Honda PCX 125 aktualisiert

Der erste Roller mit serienmäßiger Leerlauf-Abschaltung hatte sich in Europa zum Top-Seller gemausert. Jetzt fährt er überarbeitet in die nächste Erfolgs-Generation.

Die Honda PCX war 2011 mit mehr als 23.000 Einheiten das meistverkaufte motorisierte Zweirad Europas. Jetzt kommt die Neuauflage: mit einem neu entwickelten eSP-Triebwerk (steht für enhanced Smart Power). Der neue 125er Viertakt-Motor ist leistungs- und durchzugsstark, sparsam, emissionsarm, zuverlässig, laufruhig und leise. Der flüssigkeitsgekühlte SOHC-Einzylinder-Viertakter mit Zweiventiltechnik wurde von den Honda-Technikern mit Blick auf geringstmöglichen Verbrauch besonders reibungsarm konstruiert. Hohes Augenmerk legten sie auf die Reduzierung innerer Reibungsverluste. Die Kurbelwelle ist in Relation zur Zylinderlaufbahn nicht mittig platziert, sondern einige Millimeter zur Ansaugseite versetzt. Dieser Kurbelwellenversatz bewirkt eine reduzierte Reibung zwischen Kolben und Zylinderlaufbahn, was die Verschleißfestigkeit optimiert. Das Kolbengewicht konnte dank rechnergestützter CAE-Konstruktion (Computer Aided Engineering) reduziert werden. Die Außenseite der Zylinderlaufbuchse ist nicht flach, sondern stachelig ausgeführt. Dank dieser vergrößerten Oberfläche wird die Wärmeableitung zur Kühlflüssigkeit verbessert. Auch reduziert diese Maßnahme den Verschleiß sowie den damit verbundenen möglichen Ölverbrauch. Am Ventiltrieb kommen nadelgelagerte Rollenkipphebel zum Einsatz.
Auf Einlass- und Auslassseite befindet sich je ein Nadellager zwischen Kipphebel und Kipphebelachse. Die Kipphebel gleiten reibungsvermindernd mittels eines Rollenabnehmers über die Nockenwelle. Leichte Ventile reduzieren die bewegten Massen, was erlaubt, die Ventilfederkräfte in Verbindung mit angepassten Nockenprofilen gering zu halten. Der Wasserkühler ist quer in Fahrtrichtung auf der rechten Seite platziert. Die Leistung des Wasserkühlers konnte um den Faktor 1,5 gesteigert werden, was die Verwendung eines kleineren Lüfters gestattet. Die so erzielte Reibungsreduzierung beträgt 30 Prozent. Reduzierte Ölpanschverluste und eine um 25 Prozent minimierte Getriebeölmenge tragen ebenfalls zu optimiertem Leichtlauf bei. Bei Getriebe und Kraftübertragung wurden die Lagergrößen der Zahnräder entsprechend den jeweiligen Belastungen angepasst. Reibungsreduzierung: bis zu 20 Prozent (bei 50 km/h).

Der niedrige Benzinverbrauch des PCX wird durch eine automatische Leerlauf-Abschaltung begünstigt. Nach drei Sekunden Leerlauf stellt sich das Triebwerk vorübergehend ab. Danach genügt ein kurzer Dreh am Gasgriff, um den Motor wieder zum Laufen zu bringen, ohne dazu den Elektrostarter zu betätigen. Die Leerlauf-Abschaltung, die über einen Schalter am Lenker aktiviert oder stillgelegt werden kann, trägt im Stopp-and-Go-Verkehr dazu bei, den Benzinverbrauch um etwa fünf Prozent zu senken. Eine technische Besonderheit ist die Lichtmaschine, deren bürstenloser Rotor doppelt gewickelt ist und so gleichzeitig als E-Starter fungieren kann, was für hohe Geschmeidigkeit beim wieder Anspringen sorgt. Weiters trägt ein automatischer Dekompressions-Mechanismus zu spontanem Startverhalten bei.

Weitere Eckdaten:
Motor: Einzylinder-Viertakt-Zweiventiler, 125 ccm, Leistung: 11,7 PS bei 8.000 U/min, max. 12 Nm bei 6.000 U/min, Getriebe: CVT, Fahrwerk: Unterzug-Stahlrohrrahmen, 31 mm-Telegabel, Triebsatzschwinge, Radstand: 1.305 mm, Räder: 14-Zoll,
Sitzhöhe: 760 mm, Bremsen: vorne 220 mm-Scheibe, Dreikolben-Sattel, hinten 130 mm-Trommel, Combined Braking System, Gewicht: 128 kg, Tankinhalt: 5,9 l, Farben: Candy Rosy Red, Asteroid Black Metallic, Seal Silver Metallic, Pearl Himalaya White, Zubehör: Gepäckträger, Trägerplatte, Topcase (26 l), Windschild, Alarmanlage.
Preis: 2.690 Euro (Aktionspreis bis Ende Juni).

Info: www.honda.at

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