Winterreifen jetzt montieren

Auch ohne erkennbaren Niederschlag kann die Fahrbahn rutschig sein

Autofahrer, die auf den ersten Schnee warten, bis sie ihren fahrbaren Untersatz auf Winterreifen umrüsten, vergeuden wichtige Meter an Sicherheit. Auch ohne erkennbaren Niederschlag kann die Fahrbahn rutschig sein, weil Tau bei niedrigen Temperaturen auf der Fahrbahn anfrieren kann. Besonders lärmschützende Drainasphalte können um bis zu drei Grad kälter sein als die Lufttemperatur. Die Folge: Der Bremsweg wird dadurch selbst auf einer vermeintlich "trockenen Fahrbahn" länger. "Die Gummi-Mischung der Sommerreifen verhärtet sich wegen niedrigerer Fahrbahn-Temperaturen und greift nicht mehr optimal. Sobald die Lufttemperatur dauerhaft unter plus sieben Grad Celsius bleibt, ist es also höchste Zeit, die Winterreifen zu montieren", rät ÖAMTC-Reifenexperte Willy Matzke.

ÖAMTC-Winterreifentest als Entscheidunghilfe

Wer neue Winterreifen für sein Auto braucht, sollte jetzt den Weg zum Reifenhändler oder zur Autowerkstatt suchen: Die Auswahl an Winterreifen ist noch groß und man erspart sich lange Warteschlangen. Eine wichtige Entscheidungshilfe für die richtige Wahl der Winterreifen bietet der ÖAMTC- Winterreifentest 2003 .
"Autolenker, die mit neuen Winterreifen unterwegs sind, sollten beachten, dass die Pneus erst ab 500 gefahrenen Kilometern auf trockener Straße optimal greifen", erklärt Matzke.

ÖAMTC-Sicherheitsformel

Autobesitzer, die nicht wissen, ob sie mit ihren Reifen noch sicher durch den Winter kommen, sind mit der ÖAMTC-Sicherheitsformel gut beraten. Sie ist leicht zu merken und lautet: 4 x 4 x 4. Die Formel besagt, dass immer vier gleiche Reifen montiert sein sollen. Das Profil darf nicht weniger als vier Millimeter betragen und die Reifen sollten nicht länger als vier Jahre in Gebrauch sein. Bei fachgerechter Lagerung setzt der Alterungsprozess erst dann voll ein. Beim Neukauf können daher Reifen, die vor zwei bis drei Jahren hergestellt wurden, als neuwertig angesehen werden.

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Quelle: ÖAMTC