Schutz und richtige Maßnahmen gegen Auto-Diebstahl

Jede Stunde wird in Österreich ein Kfz gestohlen - die meisten in Wien

Im ersten Halbjahr 2008 wurden laut Bundeskriminalamt in Österreich 3.922 Kraftfahrzeuge entwendet . Die meisten Diebstahlsanzeigen gab es in Wien (1.644), gefolgt von Niederösterreich (889), der Steiermark (400), Oberösterreich (384), Salzburg (188), Kärnten (150), Tirol (132), Vorarlberg (80) und dem Burgenland (55). In Summe waren es im ersten Halbjahr 2007 noch um 413 Diebstähle weniger als 2008 . "Fahrzeugdiebe gehen den Weg des geringsten Widerstandes, beobachten ihre Umgebung und suchen nach leichten Opfern. Autofahrer können mit wenigen Handgriffen selber einiges zur Prävention beitragen ", sagt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.

Den Zündschlüssel immer abziehen , auch wenn man nur kurz in die Tankstelle geht. Außerdem sollte man den Autoschlüssel nie außer Acht lassen. "Mittels Fernbedienung am Schlüssel ist es für den Dieb einfach, das dazugehörige Fahrzeug zu finden und zu entwenden", erklärt der ÖAMTC-Techniker.

 

Das Fahrzeug in der Nacht nur an gut beleuchteten Plätzen abstellen . Finstere Winkel sind das bevorzugte Revier von Autoknackern.

 

Autopapiere oder sonstige Dokumente nicht im Fahrzeug liegen lassen .

Varianten zum technischen Schutz vor Dieben

"Mechanische Sperren" wie Lenkrad-Sperrstöcke und Pedal-Arretierungen sind bereits ab 15 Euro zu bekommen. Die teuersten kosten bis zu 100 Euro. Diese Methode eignet sich besonders für ältere Fahrzeuge.

 

Alarmanlagen : "Gute Alarmanlagen für das Auto kosten ab 100 Euro , Topmodelle bis 1.000 Euro. Diese bieten zu den umfangreichen Sicherungsmaßnahmen auch mehr Komfort. So können Alarmmeldungen direkt an einen Pager oder sogar ans Mobiltelefon übermittelt werden", erklärt der ÖAMTC-Techniker. Wermutstropfen daran ist, dass die hohe Abschreckwirkung der Alarmanlagen mittlerweile durch die Zahl der Fehlalarme abgeschwächt wurde.

 

" Anti-Überfall-Funktion ": Wird jemandem der Wagen mit Gewalt entwendet, kann der Besitzer mittels Fernsteuerung noch aus 100 Metern Entfernung Alarm auslösen. "Der Räuber wird beispielsweise eingeschlossen, die Lichtanlage fängt zu blinken an und eine Sirene beginnt zu heulen - je nach Programmierung der Anlage", erklärt der ÖAMTC-Techniker.

 

" Individuelle Stromunterbrechungen ": Der Lenker kann die Elektrik auf Knopfdruck kappen, bevor er aussteigt. Der Motor lässt sich nicht starten.

Der Kombination verschiedener Systeme sind keine Grenzen gesetzt, wie etwa eine serienmäßige Wegfahrsperre kombiniert mit einer zusätzlichen mechanischen Getriebesperre. "Wichtig ist, dass es individuell ist. Wer vielfältige Absicherungsmaßnahmen trifft, erschwert es unredlichen Autointeressenten, zu ihrem Ziel zu gelangen", so der ÖAMTC-Techniker.

Dolphin-ÖAMTC-SatAlarm hat eine Aufklärungsrate von 100 Prozent

Eine der sichersten Methoden, um Dieben ein Schnippchen zu schlagen, ist der ÖAMTC-SatAlarm . Bisher wurde jedes entwendete Kfz wieder gefunden. Der SatAlarm wird im Fahrzeug unsichtbar eingebaut . Wird das Kfz entwendet, sendet das Gerät unbemerkt Alarmmeldungen an die Einsatzzentrale des ÖAMTC. Von dort aus erfolgt ein Kontrollanruf an den Besitzer des Fahrzeugs . Entschärft der Besitzer den Alarm nicht, verständigt die Einsatzzentrale die Exekutive. Der ÖAMTC-SatAlarm verfügt über eine Pufferbatterie. So können bis zu zwei Wochen Ortungssignale an die Einsatzzentrale gesendet werden, selbst wenn die Verbindung zur Autobatterie gekappt wurde.
 
Hersteller und Vertreiber von ÖAMTC-SatAlarm ist das Unternehmen Dolphin Technologies . Anwendbar ist das System für alle Fahrzeuge. Infos zum Dolphin-ÖAMTC-Satalarm gibt es unter www.oeamtc.at/telematik .
 
Quelle: ÖAMTC

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