Acht Fahrradträger für die Anhängekupplung im Test

Hohes Gewicht von Pedelecs überfordert manche Hersteller

Ausflüge mit dem Rad erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Doch die schönsten Fahrradtouren beginnen nur in den seltensten Fällen direkt vor der eigenen Haustür. Daher müssen Räder meist zum Ausgangspunkt des Radausfluges transportiert werden. Damit einer sicheren Anreise mit dem Auto nichts im Wege steht, hat der ÖAMTC acht Fahrradträger, die auch für Pedelecs zugelassen sind, getestet. "Diesmal standen ausschließlich Träger, die auf der Anhängekupplung zu montieren sind, auf dem Prüfstand", berichtet ÖAMTC-Techniker Thomas Stix. "Denn diese haben sich mittlerweile gegenüber den Dachträgern durchgesetzt." Lediglich drei Modelle (Bosal Bike Carrier Compact, Prophete E-Dison, MFT Euro select compact) konnten die Tester nicht wirklich überzeugen. "Hier hat sich gezeigt, dass insbesondere ", analysiert Stix.

Am besten schnitt der Thule EasyFold 931 ab. "Der Träger leistet sich kaum Schwächen im Test", erläutert der ÖAMTC-Techniker. "So auch in punkto Sicherheit - beim Ausweichen kommt er beispielsweise weder in Drehung, noch versagen die Sicherungselemente." Er überzeugte die Tester aber nicht nur mit der besten Fahrsicherheit im Vergleichsfeld, sondern auch mit der besten Gebrauchsanleitung. Ebenfalls "gut" bei den unterschiedlichen Testkriterien schlugen sich der Atera Strada EVO 2 und der Westfalia BC. Im Mittelfeld landeten der Eufab Premium III und der Uebler F32, die weder durch besondere Stärken noch durch spezielle Schwächen auffielen.

"Das Ergebnis zeigt aber auch, dass Qualität und Sicherheit ihren Preis hat", lautet das Fazit des ÖAMTC-Technikers. "War doch der Testsieger der teuerste Träger im Test." An die Hersteller geht in erster Linie die Aufforderung, alle vom Nutzer verstellbaren Elemente und Sicherungseinrichtungen so zu gestalten, dass eine Fehlbedienung ausgeschlossen werden kann.

ÖAMTC-Tipps für den sicheren Umgang mit Fahrradträgern:

"Gerade beim Transport von Fahrrädern darf man nicht nachlässig sein", erinnert Stix. Aus diesem Grund hat der ÖAMTC-Techniker wesentliche Punkte zusammengefasst, die beim Gebrauch eines Radträgers beachtet werden sollen:

  • Vor Fahrtantritt sollten Träger und Fahrräder auf sicheren Halt überprüft werden. Diese Prüfung sollte generell erneut nach einer kurzen Fahrstrecke und zusätzlich bei langen Fahrten in regelmäßigen Intervallen durchgeführt werden.
  • Während der Fahrt sollten sperrige, schwere oder leicht zu verlierende Teile nach Möglichkeit vom Fahrrad demontiert werden. Außerdem dürfen die Fahrräder nie mit Planen abgedeckt werden, da dies die Windlast, welche auf den Träger wirkt, deutlich erhöhen kann.
  • Der Fahrradträger darf nicht überladen werden, die zulässige Stützlast der Anhängerkupplung sowie das Eigengewicht des Trägers sind zu beachten.
  • Durch den Träger wird das Fahrverhalten des Fahrzeuges beeinflusst, weshalb dieses in Extremsituationen ungewohnt reagieren kann.
  • Die Anhängerkupplung muss bei der Montage des Trägers fett- sowie lackfrei sein.
  • Beim Beladen der Träger wichtig: Je schwerer das zu transportierende Fahrrad, desto näher sollte dieses am Fahrzeug befestigt werden.
  • Fahrradträger auf der Anhängerkupplung oder die damit transportierten Fahrräder können das Kennzeichen verdecken. In Österreich ist es zulässig, eine rote Kennzeichentafel mit dem Kennzeichen des Zugfahrzeuges auf dem Fahrradträger anzubringen. Für Fahrten ins Ausland empfiehlt sich jedoch, die hintere Kennzeichentafel auf den Fahrradheckträger zu montieren, da es sonst zu Beanstandungen kommen kann.

Weitere Infos unter www.oeamtc.at/test

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