Crashtest: Sieben von neun PKW mit fünf Sternen

Der ÖAMTC hat neun PKW einem Crashtest unterzogen, sieben davon konnten mit fünf Sternen überzeugen, für zwei hat es nur für vier Sterne gereicht.

Beim jüngsten Crashtest des ÖAMTC wurden gleich neun Autos in den Kategorien Erwachsenen- und Kindersicherheit, Fußgängerschutz sowie Sicherheitsassistenten überprüft und bewertet. "Trotz kleinerer Schwächen in verschiedenen Teilbereichen erhielten sieben der neun Testkandidaten fünf Sterne", zeigt sich ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang mit dem Abschneiden von Audi Q7, Ford Galaxy, Ford S-MAX, Renault Kadjar, Toyota Avensis, Volvo XC90 und VW Touran zufrieden. "Etwas schwächer schnitten Mazda CX-3 und Mitsubishi L200 mit jeweils vier Sternen ab."

In der Kategorie Erwachsenensicherheit war der Volvo XC90 mit einer Wertung von 97 Prozent das Maß der Dinge. "Ob Frontal-, Heck- oder Seitenaufprall - Erwachsene sitzen in diesem Wagen sehr sicher", erklärt der ÖAMTC-Experte. Die anderen Fünf-Sterne-Fahrzeuge lagen im Bereich zwischen 87 und 94 Prozent. Schlusslicht bei der Erwachsenensicherheit war der Mitsubishi L200 mit 81 Prozent. "Der Grund ist die erhöhte Verletzungsgefahr bei Frontalunfällen", erläutert Lang. "Beim Mazda CX-3 kommt zum Risiko von schweren Brustverletzungen beim Frontalcrash hinzu, dass für Passagiere auf den Rücksitzen bei einem Heckaufprall lebensgefährliche Belastungen auftreten können."

Bei der Kindersicherheit hat der VW Touran mit 89 Prozent die Nase vorn, dicht gefolgt von Audi Q7 mit 88 Prozent, den beiden Ford-Modellen und dem Volvo (je 87 Prozent). "Am schwächsten schneiden in dieser Kategorie Renault Kadjar mit 81 bzw. Mazda CX-3 mit 79 Prozent ab", fasst der ÖAMTC-Cheftechniker zusammen.

In punkto Fußgängersicherheit konnte man in den vergangenen Jahren stetige Verbesserungen beobachten. Die Hersteller scheinen hier den Forderungen nach besserem Schutz, die der ÖAMTC immer wieder vorbringt, zu folgen. "Werte um die 80 Prozent sind in dieser Kategorie mittlerweile keine Seltenheit mehr", hält Lang fest. Im aktuellen ÖAMTC-Crashtest ist ausgerechnet ein Vier-Sterne-Auto, der Mazda CX-3 als einziger in der Lage, diese Marke mit 84 Prozent zu übertreffen. "Zwar sind die A-Säulen und Teile der Stoßstange immer noch geeignet, schwere Verletzungen zu verursachen, insgesamt ist das Ergebnis aber sehr beachtlich", so der ÖAMTC-Experte. Schlusslichter in dieser Kategorie waren der Audi Q7 mit 70 Prozent, der VW Touran mit 71 und der Volvo XC90 mit 72 Prozent. Der Grund: Die gesamte Motorhauben-Vorderkante kann bei einer Kollision schwere Verletzungen verursachen - und auch Teile der Motorhaube bzw. der A-Säulen könnten weit besseren Fußgängerschutz bieten.

Die beste Ausstattung mit Sicherheitsassistenten bietet der Volvo XC90. "Geschwindigkeits- und Spurhalteassistenten, Seatbelt-Reminder auf allen Sitzen, automatisches Notbremssystem und ESP sind serienmäßig an Bord", erklärt der ÖAMTC-Cheftechniker. "Der Volvo lässt in Sachen Sicherheitsassistenten tatsächlich keine Wünsche offen und wurde in dieser Kategorie mit 100 Prozent bewertet." Die übrigen Fünf-Sterne-Fahrzeuge liegen zwischen 71 und 81 Prozent, die beiden mit vier Sternen bewerteten Autos erreichen aufgrund geringerer Sicherheitsausstattung jeweils 64 Prozent.

Verbesserungsmöglichkeiten bei allen Fahrzeugen sieht der ÖAMTC-Experte nach wie vor bei der Fußgängersicherheit: "Viele Fahrzeuge mit sonst guten Bewertungen haben sehr harte Randbereiche bei der Motorhaube, der Motorhauben-Kante und den A-Säulen. Bereits Unfälle mit sehr geringer Geschwindigkeit bergen ein starkes Verletzungsrisiko für Fußgänger." Auch bei der Ausstattung mit Sicherheitsassistenten bleibt vielen Autos noch Luft nach oben.

Kommentare

Die neuesten Meldungen

Markenwelt