Crashtest: Optionale Assistenzsysteme erhöhen Sicherheit deutlich

Zum aktuellen EuroNCAP-Crashtest sind vier Fahrzeuge angetreten: Kia Niro, Toyota Hilux, Renault Scenic und Subaru Levorg.

Während Renault und Subaru auch in der Serienausstattung mit jeweils fünf Sternen glänzten, erreichten die Grundmodelle von Kia und Toyota nur vier bzw. drei Sterne. Im April 2016 hat der ÖAMTC erstmals in einem Crashtest ein Fahrzeug in zwei unterschiedlichen Ausführungen getestet. Das wurde nun mit Kia Niro und Toyota Hilux wiederholt, die einmal mit der Basis-Sicherheitsausstattung und einmal mit erweitertem Sicherheitspaket ("Safety Pack") getestet wurden. "Der Vergleich zeigt, dass die optionalen Fahrerassistenzsysteme die Sicherheit signifikant erhöhen", fasst ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang zusammen. "Dass dafür allerdings ein Aufpreis zu zahlen ist, sieht der Club durchaus kritisch."

Besonders deutlich fällt der Unterschied in der Sterne-Ausbeute des Toyota aus. "Die Basisausstattung des Hilux reicht nur für drei Sterne", erklärt Lang. Das "Safety Pack" erweitert die Sicherheitsausstattung um Notbrems-, Spurhalte- und Geschwindigkeitsassistenten. Das ändert zwar nichts daran, dass es bei einem Frontalaufprall zu erhöhten Brust-Belastungen bei Passagier und Kind auf dem Rücksitz kommen kann. Die Fahrerassistenten können jedoch dazu beitragen, dass es erst gar nicht zu einer solchen Situation kommt. Daher schneidet der Toyota Hilux mit "Safety Pack" auch mit fünf Sternen im aktuellen Crashtest ab.

Ähnlich ist die Situation beim Kia Niro, dessen Basisausstattung für vier Sterne reicht. Die serienmäßig installierten Geschwindigkeits- und Spurhalteassistenten werden durch das "Safety Pack" um Notbremsassistenz- systeme erweitert. "Auch bei diesem Fahrzeug sind die Belastungen auf den Rücksitzen für Kinder und Erwachsene sehr hoch", so der ÖAMTC-Cheftechniker. "Weil eines der optionalen Notbremssysteme beim Kia auch Fußgängererkennung beinhaltet, erhöht sich auch die Fußgängersicherheit des damit ausgestatten Fahrzeuges deutlich - von niedrigen 57 auf 70 Prozent."

 

Schwächen zeigte der Renault Scenic im ÖAMTC-Crashtest beim Fußgängerschutz und bei der Erwachsenensicherheit (Brustbelastungen für Heckpassagiere beim Frontaufprall). Ähnlich der Subaru Levorg, bei dem - zusätzlich zu verbesserungswürdigen Bereichen in der Fußgängersicherheit - beim Frontalcrash sowohl beim hinten sitzenden Erwachsenen als auch beim Kind erhöhte Belastungen im Brustbereich gemessen wurden. Dennoch konnten beide Fahrzeuge in ihrer Serienausstattung mit fünf Sternen punkten.

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