H7-Scheinwerferlampen im Test

Die Verwendung von nicht zum Verkehr zugelassenen Lampen ist gefährlich und verboten.

Scheinwerferlampen zählen zu den häufigsten Verschleißteilen eines Fahrzeugs. Die gute alte Halogenglühlampe ist dabei die gängigste Lichtquelle. Das Angebot an Ersatzlampen ist groß. "Auch viele nicht zugelassene Variationen sind im Umlauf", weiß ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Der ÖAMTC hat jetzt neun H7-Lampen genauer unter die Lupe genommen und die Qualität des abgestrahlten Lichts getestet. Schließlich ist sehen und gesehen werden im Straßenverkehr gerade in der bevorstehenden dunklen Jahreszeit das Um und Auf.   

Mit den meisten regelkonformen Lampen fährt man mit recht gutem Licht. "Nur die Bluetech Xenon-Effect Lampe gibt durch ihre blaue Beschichtung zu wenig Licht ab. Sie ist die schwächste regelkonforme Lampe im Test", sagt der ÖAMTC-Experte. Philips und Osram machten ihre Hausaufgaben gut. Das schaffte aber auch die weniger bekannte Marke Kristall mit ihrer Premiumlampe.        

Drei getestete Lichtquellen wurden mit nicht genügend bewertet. Sie entsprechen nicht den ECE R112 Richtlinien und somit nicht der StVO: Die 100 Watt-Lampe von Kristall ist zwar großteils unproblematisch, allerdings eine Spur zu hell. Außerdem nimmt sie zuviel Strom auf. "Die SMD 18 LED-Lampe ist vollkommen unbrauchbar für den Fahrbetrieb", so das Urteil des ÖAMTC-Experten. Sie hat keine messbare Lichtverteilung und liefert kaum mehr Licht als eine Standlichtlampe. Auf der Packung ist klein vermerkt, dass die Lampe nur für Showzwecke geeignet ist. Der Xenon Umbausatz H.I.D. Digital 8000K+ schmückt sich mit einem falschen Prüfzeichen. "Zudem ist er drei Mal so hell wie herkömmliche Lampen. Das ist extrem blendend für den Gegenverkehr und somit sehr gefährlich", erklärt der ÖAMTC-Techniker.

Der ÖAMTC empfiehlt, beim Kauf von H7-Lampen auf der Verpackung nach einem klaren Hinweis auf die Zulassung auf öffentlichen Straßen zu achten. Entsprechende Verbote finden sich nämlich oft nur im Kleingedruckten. "Auf den Kauf von nicht zugelassenen Umrüstkits oder vermeintlich innovativen Leuchtmitteln sollte verzichtet werden. Die Fahrzeugzulassung kann erlöschen. Im schlimmsten Fall kann durch eine starke Blendung eine lebensgefährliche Unfallsituation provoziert werden", so Kerbl.  

Der Lampentausch sollte immer paarweise vorgenommen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach der ersten auch die zweite Lampe bald ausfallen wird, ist sehr hoch. Der Lampentausch sowie die richtige Einstellung der Scheinwerfer sind an allen ÖAMTC-Stützpunkten kostenlos. Der abschließende Rat des ÖAMTC-Experten: "Scheinwerfer unbedingt sauber halten. Aus schmutzigen Scheinwerfern kann auch die beste Lampe nicht mehr Licht zaubern."  

Weitere Infos zum Test gibt es unter www.oeamtc.at/test .

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