BMW Motorrad: Bestes Ergebnis der Geschichte

Blau-weißer Einspur-Rückblick auf 2011: starkes Wachstum in Deutschland, Frankreich und Übersee. Tochter Husqvarna Motorcycles erzielt ein solides Ergebnis.

Mit insgesamt 104.286 verkauften Motorrädern lieferte BMW Motorrad im Jahr 2011 mehr Motorräder aus als je zuvor in seiner knapp 90-jährigen Geschichte (2010: 98.047). Das entspricht einem Plus von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Ergebnis. Zwölf Monate in Folge konnten 2011 mehr Motorräder verkauft werden als im Jahr 2010.  Das Absatzergebnis 2011 liegt damit deutlich über der bisherigen Bestmarke von 2007 (102.467). Im relevanten Marktsegment der Hubraumklassen über 500 ccm konnte BMW Motorrad seinen Weltmarktanteil auf mehr als zwölf Prozent ausbauen und somit innerhalb von vier Jahren annähernd verdoppeln.

Hendrik von Kuenheim, Leiter BMW Motorrad: „Das außergewöhnliche Absatz-Ergebnis beweist, dass wir mit unserer Produkt- und Marktstrategie auf dem richtigen Weg sind. In einem anhaltend schwierigen Marktumfeld gelang uns ein neuer Absatzrekord.“

Gekennzeichnet durch die nicht einfache wirtschaftliche Situation in den einzelnen Märkten entwickelte sich der Absatz von BMW Motorrad weltweit uneinheitlich. Erneut größter Einzelmarkt und zugleich der mit dem stärksten Absatzzuwachs war Deutschland. Mit 20.002 Fahrzeugen wurden 2.846 Motorräder oder 16,6 Prozent mehr verkauft als 2010. BMW Motorrad behauptet damit auf dem Heimmarkt die Marktführerschaft im Segment über 500 ccm. Der Marktanteil bei den Neuzulassungen konnte um 1,7 Prozent auf 24,9 Prozent ausgebaut werden. Jedes vierte neu zugelassene Motorrad über 500 ccm in Deutschland kam somit aus dem BMW Motorrad Werk in Berlin.

Italien war, wie im Jahr davor, der zweitstärkste Einzelmarkt. Hier wurden 13.600 Motorräder (2010: 14.234 = - 4,5 Prozent) verkauft. Im insgesamt rückläufigen italieni- schen Motorradmarkt verkaufte BMW Motorrad zwar 634 Fahrzeuge weniger, konnte aber seine Marktposition ausbauen. Der Marktanteil von BMW Motorrad im Segment über 500 ccm stieg hier auf 19,9 Prozent (2010: 18,4 Prozent). In der Reihenfolge der größten Absatzmärkte folgen die USA (10.203 = + 7,4 Prozent) und Frankreich (9.850 = + 15,0 Prozent).

Nach Deutschland konnte in Brasilien die stärkste Absatzsteigerung erzielt werden (5.442 = + 55,2 Prozent). Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich dieser Markt zu einem der großen Absatzmärkte für BMW Motorrad. Um der wachsenden Bedeutung des Marktes gerecht zu werden, produziert BMW Motorrad inzwischen die G 650 GS, die F 800 R und die F 800 GS in Manaus/Brasilien für den lokalen Markt. Insgesamt sehr positiv entwickelten sich für BMW Motorrad nahezu alle weiteren lateinamerikanischen Märkte sowie Osteuropa und Asien.

In Österreich schloss BMW Motorrad die Saison im – rückläufigen - Segment Motorräder über 125 ccm mit einem Absatz-Minus um rund 8,5 Prozent ab (Quelle: Datafact). Hier stehen 1.489 neu zugelassene Fahrzeuge 1.624 im Jahr davor gegenüber (inklusive Leichtmotorrädern). Dennoch bleibt es auch hierzulande bei der Marktführerschaft, mit knapp unter 15,5 Prozent.

Insgesamt erfolgreichstes Modell war 2011 erneut die große Reiseenduro BMW R 1200 GS mit 18.413 verkauften Einheiten (2010: 18.768) gefolgt von ihrem Schwestermodell, der R 1200 GS Adventure, mit 10.453 Einheiten (2010: 11.648).

Die Mittelklasse-Enduro F 800 GS kommt mit 9.829 Einheiten auf den dritten Rang, dicht gefolgt vom Touren-Klassiker BMW R 1200 RT (9.540) und dem Supersportler S 1000 RR (9.044). Die im Frühjahr 2011 eingeführten Supertourer K 1600 GT und GTL fanden weltweit 8.019 Kunden. Hohe Absatzzahlen erzielten die Roadster-Modelle F 800 R (7.986) und R 1200 R (7.310) sowie die F 650 GS (6.145).

Mit der neuen G 650 GS Sertao, der überarbeiteten S 1000 RR, dem Boxer-Sondermodell R 1200 GS Rallye und Sondermodellen der K 1300 R und K 1300 S hat BMW Motorrad sein umfangreiches Produktportfolio für die Motorrad-Saison 2012 erweitert. Darüber hinaus gehen ab dem kommenden Frühjahr die ersten BMW Maxi-Scooter C 600 Sport und C 650 GT an den Start.

Das für die BMW-Tochter-Marke Husqvarna Motorcycles relevante Hubraum-Segment 51 bis 750 ccm war im Jahr 2011 erneut stark rückläufig. Husqvarna Motorcycles lieferte in diesem schwierigen Marktumfeld 9.286 Motorräder (2010: 12.066, = - 23,0 Prozent) aus. Auf Grund der in 2011 eingeleiteten Strukturmaßnahmen der weltweiten Vertriebsorganisation von Husqvarna übersteigt der tatsächliche Retail der zurückliegenden Saison die Werksauslieferungen jedoch deutlich. Insgesamt wurden weltweit 11.243 Husqvarnas an Kunden übergeben.

Die beliebtesten Modelle aus dem traditionellen Einzylinder-Sportbereich (Enduro, Supermoto, Motocross) waren die 250/310 ccm sowie die 449/511 ccm-Viertaktmodelle.

Mit sehr positiver Medienresonanz wurden die neuen Husqvarna 2-Zylinder-Straßenmodelle Nuda 900 und Nuda 900R im Herbst 2011 vorgestellt. Es sind die ersten völlig neuen in Zusammenarbeit mit BMW Motorrad entwickelten Modelle und gleichzeitig das Comeback der Marke Husqvarna auf dem Markt für Strassenmotorräder. Das neue und doch Husqvarna-typische Fahrzeugkonzept zwischen Supermoto und Naked Bike trifft inzwischen auf eine sehr erfreuliche Kundennachfrage. Die Markteinführung begann im Dezember 2011. Bereits 605 Fahrzeuge wurden bis Ende 2011 an die Handelsorganisationen ausgeliefert.

Mit der Vorstellung der seriennahen Concept Strada auf der Motorradmesse in Paris im November 2011 setzte Husqvarna ein weiteres deutliches Signal für die Fortführung der Modelloffensive. Auf Grund der kommenden Produktneuheiten und dem weiteren Um- und Ausbau des weltweiten Vertriebsnetzes rechnet der italienische Hersteller für die diesjährige Motorrad-Saison mit einem spürbaren Wachstum.

Info: www.bmwgroup.com

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