leistung von 197 PS (145 kW). Sein maximales Drehmoment von 421 Nm erreicht der Motor zwischen 1.800 und 2.500 U/Min.

So hat der im kalten Zustand leicht brummige Motor schon vom Start weg eine enorme Schubkraft, die dem 469 cm langen und rund 2,0 Tonnen schweren SUV eine ungeahnte Leichtfüßigkeit verschafft. Der Santa Fe sprintet in 9,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 km/h und ist bis zu 190 km/h schnell. Erst einmal in Fahrt erledigt der Motor seine Arbeit sehr leise und laufruhig. Erst bei Autobahn-Tempo dringen leichte Abrollgeräusche in den Fahrgastraum vor.

Auf den europäischen Geschmack abgestimmt wurden auch das Fahrwerk und die Federung. Auch wenn der Santa Fe sehr komfortabel ist und man fast über den Asphalt schwebt, liegt er gut auf der Straße und lässt auch hohe Kurvengeschwindigkeiten zu, ohne dass die Passagiere seekrank werden.

Dank dem automatischen Allradantrieb bringt der Offroader die Kraft auch ohne Verluste auf die Straße. Durch den Allradantrieb kommt man mit dem Santa Fe auch abseits befestigter Straßen gut voran, und der SUV verfügt über ein gutes Handling.

Die Lenkung kann zudem via Knopfdruck auch variiert werden, die Spanne reicht vom leichtgängigen Komfort-Modus, der vor allem in der Stadt sehr angenehm ist, bis zu einem sportlichen Modus, wo die Lenkung noch einen Tick direkter arbeitet.

Sehr harmonisch abgestimmt ist auch das manuelle 6-Gang-Getriebe. Die Gänge lassen sich butterweich schalten und sind sehr gut übersetzt. So kann man schon bei niedrigem Tempo in einem hohen Gang unterwegs sein, dank dem hohen Drehmoment hat man dann noch immer genug Leistung für Überholvorgänge zur Verfügung und kann sehr schaltfaul fahren.

Die Schaltempfehlung mahnt zudem immer den richtigen Gang ein, um auch sparsam unterwegs zu sein. Im Test konnten wir die vom Werk versprochenen 6,1 Liter nicht erreichen, mit einem Verbrauch von 7,6 Liter bleibt der Santa Fe aber in Anbetracht von Größe, Gewicht und gebotenem Fahrspaß noch immer im Rahmen.

So hat Hyundai mit dem neuen Santa Fe wieder einmal einen Volltreffer gelandet. Das neue Design passt dem koreanischen SUV sehr gut, und der Santa Fe bietet auch eine Menge an Individualisierungsmöglichkeiten. Die sehr gute Ausstattung und wirklich durchdachte Details machen das Leben mit dem Santa Fe noch angenehmer. Der spritzige Motor mit viel Kraft kann zudem auch sportlich orientierten Fahrern gefallen.

Was uns gefällt:

das neue Design, die überkomplette Ausstattung, das Platzangebot inkl. riesigem Kofferraum, der kraftvolle Motor

Was uns nicht gefällt:

dass der Beifahrersitz nicht höhenverstellbar ist

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 1-
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 2
Fahrleistung: 1
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1
Kofferraum: 1
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1

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