KTM-Rückkehr in die MotoGP

Mit dem brandneuen Moto3-Einzylinder-Aggregat sind die Mattighofener startklar für den Wiedereinstieg in die internationale Grand Prix-Straßenrennsport-Serie.

Am 26. August 2011, um exakt 9:27 Uhr, war es so weit. Auf einem der Prüfstände in der Rennabteilung von KTM in Mattighofen wurde erstmals der neue Moto3-Motor gezündet, mit dem in der kommenden Saison die Rückkehr in den Grand Prix-Sport bestritten wird. Der Motor kommt in der neuen Moto3-Klasse, die in Zukunft die 125er im Rahmen der MotoGP-Weltmeisterschaft ersetzen wird, zum Einsatz. Mit dem süddeutschen Chassis-Hersteller Kalex Engineering wurde ein Partner gefunden, der den unter Leitung von KTM Ingenieur Wolfgang Felber entwickelten Motor ebenfalls ab 2012 einsetzen wird. Konstrukteur des M32 getauften Renntriebwerks ist Kurt Trieb, ein erfahrener Ingenieur, der unter anderem verantwortlich für die Konstruktion des KTM MotoGP-V4-Motors war.

Die Kooperation zwischen KTM und Kalex Engineering ist Zeugnis einer Verbindung aus Rennsport-Know-How und Begeisterung und dient zur Entwicklung von zwei verschiedenen, aber parallel laufenden Konzepten eines 250ccm-Einzylinder-Moto3-Bikes: das KTM-Bike, zu 100 Prozent entwickelt und hergestellt im Firmenhauptsitz in Mattighofen in Oberösterreich, und das Kalex KTM-Eisen. Die KTM Moto3, die mit einem innovativen Rahmenkonzept an den Start gehen wird, geht 2012 im Team Ajo Motorsports des Finnen Aki Ajo an den Start. Die mit dem identischen KTM-Antrieb bestückten Kalex-Rennmotorräder werden Kunden-Teams zum Einsatz in der neu geschaffenen GP-Klasse angeboten.

Rennmotorräder "Made in Austria" sind keine Neulinge im MotoGP-Paddock. KTM war bereits erfolgreich in der 125er- und 250er-Klasse vertreten. Außerdem sitzen die Youngsters im Red Bull Rookies-Cup, der seit einigen Jahren sehr erfolgreich im Rahmen der MotoGP ausgetragen wird, auf Zweitakt 125er-Motorrädern aus Mattighofen. Mit der KTM 125 RR fuhren schon zahlreiche Talente die ersten Meter vor großem Publikum, und viele von ihnen verdienen heute ihr Geld mit dem Rennsport. Der Red Bull Rookies-Cup verdeutlicht zudem die Bereitschaft von KTM, junge Fahrer zu unterstützen - was seit diesem Jahr auch die neue KTM 125 Duke im öffentlichen Straßenverkehr macht. Bereits kurz nach der Einführung im Sommer 2011 war die kleinste DUKE bereits das meistverkaufte 125-Bike in Europa.

In den vergangen Jahren bewies KTM außerdem die Schlagkraft in den kleineren Klassen der MotoGP. Neben dem 125er-Konstrukteurs-Weltmeistertitel saßen unter anderem Superstars wie Casey Stoner, Hiroshi Aoyama, Mika Kallio oder Marc Marquez auf Bikes aus Oberösterreich. Die Rückkehr in den Grand Prix-Sport ist damit wesentlicher Bestandteil der Firmenstrategie und die Förderung junger Motorsportler und Motorradfahrer eine der KTM-Kernbotschaften.
KTM-CEO Stefan Pierer: "Wir sind froh, mit einem Produkt in den MotoGP-Paddock zurückzukehren, was das technologische Entwicklungs-Know-How unserer 203 Weltmeistertitel unterstreicht. Andererseits unterstützen wir auch leidenschaftlich gerne junge Talente - nicht nur wegen unserer Rennsport-DNA, sondern auch, weil sie die Zukunft des Motorsports sind."

Fakten zum KTM Moto3-Motor M32: Das Aggregat wurde strikt nach den Vorgaben der Moto3-Regularien entwickelt. Die maximale Motordrehzahl beträgt 14.000 U/min, die Bohrung ist limitiert auf 81 mm. Alle Motorräder in der Moto3, ungeachtet des Herstellers, müssen dieselbe Motorsteuerung (ECU) haben. Die maximale Lebensdauer und die maximale Leistung ergeben sich gemäß den Limitierungen der Moto3-Klasse: Ein Motor muss mindestens 2.000 Kilometer halten, bevor er revidiert werden darf. Das Sechs-Gang-Getriebe wurde entwickelt, um über die gesamte Saison hinweg durchzuhalten.

Daten zum KTM Moto3-Motor: flüssigkeitsgekühlter 4-Takt-Einzylinder, DOHC, Bohrung: 81 mm, Hub: 48,5 mm, Hubraum: 249,5 ccm, Doppel-Einspritzung, eine Ausgleichswelle, Anti-Hopping-Kupplung, Titanventile in radialer Anordnung.

Info: www.ktm.com

Kommentare

Motorrad-Markenwelt