Neun Fahrzeuge im aktuellen Crashtest

Alle können überzeugen.

Beim aktuellen Crashtest des ÖAMTC wurden neun Autos in Hinblick auf ihre Verkehrssicherheit überprüft. Kleine Schwächen gab es vorwiegend in den Bereichen Fußgänger-/Radfahrer-Schutz und bei den Sicherheitsassistenten. Davon abgesehen zeigten sich alle Modelle im Crashtest sehr sicher. Daher wurden Audi e-tron, Lexus UX, Mazda3, Range Rover Evoque, Renault Clio, Toyota Corolla, Toyota RAV4 und VW T-Cross alle mit fünf Sternen bewertet.

Das neunte Fahrzeug im Crashtest war der Citroen C5 Aircross, der allerdings nur mit "Safety Pack" die Höchstwertung schafft. "Standardmäßig ist dieses Fahrzeug mit einem automatischen Notbremsassistenten auf Kamera-Basis ausgestattet, der Fußgänger erkennen kann. Gegen Aufpreis bekommt man ein Kamera-Radar-System, das auch Radfahrer detektiert - und nur damit gibt es auch fünf Sterne im Crashtest", erzählt ÖAMTC-Experte Max Lang.

Die Ergebnisse in den einzelnen Kategorien:

Bei der Erwachsenensicherheit erreichen bis auf den Citroen C5 Aircross (mit/ohne Safety Pack: 89/87 Prozent) alle Testkandidaten eine Wertung von über 90 Prozent - zum Teil sogar sehr deutlich. Maß aller Dinge ist hier der Mazda3 mit einer Wertung von 98 Prozent und beeindruckend hoher Sicherheit in allen Testszenarien.

Bei der Kindersicherheit hat mit dem Renault Clio der Kleinste mit 89 Prozent die Nase vorn. Aber auch alle anderen Testkandidaten erreichen mit 85 bis 87 Prozent sehr gute Werte in dieser Kategorie.

Bei der Fußgänger-/Radfahrersicherheit wurden vor allem dank automatischer Notbremsassistenten, aber auch auf mechanischem Wege (weniger harte Motorhauben, Stoßstangen etc.) in letzter Zeit deutliche Fortschritte erzielt. Auch, dass große Autos gefährlicher für ungeschützte Verkehrsteilnehmer sind, ist nicht mehr zwangsläufig der Fall: Im aktuellen Crashtest haben mit dem Toyota RAV4 und dem  Toyota Corolla zwei sehr unterschiedliche Fahrzeugklassen jeweils einen Top-Wert von 85 Prozent erreicht. Bei den restlichen Autos gibt es zum Teil noch Nachholbedarf, speziell die A-Säulen sind immer noch geeignet, schwere Verletzungen bei einem Zusammenstoß zu verursachen, berichtet der ÖAMTC.

Bei den Sicherheitsassistenten findet derzeit ein Umdenken statt und die Hersteller bauen serienmäßig immer mehr und immer bessere Assistenzsysteme ein. "Dass dieser Weg der richtige ist, zeigt sich an der Wertung des Citroen C5 Aircross mit bzw. ohne Saftey Pack", sagt Max Lang. Der ÖAMTC fordert allerdings, dass Sicherheit keine Preisfrage sein darf und die Hersteller ihre Fahrzeuge serienmäßig mit möglichst vielen Assistenzsystemen ausstatten sollen.