Flecken unterm Motorrad : Mögliche Quellen

Warum eine Maschine zum "Auslaufmodell" werden kann und was dann zu tun ist

Im Falle von Ölflecken unter dem Motorrad ist höchste Vorsicht geboten. Darauf weist der TÜV Süd hin. Denn wenn das Schmiermittel auf Reifen oder Bremsbeläge gelangt, kann das Leben des Fahrers auf dem Spiel stehen. Im Nachfolgenden wurde zusammengefasst, warum eine Maschine zum "Auslaufmodell" werden kann und was dann zu tun ist .

Wenn mitten auf dem Standplatz des Zweirades schillernde Flecken zu sehen sind, kann das ein Anzeichen für undichte Stellen im Motorbereich

sein. Nach längerer Standzeit sind Dichtungsgummis ausgetrocknet und porös; Öl aus Motor- oder Getriebe sucht sich einen Weg ins Freie. Gelangt das Öl auf die Fahrbahn oder auf das Hinterrad, dann kann die Maschine darauf wegrutschen. Tropft die Flüssigkeit auf die Bremsanlage droht deren versagen. Mit den undichten Stellen müsse sich ein Fachmann befassen, raten die Motorrad-Experten des Überwachungsvereins.

Bei Ölflecken unter der Front der Maschine kommt der Tropfen möglicherweise aus der Federgabel. Wenn Dichtringe defekt sind oder Gabelstandrohre verrostet, dann kann das Dämpfmittel Öl nach draußen gelangen. Den Dichtungen setzen übrigens häufig Insekten zu. Wenn diese an der Gabel festkleben, scheuern sie bei jedem Eintauchen des Federbeins an den Dichtungen. Die Gabel des Bikes am besten nach jeder Ausfahrt reinigen. Und auf keinen Fall mit einem Leck in der Gabeldämpfung fahren, denn das Öl kann schnell auf Vorderrad oder Bremsanlage gelangen.

Tropfen aus Bremsflüssigkeit können bei älteren Motorrädern auch an veralteter Bremsflüssigkeit liegen. Das Bremsöl zieht im Laufe der Zeit Wasser. Letzteres führt zu Korrosion an den mechanischen Teilen der Bremse. Der Rost sorgt für undichte Stellen, die Flüssigkeit tritt aus. Im Extremfall heißt das: Null Bremswirkung. Deshalb sollte die Bremsflüssigkeit mindestens alle zwei Jahre ausgetauscht werden.

Bei nassen Stellen unter dem Motorrad lohnt sich ein Check der Batterie . Ist beispielsweise der Lichtmaschinenregler defekt, bringt die Lichtmaschine zu viel Strom. Die Batterie wird überladen, Batteriesäure tritt aus. Dies kann unter anderem zu Oxidation am Fahrzeugrahmen führen. Deshalb sollte der Zustand der Batterie regelmäßig überprüft werden. Bei Auslaufen der Batterieflüssigkeit unbedingt eine Fachwerkstatt aufsuchen.

Treibstoff , sprich Benzin, ist eine weitere mögliche Quelle von Nässe am Standplatz der Maschine. Wenn die Vergaseranlage defekt ist und überläuft, tritt Benzin aus. Dadurch kann sich der Lack oder die Motorbeschichtung lösen und es können sogar Brände entstehen.

Auf jeden Fall müssen die Flecken umweltschonend entfernt werden. Die Fachleute von TÜV SÜD raten, im Falle eines Falles zu Ölbindemittel aus dem Fachhandel zu greifen.

auto-reporter