Kopfstuetzen test(Bildquelle: ÖAMTC)

Kopfstützen im Test

Bestnoten für Volvo und Saab - Schlechteste Ergebnisse für VW und BMW

"Nur drei von 28 getesteten Fahrzeugsitzen bieten optimalen Schutz vor Peitschenschlag", erläutert ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang das Ergebnis eines erstmaligen Kopfstützen-Crashtests. Unter der Federführung des ADAC wurde ein Testverfahren entwickelt, das die Schutzwirkung von Autositzen vor Halswirbelsäulen-Verletzungen prüft.

Das Test-Ergebnis spricht eine eindeutige Sprache: Zwei Fahrzeuge (5er BMW und VW Fox) fallen im Test durch, 16 schneiden mit durchschnittlichem Ergebnis ab, sieben werden als gut eingestuft und nur drei Fahrzeuge (Volvo V50, Volvo S80 und Saab 9-3) bieten optimalen Schutz und erhalten die Note "sehr gut". Enttäuschend ist das Resultat der Premiummarken : Beim 5er BMW liegt die Kopfstütze viel zu weit vom Kopf entfernt, auch Audi A4 und Mercedes C-Klasse können nicht überzeugen. Klar an die Spitze setzen sich die Schweden.

"Bedenklich, dass gerade kostengünstigere Kleinwagen wie der Citroen C1, Toyota Yaris und VW Fox nur unzureichenden Halswirbelsäulen-Schutz bieten. Gerade Stadtautos sind am häufigsten in Heckkollisionen verwickelt ", kritisiert der ÖAMTC-Cheftechniker.

Das Schleudertrauma ist nach wie vor die häufigste Verletzung nach Verkehrsunfällen. Das Risiko bei einem Auffahrunfall eine Verletzung der Halswirbelsäule zu erleiden, hängt entscheidend von der Gestaltung des Autositzes und der Kopfstütze ab. Die Autohersteller sind gefordert ihre Sitze im Hinblick auf Schutz vor Halswirbelverletzungen zu verbessern. "Aktive Kopfstützen dürfen möglichst wenig nachgeben, damit der Kopf sofort nach dem Crash abgefangen wird", erklärt Lang. "Wichtig ist, dass die Kopfstütze an die maximale Insassengröße angepasst werden kann."

Aber auch die Fahrer selbst können zur eigenen Sicherheit beitragen . "Die Oberkante einer richtig eingestellten Kopfstütze liegt auf Scheitelhöhe und hat möglichst geringen Abstand zum Kopf. Die Rückenlehne sollte relativ steil stehen. So kann man bei einem Aufprall den Rampeneffekt, also das Aufsteigen des Körpers, minimieren", erklärt der ÖAMTC-Cheftechniker. 

Schutz vor Peitschenschlag neues Kriterium bei Fahrzeug-Crashtests

Die Bewertung des Schutzes vor dem Schleudertrauma wird in Zukunft beim EuroNCAP-Crashtest in die Gesamtnote bei der Insassensicherheit mit einfließen. Das neue Kopfstützen-Testverfahren wird damit den Konsumenten bei ihrer Kaufentscheidung helfen. "Mit jedem Crashtest erhält man dann auch Informationen über das Schutzpotenzial des jeweiligen Fahrzeugsitzes vor dem Peitschenschlag-Syndrom", so Lang abschließend.

Quelle: ÖAMTC

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