Auto richtig abschleppen - Tipps vom ÖAMTC

Wenn das Auto streikt und nicht mehr wieder flottgemacht werden kann, bleibt dem Autobesitzer nur noch das Abschleppen in die nächste Autowerkstatt. "Das Abschleppen ist ein Kapitel für sich. Es gibt ein paar wichtige Regeln, die man beachten soll. Der richtige Umgang mit dem Abschleppseil will gekonnt sein", weiß ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl, der einige Tipps für den Umgang mit dem Abschleppseil zusammengestellt hat:

  • Am besten geeignet sind die handelsüblichen Nylonseile : Sie dehnen sich und vermeiden daher ruckartige Zugbelastungen. Das Seil selbst darf nicht länger als acht Meter sein und muss in der Mitte ein rotes Fähnchen haben.
  • Das Fahrzeug im Schlepptau muss über eine funktionierende Lenkung und Bremsanlage verfügen.
  • Bei Dunkelheit muss das abgeschleppte Fahrzeug entweder durch die Rückleuchten oder eine Notbeleuchtung erkennbar sein.
  • Während des Abschlepp-Vorganges darf der Zündschlüssel nicht abgezogen werden, sonst rastet die Lenkradsperre ein.
  • Bremskraftverstärker und Servolenkung funktionieren nur bei laufendem Motor. Beim Abschleppen mit abgestelltem Motor ist der Kraftaufwand für das Lenken und das Bremsen viel höher.
  • Das Anfahren muss behutsam erfolgen und das Seil immer gespannt gehalten werden. Beim Abschleppen selbst sind höchstens 40 Stundenkilometer erlaubt.
  • Die Warnblinkanlage darf eingeschaltet sein, Richtungsänderungen müssen aber dann per Hand angezeigt werden.

" Fahrzeuge mit Automatikgetriebe oder Allradantrieb dürfen in den meisten Fällen nicht abgeschleppt werden. Vor einer Abschleppung sollte man deshalb unbedingt einen Blick in die Betriebsanleitung des Fahrzeuges werfen und die entsprechenden Hinweise beachten", rät Kerbl.

Quelle: ÖAMTC