Spurwechsel : Ausstellung im Technischen Museum

Wien lernt Auto fahren

Nichts hat die Stadt im letzten Jahrhundert so sehr verändert wie das Auto. Wir sehen die Stadt anders, nutzen sie anders, wohnen und arbeiten anders, seit wir in der Stadt (auch) mit dem Auto unterwegs sind.

Die europäische Großstadt um 1900 verfügt über einen einigermaßen funktionierenden öffentlichen Verkehr. Kurze Wege werden zu Fuß erledigt. Das Auto kommt in die Stadt als Störenfried und Fremdkörper. Es ist zu laut, zu schnell und scheint für den Stadtverkehr wenig geeignet. Die Leistung des Autos ist auf den Überlandverkehr ausgerichtet. Auch heute ist man mit dem Auto in der Stadt nur unwesentlich schneller als etwa 1910. Dennoch hat das Auto die Stadt erobert. Weder Parkplatznot noch Staus konnten seinen Erfolg schmälern. Aller Schwierigkeiten zum Trotz ist das Auto das wichtigste Verkehrsmittel in der Stadt.

Die Ausstellung "Spurwechsel. Wien lernt Auto fahren" wirft einerseits einen Blick in den "Rückspiegel" und zeigt ein Jahrhundert Wiener Stadtgeschichte als Verkehrsgeschichte. Angesichts neuer Straßenprojekte bietet die Ausstellung auch einen Blick auf Gegenwart und Zukunft. Was sind die Perspektiven in diesem Konflikt zwischen Stadt und Auto, zwischen Mobilität und Lebensqualität?

12. Oktober 2006 bis 28. Februar 2007
Technisches Museum Wien
Mariahilfer Straße 212, 1140 Wien

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 9.00 bis 18.00 Uhr
Sa, So, Fei 10.00 bis 18.00 Uhr