Fahrradträger und Dachträger im Test

Größter Schwachpunkt sind die Grundträger am Dach

Wackelig auf dem Dach montierte Fahrräder können Autofahrern beim Hinterherfahren ganz schön Angst machen. Wie muss das wohl erst bei einem Crash sein, wenn die Ladung womöglich in hohem Boden davonfliegt? Das Testmagazin "Konsument" präsentiert in seiner Ausgabe 6/2004 15 Fahrradträger - für Dach, Heckklappe und Anhängerkupplung - und analysiert deren Vor- und Nachteile sowie das Risiko-Potenzial. Ernüchterndes Fazit: Wirklich empfehlenswert ist kein System.

Das größte Sicherheitsmanko liegt beim Dachtransport. Die Gefahr geht aber nicht vom Fahrradträger selbst aus, sondern vom Grundträger, der sich meist nicht wirklich fest mit dem Fahrzeug verschrauben lässt. Beim Aufpralltest mit 30 Stundenkilometer flog die Ladung samt Träger und Halterung davon. Bei einer Montage am Heck oder auf der Anhängerkupplung besteht hingegen die Gefahr, dass bei plötzlichen Richtungsänderungen oder einem Crash die Fahrräder gegen die Karosserie gedrückt werden. Dabei entsteht zwar kein Sicherheitsrisiko wie bei davonfliegenden Rädern, allerdings drohen schon im normalen Alltag Kratzer und Beulen am Auto. Vorteil von Heck- und Kupplungsträgern: Das Auf- und Abladen der Räder ist wesentlich leichter als bei Dachträgern.

Im Fahrtest mit Bremsmanövern und Slalomstrecken zeigten Dachträger die besten Leistungen, gefolgt von Heckträgern. Kupplungsträger enttäuschten vor allem beim Slalomfahren. Abgesehen vom etwas schwierigen Auf- und Abladen der Räder spricht fast alles für Dachträger. Allerdings nur, wenn der Grundträger direkt mit dem Fahrzeug oder der Dachreling verschraubt werden kann - was nur bei wenigen Modellen von BMW, Ford, Opel, Peugeot, Saab und Volvo der Fall ist. Sie verfügen über Gewindelöcher zum Verschrauben im Dach. Angesichts der schlechten Ergebnisse im Aufpralltest appelliert "Konsument" an die Autoindustrie, hier nachzuziehen.

Zu beachten ist, dass Dachträger einzeln verkauft werden. Um beispielsweise drei Räder auf dem Dach zu transportieren, benötigt man drei Dachträger sowie den zum Fahrzeug passenden Grundträger. Da kommt ein Heckträgersystem in der Regel billiger, dagegen sind Kupplungsträger alles in allem die teuerste Variante.

Weitere Informationen sowie Details zu den Testergebnissen finden Sie in der Ausgabe 6/2004 der Zeitschrift "Konsument" sowie auf der Konsument-Webseite im Internet ...