Test : Dachboxen und Schiboxen auf dem Auto

Aufwändige Tests führen zu Produktverbesserungen

Ein ÖAMTC-Vergleichstest von Schiboxen hatte Ende 2006 teilweise erschreckende Ergebnisse geliefert. Nun sollte ein Nachtest klären, ob die vier mit "mangelhaft" bewerteten Dachboxen inzwischen verbessert und die ÖAMTC-Forderungen auch umgesetzt worden sind. Drei Schiboxen mussten zur erneuten Überprüfung, eine der beanstandeten, die G3 Cargo 12, wird vom Hersteller nicht mehr angeboten . "Nur ein schwarzes Schaf hat die schlechten Testergebnisse ignoriert", sagt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. " Sehr positiv hingegen war die Reaktion von Thule . Dort hat man sich der aufgezeigten Schwächen angenommen und die Thule Atlantis 780 konsequent überarbeitet ."

Gerade beim City-Crash (ein simulierter Auffahrunfall bei 30 km/h) waren die Verbesserungen deutlich sichtbar . So besitzt nun das Flaggschiff aus dem Hause Thule einen dritten Spanngurt für die Ladungssicherung und auch das Befestigungssystem wurde verstärkt . "Der Nachtest zeigt, dass die Box jetzt fest auf dem Grundträger verbleibt und die Ladung gut zurückgehalten wird. Obwohl der vordere Spanngurt reißt und die Box vorne etwas aufklafft, verbesserte sich das Crash-Ergebnis von damals "mangelhaft" auf 'gut'", so Kerbl.

Bei der Atera Carver 411 wurden Verbesserungsvorschläge leider nicht konsequent umgesetzt. Lediglich die zwei Spanngurte wurden mit Metallverschlüssen versehen (vorher aus Kunststoff). Dies bewirkt zwar, dass die Spanngurte nicht mehr reißen, dafür aber nun die zu schwach dimensionierten Zurrösen aus Kunststoff versagen. Das Ladegut durchschlägt wieder die Box , gelangt aber nicht mehr soweit heraus. In der Beurteilung reicht das gerade noch für die Note "ausreichend" (2006 noch mangelhaft).

Demgegenüber gibt es aber auch Hersteller, die schlechte Testergebnisse einfach ignorieren . So wurden bei der G3 Pegaso 450 von den Testern keinerlei Veränderungen wahrgenommen. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass das Crash-Ergebnis nach wie vor " mangelhaft " ist. "Beim Aufprall zerreißen die zu schwachen Spanngurte an den immer noch scharfkantigen Zurrösen, und Schi und Schischuhe werden wieder gefährlich weit aus der Box geschleudert ", zeigt sich der ÖAMTC-Techniker enttäuscht.

"Insgesamt zeigt das Ergebnis erneut, wie wichtig eine gute Ladungssicherung mit Spanngurten ist. Ungesicherte Ladung kann bereits bei einer Vollbremsung oder einer leichten Auffahrkollision zur Gefahr werden", zieht der Club-Techniker Bilanz.

Details zu den ÖAMTC-Tests findet man auch im Internet unter www.oeamtc.at/tests

Quelle: ÖAMTC

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