Silvesterfeuerwerk: Mehr Schadstoffe als alle Autos zusammen

ARBÖ und ÖVK haben in einer Studie herausgefunden, dass das Feuerwerk in der Silvesternacht so viel Schadstoffemissionen verursacht wie alle Autos in einem Jahr zusammen.

In diesen Tagen weisen Raketen und Böller wieder auf das Jahresende hin, mit dem lauten Höhepunkt in der Silvesternacht. Feuerwerke werden auch heuer wieder den Nachthimmel erhellen und in bunte Farben tauchen. Doch so schön das Spektakel auch ist, es hat auch eine Kehrseite, wie der Österreichische Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK) nun in einer Studie belegt.

Die Untersuchung ergab, dass die Partikelemissionen aus Feuerwerken nahezu genauso hoch sind, wie der Schadstoffausstoß aller Fahrzeuge. Da die meisten Feuerwerke in der Silvesternacht abgeschossen werden, kann gesagt werden, dass mit rund 400 Tonnen in einer Nacht so viel PM10 (Particulate Matter = Feinstaub, mit einem Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer) durch Feuerwerke produziert wird, wie von allen Pkw und Lkw in einem ganzen Jahr zusammen. "Einzelne Feuerwerkskörper", so Univ. Prof. Dr. Hans Peter Lenz, Vorsitzender des ÖVK, "haben eine bis zu 1.000 Mal höhere Emissionskonzentration als moderne Dieselmotoren." Zudem sind diese Giftstoffe so klein, dass sie tief in die Lunge eindringen und so den Organismus schädigen können.

Dies soll jetzt niemandem den Spaß verderben, aber darauf hinweisen, dass einerseits die Autoindustrie aufgrund immer strenger werdender Abgasnormen ständig neue Umweltschutztechnologien entwickeln muss, während andererseits Unmengen von Schadstoffen in einer einzigen Nacht freigesetzt werden.

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