Mietautos im Test - Preise vergleichen lohnt sich

Teilweise große Preisunterschiede für selbe Leistung

Quelle: AK Wien

Wer in Österreich ein Mietauto für seinen Europa-Urlaub bucht, sollte einige Angebote einholen. Dass sich das rechnet, zeigt ein aktueller AK Test: Die Mietauto-Preise können je nach Anbieter für eine Woche Sommerurlaub um bis zu 200 Prozent auseinander liegen. So zahlen KonsumentInnen für ein Leihauto für die spanische Insel Mallorca beim billigsten Anbieter um 282 Euro weniger. " Preisvergleiche kosten zwar Zeit, schonen aber die Urlaubskassa ", sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz.

Die AK hat im Mai 2005 insgesamt 96 Angebote für ein Leihauto in sieben europäischen Urlaubsländern geprüft: Korfu, Rhodos, Kos, Antalya, Ibiza, Gran Canaria, Mallorca, Lissabon, Malta, Larnaka, Sizilien und Sardinien. Die Angebote stammen von den Autovermietern Sixt, Budget, Avis, Hertz,  Europcar, Thrifty Car, Sunny Cars und Holiday Autos. Als Pkw wurde die jeweils günstigste verfügbare Kategorie gewählt. Erhoben wurden die kompletten Mietkosten für eine Woche Sommerurlaub im August, also der Mietpreis inkl. aller Steuern, Vollkasko-, Diebstahl-, Personeninsassenversicherung und unlimitierte Kilometer sowie eventuelle Selbstbehalte bei selbstverschuldeten Unfällen und Diebstahl.

"Unser Test zeigt, dass es bei den einzelnen Autoverleihern erstaunliche Preisspannen gibt", resümiert Glatz. Wer die Insel Mallorca mit einem Leihauto erkunden möchte, zahlt beim teuersten Anbieter Budget fast 423 Euro, beim billigsten (Sixt) knapp 141 Euro. Das ist immerhin ein saftiger Preisunterschied von 200 Prozent. Wer für Rhodos ein Mietauto buchen will, dem werden zwischen 212 Euro (Holiday Autos) und 606 Euro (Avis) verrechnet. "Konsumenten legen also im schlechtesten Fall um fast 394 Euro mehr drauf", sagt Glatz, "die Preise variieren um 185 Prozent." Für Zypern beträgt der Unterschied zwischen billigstem und teuerstem Anbieter 82 Prozent oder 148 Euro: Bei Sixt kostet das Leihauto 181 Euro, bei Avis 329 Euro.

Mittlerweile bieten Avis und Europcar zwei Preismodelle an - entweder es wird gleich über das Internet bezahlt oder bei Abholung des Autos vor Ort. Onlinebuchungen mit sofortiger Zahlung sind bei Avis um bis zu fast 18 Prozent günstiger (Kos und Antalya) als bei Zahlung vor Ort. Europcar bietet bei zahlreichen Ländern auch billigere Preise an, wenn im Voraus bezahlt wird. Achten sollten Konsumenten auch auf unterschiedliche Leistungen bei der Personeninsassenversicherung. "Sie sollten überlegen, ob eine normale Reiseversicherung die Leistungen nicht besser, günstiger und umfassender abdeckt", so Glatz.

Tipps der AK Konsumentenschützer:

  • Holen Sie mehrere Anbote ein, das lohnt sich!
  • Fragen Sie genau nach, was in den Mietkosten alles enthalten ist.
  • Lesen und studieren Sie bereits in Österreich die jeweiligen Konditionen der Autovermieter durch. Die Verträge, die am Urlaubsort abgeschlossen werden, sind häufig in der Landessprache oder in Englisch formuliert.
  • Erkundigen Sie sich nach der Höhe des Selbstbehaltes und fragen Sie nach, ob eine Vollkaskoversicherung im Preis beinhaltet ist.
  • Große internationale Autovermieter sind zwar meist teurer als lokale Anbieter, dafür gibt es im Fall von Problemen oft einen Ansprechpartner in Österreich, was die Sache erheblich erleichtert.
  • Bevor Sie das Auto übernehmen, überprüfen Sie es gemeinsam mit dem Autovermieter auf Fahrtüchtigkeit (Reifen, Bremsen etc).
  • Bei einem Unfall oder einer Panne gleich die Mietwagenfirma verständigen, die sich dann um Abschleppdienst, Werkstatt etc. kümmert. Diese Dinge auf keinen Fall selbst organisieren, weil es dann zu Problemen mit der Verrechnung bzw. Kostenrückerstattung kommen kann.
  • Geben Sie ein vollgetanktes Auto auch vollgetankt zurück, da oft fürs Tanken ein viel höherer Preis als an der Tankstelle verlangt wird.

Die komplette Preiserhebung der AK vom Mai 2005 können Sie hier im Internet auf der AK-Webseite herunterladen ...

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