Hyundai i30 1.6 CRDi - Testbericht

Mit dem Facelift hat auch ein neues 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe Einzug in den i30 gehalten. In unserem Test verraten wir, wie sich der Diesel mit Automatik fährt.

Der Hyundai i30 hat für das neue Modelljahr ein Facelift erhalten und wirkt jetzt noch dynamischer als bisher. Zu erkennen ist er dabei vor allem an der neu gestalteten Frontpartie mit markanter geformtem Kühlergrill und neuem Scheinwerferlayout. Zusätzlich hat Hyundai dem i30 auch noch ein neues Felgendesign spendiert und ihn im Innenraum etwas aufgewertet. Als Highlight gibt es jetzt erstmals ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, welches sowohl mit Benzin-, als auch Dieselmotor kombiniert werden kann.

Für unseren Test haben wir den 1,6 Liter-Diesel mit 110 PS mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe in der mittleren Ausstattungslinie "Comfort" gewählt. Im Preis von 23.390 Euro sind schon jede Menge Komfortfeatures enthalten. Unter anderem sind 16"-Alufelgen, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, das Flex-Steering-System, Tempomat, elektrische Fensterheber vorne und hinten, LED-Tagfahrlicht, eine Alarmanlage, eine Berganfahrhilfe und vieles mehr an Bord.

Als Extras waren noch das Comfort-Paket mit Licht- und Regensensor, beheizbarer Windschutzscheibe und anklappbaren Außenspiegeln sowie das Winter-Paket mit Sitzheizung vorne und beheizbarem Lederlenkrad mit an Bord. Der i30 kommt mit diesen Extras auf einen Gesamtpreis von 24.090 Euro.

Der Innenraum zeigt sich wie gehabt sehr wohnlich und äußerst übersichtlich gestaltet. Man findet sich auf Anhieb zurecht und auch sehr wohl. Das sportliche Instrumentendesign und die ebenfalls sehr dynamisch geformte Mittelkonsole haben auch einige Jahre nach der Premiere nichts an Glanz verloren und wirken noch immer sehr modern. Zwar sollte man aufgrund der vielen Tasten in der Mittelkonsole glauben, dass man erst alle Funktionen finden muss, doch die Anordnung und Logik sind sehr gelungen und geben keine Rätsel auf. Das Gleiche gilt übrigens auch für das Multifunktionslenkrad, welches die Steuerung für Tempomat, Radio, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Bordcomputer und die Lenkradmodi beheimatet.

Ein Highlight sind auch die vielen Ablagen, die Platz für viel Kleinkram bieten. Vor allem das große Fach unter der Mittelkonsole ist sehr gut gestaltet und hat auch die Anschlüsse für USB/AUX und Strom integriert, wodurch alle Geräte gleich in der Nähe der jeweiligen Anschlüsse positioniert werden können. Bequeme Sitze und viel Platz für alle Passagiere sprechen zusätzlich für den kompakten Koreaner. Auch das Kofferraumvolumen ist mit 376 bis 1.316 Liter Fassungsvermögen ordentlich groß dimensioniert.

Eine gute Wahl trifft man mit dem 1,6 Liter-Dieselmotor mit 110 PS (81 kW), der zwischen dem 1,4 CRDi mit 90 PS und dem stärkeren 1,6 CRDi mit 136 PS positioniert ist. Die goldene Mitte verspricht bessere Fahrleistungen als der Basis-Diesel, bleibt bei Steuern und Versicherung aber unter der 120 PS-Grenze. Gleich auf den ersten Metern stellt man fest, dass der Diesel kräftiger wirkt, als er eigentlich ist. Man würde dem Triebwerk durchaus 10 bis 20 PS mehr zutrauen, so agil geht es ans Werk. Sein maximales Drehmoment von 300 Nm liefert der Motor zwischen 1.750 und 2.500 U/Min, wobei schon von unten heraus genug Kraft vorhanden ist.

Sehr harmonisch arbeitet der Motor mit dem neuen 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe zusammen, welches die Gänge schnell und fast unmerkbar wechselt. Vor allem, wenn man gemütlich dahin gleitet, merkt man die Gangwechsel der Automatik kaum. Wer möchte, kann mit dem Wählhebel die Gänge aber auch selbst sortieren - Grund dazu gibt es aber kaum, da die Automatik wirklich immer den gerade passenden Gang parat hat. Wer die volle Leistung abruft, sprintet in 12,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h, in der Praxis fühlt sich dieses Manöver aber wesentlich zügiger an. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 185 km/h.

Nicht ganz die Erwartungen hat der i30 beim Verbrauch erfüllt, die vom Werk versprochenen 4,2 Liter pro 100 Kilometer waren bei unserem Test in weiter Ferne. Trotz zurückhaltender Fahrweise sind wir nicht unter 6,2 Liter pro 100 Kilometer gekommen, womit der i30 mit Doppelkupplungsgetriebe nicht gerade der sparsamste Vertreter seiner Klasse ist.

Voll überzeugen kann der Hyundai dann wieder bei Fahrwerk und Federung. Trotz einem hohen Maß an Komfort fährt sich der i30 sehr agil und bietet über eine hervorragende Straßenlage. Für verspielte Naturen sind auch die drei Lenkradmodi eine Bereicherung, bei denen man zwischen Normal, Comfort und Sport wählen kann. Im Sport-Modus wird die Lenkung etwas härter und direkter, während man im Comfort-Modus ganz auf Leichtgängigkeit setzt. Der Normal-Modus hat sich in unserem Test als Allroundtalent duchgesetzt, bei dem man kaum das Bedürfnis verspürt, einen anderen Modus wählen zu wollen.

Bei einer Länge von 430 cm ist der i30 auch noch sehr wendig, und man kommt in der Stadt gut zurecht. Auch die Übersichtlichkeit passt, und man braucht keine Scheu vor engeren Parklücken zu haben. Eine ebenso gute Figur macht der i30 außerhalb der Stadt, wo er sich als idealer Reisewagen behaupten kann.

Das Facelift hat dem i30 jedenfalls sehr gut getan, er wirkt noch eine Spur moderner und im Detail verfeinert. Seine gute Ausstattung und das faire Preis/Leistungsverhältnis sprechen dabei ebenso für den kompakten Koreaner wie sein Raumangebot und der Fahrkomfort. Auch die neue 7-Gang-Automatik kann in Kombination mit dem Dieselmotor begeistern, und der i30 bietet viel Fahrspaß in jeder Situation.

Was uns gefällt:

das Doppelkupplungsgetriebe, die Ausstattung, das Preis/Leistungsverhältnis, das Platzangebot, der Fahrkomfort

Was uns nicht gefällt:

der Verbrauch

Testzeugnis:

Ausstattung Sicherheit: 2
Ausstattung Komfort: 1
Verbrauch: 3
Fahrleistung: 2
Fahrverhalten: 1
Verarbeitung: 1
Platzangebot Fahrer/Beifahrer: 1
Platzangebot Rückbank: 1-
Kofferraum: 2
Ablagen: 1
Übersichtlichkeit: 1-

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