Autokosten-Vergleich : Benzin - Diesel

Selbstzünder werden immer attraktiver

In Zeiten stetig steigender Kraftstoffpreise bieten Dieselfahrzeuge ihren Besitzern zwei Vorteile: einen günstigen Verbrauch und im Vergleich zum Benzin niedrigere Tankstellenpreise. Wie der aktuelle Kostenvergleich des ADAC zeigt, rentieren sich die meisten Diesel schon bei jährlichen Fahrleistungen von 15.000 Kilometern . Im "Wenigfahrer"-Bereich, also bei 10.000 Jahreskilometern, sind es immerhin noch knapp 50 Prozent der aktuell angebotenen Neuwagenmodelle.

Allerdings hat der Vergleich von 560 Diesel-/Benzin-Pärchen auch gezeigt, dass der Diesel nicht in jedem Fall einen Kostenvorteil bietet. Dieser Effekt tritt vor allem bei solchen Fahrzeugen auf, bei denen der Anschaffungspreis der Dieselvariante deutlich über der der Benzinversion liegt. Auch der höhere Steuersatz beim Diesel, höhere Versicherungsprämien und kürzere Inspektionsintervalle können den Selbstzünder in der Vergleichsrechnung schlecht aussehen lassen.

Dass es bei der jährlichen Einsparung nicht um Lappalien geht, zeigt ein Rechenbeispiel aus der ADAC-Vergleichstabelle : Bei 15.000 Jahreskilometern kann der Fahrer eines BMW 320d mit Partikelfilter im Vergleich zum Besitzer eines BMW 320si fast 1.600 Euro sparen. In einem anderen Beispiel (20.000 Jahreskilometer im Audi A4 3,0 TDI mit Partikelfilter im Vergleich zum A4 3,2 FSI quattro) beträgt die Ersparnis sogar 1.800 Euro.

Grund für die verbesserte Diesel-Rentabilität ist zum einen der verstärkte serienmäßige Einbau von Rußpartikelfiltern , was zu einem höheren Wiederverkaufswert führt. Zum anderen trifft das im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Kraftstoffpreisniveau die Benzinmodelle wegen ihres Mehrverbrauchs wesentlich härter.

Die Tabelle mit den zehn rentabelsten Diesel-Pkw kann hier im Internet auf der ADAC-Website heruntergeladen werden ...

Quelle: ADAC

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