ÖAMTC: Mit dem Motorrad ans Urlaubsziel - Tipps für eine sichere Fahrt

Unbekannte Gebiete erfordern gerade bei Bikern besondere Aufmerksamkeit.

Verreisen mit dem Motorrad ist beliebt. Im Gegensatz zum Autoreisenden sieht ein Motorradlenker schon die Urlaubsfahrt als Teil der Reise und nimmt Umwege in Kauf. Spezielle Straßenkarten für Biker weisen auf besonders attraktive und selektive Strecken hin. "Bei aller Urlaubsstimmung muss man aber unbedingt auf die eigene Sicherheit achten. Es kommt auf eine umsichtige Fahrweise und die richtige Bekleidung an", sagt ÖAMTC-Verkehrstechniker Roman Michalek. Schließlich passieren zwei Drittel aller Unfälle mit dem Motorrad in Österreich zwischen Juni und September.

Bei den Getöteten bei Motorradunfällen sind es sogar drei Viertel, die in diesen Sommermonaten verunglücken. 2004 starben 93 Motorradlenker bei Verkehrsunfällen, davon 92 Männer und eine Frau. Zu hohe Fahrgeschwindigkeiten gepaart mit Fahrfehlern und Selbstüberschätzung sind für einen Großteil der Motorradunfälle verantwortlich. Hier kann letztlich nur jeder Einzelne im Zuge von Fahrsicherheitstrainings, Schulungen und durch bewusst defensive Fahrweise seinen persönlichen Beitrag zur Unfallvermeidung leisten.

Die Sicherheits-Tipps des ÖAMTC-Experten:
Nähere Informationen zu den Motorrad-Fahrsicherheitstrainings des ÖAMTC gibt es unter http://www.oeamtc.at/fahrsicherheit/ .

  • Auf die veränderten Fahreigenschaften durch das Gepäck achten: Seitenkoffer gleichmäßig beladen und verändertes Beschleunigungs- und Bremsverhalten berücksichtigen.
  • Das eigene Fahrkönnen nicht überschätzen .
  • Häufig Pausen einlegen : Unbekannte Gebiete erfordern gerade bei Motorradfahrern besondere Aufmerksamkeit.
  • Defensiv fahren : Beinahe jeder dritte Motorradunfall ist ein Alleinunfall. Problemschwerpunkte im Freiland sind vor allem Kurven, in denen es zum Aufprall an Leiteinrichtungen, an Bäumen oder sonstigen Hindernissen kommt. Hauptursachen bei Motorradunfällen sind "nicht angepasste Geschwindigkeit" und "sonstiges Fehlverhalten des Fahrzeuglenkers". Bei zwei von drei Motorradunfällen mit mehreren Beteiligten trifft den Motorradlenker keine Schuld. Häufig handelt es sich um klassische Kreuzungsunfälle, die durch Konflikte beim Abbiegen, Einbiegen oder Kreuzen ausgelöst werden.
  • Optimaler Schutz : Der verantwortungsvolle Biker tritt seine Fahrt nur mit Top-Ausrüstung an. Auch der Beifahrer soll nur mit guter Schutzbekleidung mitfahren. Unerlässlich, auch bei größter Sommerhitze, ist der passende Helm.
  • Es gilt absolutes Alkoholverbot . Training macht den Meister. Bei plötzlichen Gefahren kommt man kaum zum Denken. Alles was man nicht automatisiert hat, steht dann nicht mehr zur Anwendung zur Verfügung.

Quelle: ÖAMTC