Honda entwickelt Motorrad Airbag

Neues Sicherheitssystem für Frontalcrash ab 2007 am Markt

Honda hat als erster Hersteller ein Airbagsystem für Motorräder entwickelt. Dies teilte das Unternehmen in einer Aussendung mit. Das System soll die Schwere von Verletzungen bei einem Frontalcrash verringern. Verfügbar soll der Airbag bei der neuen Honda Gold Wing sein, deren Produktion Ende Frühjahr 2006 in den USA beginnt. 2007 wird das Modell in Europa erhältlich sein.

"An derartigen Systemen wird schon seit einiger Zeit geforscht und der ÖAMTC begrüßt jede Entwicklung auf dem Sektor der Fahrsicherheit", sagt dazu ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. "Jedoch ist zu bedenken, dass jeder Airbag nur in speziellen Unfallsituationen auch ausreichend Schutz bietet. Bei einem Sturz in einer Kurve ist ein Frontairbag nutzlos."

Verschiedene Ansätze gibt es auch bei Airbags, die in die Motorradkleidung integriert sind. "Entwickelt wurden Nacken-Protektoren , die in die Kleidung eingearbeitet sind und das Genick bei einem Sturz schützen. Hat das Fahrzeug eine Geschwindigkeit, bei der zu vermuten ist, dass eine Trennung des Lenkers vom Fahrzeug unfreiwillig ist, werden diese Protektoren mittels einer Reißleine aktiviert", so Kerbl. In Serie ging jedoch noch keine dieser Entwicklungen, fügt der Techniker hinzu.

Der Motorrad-Airbag von Honda besteht aus drei Hauptkomponenten. Das Airbagmodul sitzt vor dem Fahrer und enthält den Airbag und eine Gaspatrone. Vier Sensoren messen die Beschleunigung und leiten die Daten an die elektronische Steuereinheit weiter. Diese, rechts vom Airbagmodul angebrachte, Einheit wertet die Signale aus und entscheidet wann der Airbag ausgelöst wird. Zur preislichen Gestaltung konnte Honda noch keine Angaben machen.

Quelle: pte

Kommentare

Motorrad-Markenwelt